Shamonda in Brandenburg: Neues Virus bei Rind nachgewiesen

Shamonda-Virus in Brandenburg: Fieber ist ein typisches Symptom bei einer Infektion bei Rindern. (Symbolbild)
Friso Gentsch/dpa- In Brandenburg wurde bei einem Rind erstmals das Shamonda-Virus (Variante SHAV-EU2) nachgewiesen.
- Das Virus betrifft vor allem Wiederkäuer, auch Alpakas und Pferde sind betroffen.
- Typische Symptome sind Fieber und Durchfall, bei Kühen sinkt die Milchleistung.
- Neurologische Störungen wurden beschrieben – etwa bei Pferden.
- Für Menschen gibt es bisher keine Hinweise auf Infektionen, ein Impfstoff fehlt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Erstmals ist bei einem Rind in Brandenburg das neue Shamonda-Virus nachgewiesen worden. Eine Infektion im Landkreis Potsdam-Mittelmark mit der Variante 2 des Virus (SHAV-EU2) wurde durch das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt, wie das Landwirtschaftsministerium mitteilte. Deutschlandweit sind bereits mehrere Tierhalterinnen und -halter betroffen.
Das Virus kommt den Angaben zufolge vor allem bei Wiederkäuern (Rinder, Schafe, Ziegen) vor sowie bei Alpakas und Pferden. Infizierte Tiere zeigen meist Symptome wie Fieber und Durchfall. Bei Kühen gibt es einen Rückgang der Milchleistung. Auch neurologische Störungen seien möglich und beispielsweise bei Pferden beobachtet worden. Hinweise auf Infektionen von Menschen mit dem Shamonda-Virus gibt es laut Ministerium bisher nicht.
Das Virus ist ein Krankheitserreger aus der Gattung der Orthobunyaviren. Bis zum Sommer 2026 war es vor allem in Afrika und Asien verbreitet. Im Juli gab es die ersten Nachweise in Europa in Frankreich und der Schweiz, ab Anfang August auch in Betrieben in Süddeutschland.
Wer zahlt die Untersuchung in Bandenburg?
Übertragen wird das Virus durch blutsaugende Insekten, und zwar Gnitzen. Sie sind vor allem zwischen Juli und Oktober aktiv - besonders in der Dämmerung. Je höher die Luftfeuchtigkeit und je milder die Temperaturen, desto verbreiteter sind die Tiere. Gnitzensaison ist den Angaben zufolge je nach Witterung bis etwa Ende November.
Für Tierhalter bedeutet das: Fieberhafte Erkrankungen sollten labordiagnostisch abgeklärt werden. Das Land Brandenburg übernimmt die Untersuchungskosten im Landeslabor. Einen Impfstoff gegen das Shamonda-Virus gibt es nicht.
