Red Bull in Brandenburg: Getränkehersteller kann Werk bauen - Baruth stellt Weichen

Lkw stehen an der Niederlassung der Rauch Fruchtsäfte Deutschland GmbH in Baruth/Mark. Der österreichische Fruchtsafthersteller Rauch betreibt zusammen mit Red Bull die ehemalige Brandenburger Urstromquelle in Baruth/Mark zur Getränkeproduktion.
Patrick Pleul/dpa- Baruth/Mark erlaubt den Bau eines Red-Bull-Dosenwerks nach neuem Bebauungsplan.
- Der alte Plan wurde vom OVG Berlin-Brandenburg wegen Lärmvorgaben gekippt.
- Dosen sollen künftig direkt neben der Abfüllung entstehen – 17 Hektar Kiefernwald fallen.
- Umweltgruppen protestieren wegen Grundwasserentnahme, Red Bull sieht keinen Mehrbedarf.
- Rauch und Red Bull betreiben die frühere Urstromquelle; AWS plant ein Rechenzentrum.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Bau eines Dosenwerks für Red Bull in Brandenburg kann kommen: Die Stadtverordneten in Baruth/Mark im Landkreis Teltow-Fläming stimmten am Donnerstagabend (17. September) für einen neuen Bebauungsplan - 12 Vertreter waren dafür, es gab zwei Nein-Stimmen und eine Enthaltung. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hatte den bisherigen Bebauungsplan aus formellem Grund gekippt. Bei der Entscheidung ging es um Vorgaben zur Lärmbegrenzung. Der „Tagesspiegel“ berichtete zuvor über die Entscheidung der Stadtverordneten.
Künftig sollen die Red Bull-Dosen direkt in Baruth neben der Abfüllung hergestellt werden. Für die Erweiterung sollen 17 Hektar Kiefernwald in der Nähe der bestehenden Hallen gerodet werden. Red Bull und der Safthersteller Rauch hatten den auf der Kippe stehenden Getränkeabfüller Urstromquelle im Jahr 2023 gekauft. Gegen die Erweiterung gibt es Proteste.
Red Bull und Rauch können eine Menge von rund 2,35 Millionen Kubikmeter Grundwasser pro Jahr entnehmen. Ein Netzwerk von Umweltgruppen befürchtet Wasserknappheit in der Region wegen der Erweiterung. Red Bull betont, dass kein zusätzliches Wasser gebraucht werde. Brandenburg leidet unter Trockenheit. In Baruth/Mark ist auch ein großes Rechenzentrum von Amazon Web Services geplant.