SEK-Einsatz in Berlin-Hellersdorf
: Polizei stürmt Wohnung – Großeinsatz sorgt für Aufsehen

In Berlin-Hellersdorf sind Feuerwehr und Polizei mit einem Großaufgebot an Rettungs- und Spezialeinsatzkräften angerückt. In einem Wohnhaus hat es eine Bedrohungslage gegeben. Was bisher bekannt ist.
Von
Dennis Lloyd Brätsch
Berlin
Jetzt in der App anhören

Großeinsatz in Berlin-Hellersdorf: Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) hat die Wohnung eines Mannes gestürmt.

Dennis Lloyd Brätsch

Stundenlang waren am Dienstagabend (30. Januar) im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf die Sirenen von Polizei- und Rettungsfahrzeugen zu hören. In einem Wohnhaus in der Elfriede-Brüning-Straße hatte es nach Angaben der Polizei eine Bedrohungslage gegeben, die nach mehr als vier Stunden von einem Spezialeinsatzkommando beendet werden konnte.

Auslöser des Großeinsatzes gegen 21 Uhr war ein 44-jähriger Bewohner des Mehrfamilienhauses. Er hatte zuvor gedroht, sich und das Wohnhaus mit einer brennbaren Flüssigkeit in Brand zu setzen.

Bewohner aus Hellersdorf in Feuerwehr-Bus untergebracht

Der Einsatzort in der Elfriede-Brüning-Straße wurde von Beamten einer Einsatzhundertschaft weiträumig abgesperrt. Neben diversen Verkehrsbehinderungen waren auch die Bewohner mehrerer Häuser betroffen.

Ein Bus der Berliner Feuerwehr stand für die Anwohner bereit.

Dennis Lloyd Brätsch

Ein Hausaufgang wurde evakuiert. Anwohner, die von der Arbeit nach Hause kamen, durften auch die Nachbarhäuser nicht betreten. Die Betroffenen wurden in einem Bus der Berliner Feuerwehr untergebracht. Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes aus Marzahn waren ebenfalls vor Ort. Weitere Einsatzkräfte der Feuerwehr, ein Notarzt und Notfallsanitäter standen in Bereitschaft.

SEK stürmt Wohnung in Hellersdorf

Der Einsatz dauerte bis in die Nacht hinein an. Ein Spezialeinsatzkommando des Landeskriminalamtes Berlin hat sich gegen 1.30 Uhr Zugang zur Wohnung des 44-Jährigen verschafft.

Die Einsatzkräfte verschafften sich unter anderem über den Balkon Zutritt zu der Wohnung.

Dennis Lloyd Brätsch

Der Mann wurde von den Einsatzkräften überwältigt und festgenommen. Rettungskräfte versorgten den Mann vor Ort und brachten ihn anschließend in ein Krankenhaus.

Wie Nachbarn vor Ort berichten, soll der Mann in der Vergangenheit schon mehrfach aufgefallen sein. Während der polizeilichen Maßnahmen in der Nacht hatte der Mann immer wieder Gegenstände vom Balkon geworfen und in seiner Wohnung herumgebrüllt.

Einsatz in Hellersdorf sorgt für großes Aufsehen

Der nächtliche Einsatz sorgte bei den Anwohnern für großes Aufsehen. Viele wunderten sich über das große Polizeiaufgebot und die Absperrungen. Auch in den sozialen Netzwerken wurde stundenlang über den Einsatz geschrieben.

Schon binnen kurzer Zeit hatten sich unter einem Beitrag in der Facebookgruppe „Wir Hellersdorfer und Marzahner“ mehr als 100 Kommentare gesammelt.

Hinweis: Wir berichten nur in Ausnahmefällen über mutmaßliche Suizide, um keinen Anreiz für Nachahmung zu geben. Wenn Sie selbst depressiv sind, wenn Sie Suizid-Gedanken plagen, dann kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge im Internet oder über die kostenlose Hotline 0800 1110111 oder 0800 1110222 oder 116123. Die Deutsche Depressionshilfe ist in der Woche tagsüber unter 0800 33 44 533 zu erreichen.