Spandau Arcaden: Jugendtreff für Teenager – das sind die Angebote

Frank Bewig, Tanja Franzke und Nina Bittins eröffnen feierlich den neuen Jugendtreff in den Spandau Arcaden.
Britta MeyerShoppingcenter sind seit jeher ein beliebter Treffpunkt für Teenager. Damit die Jugendlichen in den Spandau Arcaden einen festen Anlaufpunkt bekommen, statt nur ziellos durch die Einrichtung zu streunen und grüppchenweise auf den Bänken zu sitzen, wird ein ehrgeiziges Projekt auf die Beine gestellt.
Gut gelaunte Teenager schwärmen neuerdings durch das Obergeschoss der Spandau Arcaden und gehen aufgeregt durch eine Glastür, über der sich ein Schriftzug im Graffiti-Stil zieht. Zwischen Geschäften und Cafés gibt es nun den „SpandOur Jugendpoint – Was geht wo?“. Rund 40 Fachkräfte der Kinder- und Jugendsozialarbeit stecken hinter dem Projekt.
SpandOur Jugendpoint – was Politiker über das Projekt sagen
Bei der Eröffnung des Jugendtreffs zeigte sich Bezirksbürgermeister Frank Bewig erfreut, dass dieser Anlauf- und Treffpunkt für Jugendliche im Herzen Spandaus möglich gemacht werden konnte. Umgesetzt wurde die Idee gemeinsam mit den Arcaden und den Trägern.

Die Fassade des neuen Jugendtreffs in den Spandau Arcaden zeigt sich farbenfroh.
Britta MeyerDie Bezirksstadträtin für Jugend und Gesundheit, Tanja Franzke, formulierte das Ziel, mit dem Projekt die Aktivitäten in der Jugendarbeit weiter ausbauen zu wollen – auch mit der Absicht, genau die Kinder und Jugendliche abzuholen, die die Angebote bisher noch nicht genutzt haben.
Spandau Arcaden – Raum für Soziales und Vertrauliches
In zwei Räumen lädt ein großes Sofa zum Chillen ein. Es gibt freies Wlan. An der „Refresh Station" können sich Besucher jederzeit mit frischem Trinkwasser versorgen. Auf einem großen Bildschirm läuft das „Point Feature of the Month“. Es zeigt die monatlichen Highlights der Jugendarbeit in Spandau.
Besonders begehrt dürfte die Ladestation sein, an der die Jugendlichen ihre Handys sicher aufladen können – auch ein cleverer Trick. Die Teenager sollen sich zwischendurch leichter vom Bildschirm lösen und die abseits positionierte, grün umrankte „Laberecke for Two“ besetzen.
Dort können die Besucher jederzeit vertraulich mit Mitarbeitern vom Betreuungsteam sprechen. Besonders gelungen wirkt in der grünen Ecke die Soundkulisse zwitschernder Vögel und plätschernder Bäche, ein kleiner Mini-Dschungel zum Entspannen.

Eine gesicherte Ladestation für Smartphones
Britta MeyerWer sich abseits wirklich aller Augen und Ohren austauschen möchte, kann dies in der kleinen Küche hinter einer geschlossenen Tür tun.
Der Treff soll nicht bloß ein Anlaufpunkt sein. Vor allem soll er als Anschluss für die zahlreichen Angebote der Jugendfreizeiteinrichtungen in Spandau dienen. Der „Jugendclub Locator“ mit seiner detaillierten Karte nimmt eine komplette Wand ein und zeigt genau, wo welches Sport-, Freizeit- und Kreativprojekt zu finden ist. Hier soll im direkten Gespräch mit den Teenagern angesetzt und schnell das individuell Passende vermittelt werden.

Anlaufpunkt in Spandau: Die Bezirkskarte des Jugendclub Locators
Britta Meyer„Die meisten Jugendlichen sind überrascht, wie viele kostenlose Angebote es im Bezirk gibt", sagt Sami Ben Mansour, Leiter des koordinierenden Trägervereins „Sprühlinge“. Durch die Karte des Locators und die beigefügten Infokarten mit unkompliziert scanbaren QR-Codes können sie sich einen Überblick darüber verschaffen, was in ihrer Nachbarschaft sie interessieren könnte.
Die Sprühlinge wussten, dass viele der Jugendlichen, mit denen sie arbeiten, bereits einen Großteil ihrer Freizeit in den Spandau Arcaden verbringen. So entstand der Gedanke, dies für einen eigenen Anlaufpunkt zu nutzen.
Die Pädagogen und das Bezirksamt Spandau stießen mit dieser Idee bei der Leitung des Shoppingcenters auf offene Ohren. Teenager sind dort jetzt auch ganz offiziell willkommen und sollen sich auch so fühlen.

Connie MacFarlane, die Marketing Managerin der Spandau Arcaden
Britta MeyerDie Räumlichkeiten im ersten Stock der Arcaden werden der Einrichtung vorerst kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Einrichtung des Treffs ist mit wenigen Möbeln bewusst minimalistisch gehalten, damit der Jugendpoint innerhalb der Arcaden schnell umziehen kann, sollten seine Räume anderweitig vermietet werden.
Der Jugendtreff steht montags, donnerstags und freitags von 15 bis 20 Uhr allen Interessierten offen. Vormittage sind gezielt nicht eingeplant. Grund: Niemand soll in Versuchung kommen, die Schule zu schwänzen.


