Autofahrer und Pendler aus dem Nordwesten von Brandenburg müssen sich in den kommenden Wochen auf die Vollsperrung des Tunnels in Tegel einstellen. Wie die Autobahn GmbH mitteilte, sind auf der A111 umfassende Bauarbeiten geplant.
So soll die Asphaltdeckschicht auf beiden Richtungsfahrbahnen im Tegel Tunnel Ortskern in Berlin erneuert werden. Darüber hinaus wird die Deck- und Binderschicht auf der Richtungsfahrbahn Süd zwischen Holzhauer Straße bis Seidelstraße erneuert.

Dazu sind folgende Sperrungen geplant:

  • Von Sonntagnacht, 25.9., 22 Uhr bis Sonntag, 2.10., 5 Uhr, wird die A111 in Fahrtrichtung Süd zwischen Waidmannsluster Damm bis Holzhauser Straße in Richtung Stadtzentrum von Berlin voll gesperrt. Von Holzhauser Straße bis Seidelstraße steht nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.
  • In der zweiten Bauphase steht Anfang Oktober – vom 1.10. bis 7.10. – zwischen Holzhauser Straße und Seidelstraße nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.
  • In der zweiten Oktoberwoche – vom 10.10. bis 14.10. – kann die Strecke zwischen Holzhauser Straße und Seidelstraße ebenfalls nur einspurig befahren werden. Dazu ist die Auffahrt Holzhauser Straße und die Ausfahrt Seidelstraße gesperrt.
  • In Fahrtrichtung Nord ist die A111 vom 16.10., 22 Uhr bis 23.10., 5 Uhr, von Holzhauser Straße bis Waidmannsluster Damm voll gesperrt.
  • Die Umleitungen führen über die Holzhauser Straße – Berliner Straße – Karolinenstraße zum Waidmannsluster Damm und in umgekehrter Richtung.
  • Wer sich auskennt, soll die Bereiche besser weiträumig umfahren.

Kosten betragen 1,2 Millionen Euro

Nach Auskunft von Ralph Brodel, Pressesprecher der Autobahn GmbH des Bundes, sind die Vollsperrungen unvermeidlich. „Wir hatten in der Zeit von Oktober 2020 bis März 2022 auf der Strecke insgesamt 42 Adhoc-Vollsperrungen wegen erheblicher Schäden auf der Strecke“, erklärte er auf Nachfrage von MOZ.de. Jetzt sei der Punkt gekommen, an dem eine ordentliche Sanierung nötig sei. „Wir wissen, das ist weder für die Pendler noch für die Anwohner schön – aber es ist sinnvoll.“ Die Kosten für die Sanierungsmaßnahmen beziffert er auf 1,2 Millionen Euro, die vom Bund getragen werden.

Die Frage nach der Umleitung

Die Umleitungen führen über die Holzhauser Straße sowie die Berliner Straße und die Karolienstraße zum Waidmannsluster Damm – oder umgekehrt. Eine Beschilderung wurde aufgestellt. „Wir haben viele Überlegungen angestellt, doch wir können keine anderen Umleitungsempfehlungen geben“, so der Pressesprecher.
Auf den Autobahnen Richtung Pankow und Potsdam seien ebenso Baustellen vorhanden. Einzig der Umweg über Spandau könnte gegebenenfalls für Pendler eine Erleichterung bringen. Wer kann, so sein eindringlicher Appell, der sollte auf die S- oder Regionalbahn ausweichen.
Nach möglichen Stauzeiten gefragt, will Brodel keine Prognose abgeben. „Ich denke, dass Kraftfahrer mindestens mit einer Stunde und mehr rechnen müssen“, so seine Schätzung.