Esprit in Spandau Arcaden: Insolvenz der Modekette – so geht es mit der Filiale weiter

Das Modegeschäft von Esprit kämpft um ihr Bestehen. Zahlreiche Filialen in Berlin und Brandenburg sind von der Schließung bedroht. Auch die Zukunft der Filiale in Berlin-Spandau ist unsicher.
picture alliance/dpaNach der Insolvenz von Galeria Kaufhof verliert Berlin-Spandau eines seiner ältesten Kaufhäuser. Ein sogenannter Anker geht in der Altstadt verloren. Nun ist ein namhaftes Modegeschäft in Gefahr.
Das Unternehmen Esprit hat Mitte Mai 2024 Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Düsseldorf hat den Antrag inzwischen bestätigt. Damit ist die Zukunft vieler Filialen in Berlin und Brandenburg unsicher. Das kann auch das Ende des Shops in Spandau bedeuten.
Esprit-Insolvenz – Schicksal der Mitarbeiter und Filialen ungewiss
Für die Modemarke Esprit ist es die zweite Insolvenz in vier Jahren. Schon 2020 während der Corona-Pandemie hat die Kette finanzielle Schwierigkeiten angemeldet. Neben den Shops sind auch sechs weitere Tochterunternehmen betroffen.

Noch im März 2024 betonte Connie MacFarlane, dass die Spandau Arcaden wieder das Besucherniveau aus Vorpandemie-Zeiten erreicht haben. Jetzt hat sie vielleicht bald die nächste Lücke im Shop-Ensemble zu füllen.
Jessica NeumayerInsgesamt stehen die Jobs von 1500 Mitarbeitern auf dem Spiel. „Diese erhalten für die Monate Mai, Juni und Juli Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit“, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens.
Dazu, ob die Schließungen und Kündigungen auch die Filiale in Spandau betreffen, äußert sich Frank Elsner, Sprecher für die Esprit GmbH, nur vage. „Zum Filialnetz von Esprit insgesamt, beziehungsweise zu einzelnen Filialen, können wir derzeit leider noch keine valide Aussage treffen.“ Er verweist darauf, dass vorerst Gespräche mit möglichen Investoren abgewartet werden müssen.
Esprit – Verhandlungen mit Investoren
Zu potenziellen Investoren wurde bisher lediglich mitgeteilt, dass es bereits vor den Antragstellungen Gespräche mit einem Interessenten gegeben habe. „Verhandlungen über den Erwerb der Markenrechte für Europa durch diesen Investor sind bereits in einem fortgeschrittenen Stadium“, teilt Elsner mit.
Ziel des Verfahrens sei es, das maßgeblich aus Deutschland geführte europäische Geschäft von Esprit zu restrukturieren und zukunftsfähig neu aufzustellen. Dafür leitet die Geschäftsführung, derzeit bestehend aus den Rechtsanwälten Dr. Christian Gerloff und Christian Stoffler, das Unternehmen weiter. Ein Sachverwalter überwacht ihre Tätigkeit. Die bisherige Geschäftsführerin Frau Man Yi Yip wird nach der offiziellen Anordnung der Insolvenz abgesetzt.
Zukunft von Esprit in Spandau
Durch die Anmeldung der Insolvenz in Eigenverwaltung ändert sich für Kunden vorerst nicht viel. „Der Geschäftsbetrieb bei Esprit wird bis auf Weiteres vollständig fortgesetzt. Alle Stores bleiben geöffnet“, heißt es seitens Esprit. „Über die Auswirkungen von Restrukturierungsmaßnahmen auf einzelne Stores können derzeit noch keine Angaben gemacht werden.“
„Also wird der Esprit-Shop in den Spandau Arcaden auch bis auf Weiteres wie gewohnt weiter geöffnet bleiben“, sagt Connie MacFarlane, Marketing Managerin der Spandau Arcaden.
Zugleich sagt sie jedoch auch, dass die Entwicklungen genau beobachtet werden. „Unsere Vermietungsabteilung wird zeitgleich neue Vermietungsansätze erarbeiten, um im Falle einer tatsächlichen Schließung gewappnet zu sein.“


