Schüsse in Berlin
: Mann lebensgefährlich verletzt – Rätsel um den Tatort

Zweifel am Tatort nach Schüssen in Berlin: In Hellersdorf weisen frische Patronenhülsen und Blut darauf hin, dass der Angriff nicht in Neukölln geschah. Was bisher bekannt ist.
Von
John Boutin
Berlin
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Nach einem versuchten Tötungsdelikt mit Schussverletzungen in Berlin-Neukölln verdichten sich Hinweise, dass die Tat möglicherweise woanders begann. Die Ermittlungen laufen.

Nach einem versuchten Tötungsdelikt mit Schussverletzungen in Berlin-Neukölln verdichten sich Hinweise, dass die Tat möglicherweise woanders begann. Die Ermittlungen laufen.

John Boutin
  • Schüsse in Berlin: Mann in Neukölln lebensgefährlich verletzt, Ermittlungen laufen.
  • Zweifel am Tatort: Spuren in Hellersdorf entdeckt – Patronenhülsen und Blutspuren gefunden.
  • Polizei prüft, ob der Verletzte von Hellersdorf nach Neukölln gebracht wurde.
  • Hoyerswerdaer Straße: Weitere Patronenhülsen und Blutspuren gesichert, Bereich abgesperrt.
  • Mordkommission setzt Funkzellenauswertung ein, Ermittlungen dauern an.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach einem versuchten Tötungsdelikt in der Nacht zu Donnerstag in Berlin hat die 3. Mordkommission des Landeskriminalamts die Ermittlungen aufgenommen. Zunächst schien sich die Tat in Neukölln ereignet zu haben: Dort entdeckte eine Frau ihren lebensgefährlich verletzten Partner mit Schusswunden in einem schwarzen Mercedes. Das Fahrzeug stand auf einem Parkplatz am Horst-Caspar-Steig, die Polizei rückte umgehend an.

Doch schnell kamen Zweifel am vermuteten Tatort auf. Neue Spuren deuten darauf hin, dass sich die Schüsse nicht in Neukölln, sondern in Hellersdorf gelöst haben könnten. Am Donnerstagvormittag meldeten Mitarbeiter der Berliner Stadtreinigung einen offenen Gullydeckel in der Nähe der U-Bahnlinie 5. In der Umgebung fanden sie mehrere frische Patronenhülsen sowie eine deutlich erkennbare Blutspur. Weitere BSR-Mitarbeiter informierten daraufhin die Polizei.

Mann lebensgefährlich verletzt – Schüsse in Hellersdorf?

Die Kriminaltechniker sicherten umgehend Spuren an der Fundstelle. Ein Ermittler vor Ort sprach von „frischen Hülsen“, was auf einen Zusammenhang mit dem Verletzten aus Neukölln hindeutet. Auch die Blutspuren waren frisch, sodass die Ermittler nun prüfen, ob der Mann nach der Tat aus eigener Kraft oder mit fremder Hilfe von Hellersdorf nach Neukölln gebracht wurde.

Besondere Aufmerksamkeit galt einem Abschnitt der Hoyerswerdaer Straße: Zwischen einem Gleis und einem angrenzenden Feld wurden weitere Patronenhülsen und Blutspuren gefunden. Der Bereich wurde für die Dauer der Spurensicherung großflächig abgesperrt.

Die 3. Mordkommission ist mit der Aufklärung des Falls betraut. Neben der Spurensicherung vor Ort kam auch spezielle Technik zur Funkzellenauswertung zum Einsatz, um Bewegungsdaten und mögliche Zeugen zu identifizieren. Die Ermittlungen dauern derzeit an.