Strom in Berlin-Spandau
: Neues Umspannwerk entsteht – Zeitplan, Kosten und Bedeutung

Der symbolische Spatenstich für das neue Umspannwerk in Spandaus Wilhelmstadt ist erfolgt. Wie wird der Bau das Stromnetz der Region verändern?
Von
Kai Wielert
Spandau
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Spatenstich des Erweiterungsneubau vom Spatenstich Umspannwerk Amalienhof am Mittwoch dem 23. Oktober 2024.

In Wilhelmstadt entsteht ein neues Umspannwerk. Wann es stehen soll und wie viele Haushalte versorgt werden.

Stromnetz Berlin/Becerra
  • Spandau baut ein neues Umspannwerk für 40 Mio. Euro, das ab 2031 in Betrieb geht.
  • Es soll mehrere 10.000 Haushalte versorgen und die alte Anlage aus den 1970ern ersetzen.
  • Das neue Werk wird kompakter und leistungsfähiger, mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit.
  • Die Baugrube wird bis 2025 ausgehoben, der Rohbau soll 2026 stehen.
  • Das Dach wird begrünt und mit einer Solaranlage ausgestattet.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Welche Rolle spielt dieses Projekt für die Zukunft der Stromversorgung in Spandau? Der Baustart für den Ersatzneubau des Umspannwerks Amalienhof steht kurz bevor. Ab 2031 soll laut Stromnetz Berlin GmbH die alte Anlage ersetzt werden. Der symbolische erste Spatenstich ist im Spandauer Ortsteil Wilhelmstadt erfolgt. So geht es nun weiter.

„Der Ersatzneubau des Umspannwerks Amalienhof wird einen wichtigen Beitrag für die Stromversorgung im Bezirk Spandau leisten“, erklärt die Bezirksstadträtin Tanja Franzke (CDU). Beim ersten Spatenstich vertrat sie am Mittwoch (23.0 Oktober) den Baustadtrat Thorsten Schatz (CDU).

Neues Umspannwerk soll 40 Millionen kosten

Das neue Umspannwerk soll künftig mehrere 10.000 Haushalte im Umfeld mit Strom versorgen. Die landeseigene Stromnetz Berlin GmbH investiert rund 40 Millionen Euro in das Projekt. Die Baugrube am Amalienhof soll bis Anfang 2025 ausgehoben werden, in der zweiten Jahreshälfte 2026 soll dann der Rohbau stehen. 2031 will die Stromnetz Berlin GmbH das neue Werk ans Netz nehmen.

Das alte Umspannwerk aus den 1970er-Jahren steht nur etwa 80 Zentimeter neben der neuen Baustelle. Es soll nach der Inbetriebnahme des Ersatzneubaus bis 2032 abgerissen sein. „Es muss vor allem wegen nicht mehr lieferbarer Ersatzteile erneuert werden“, erklärt das Unternehmen den Neubau.

Umspannwerk Amalienhof Stromnetz Berlin

Das neue Umspannwerk wird etwas kompakter als das alte, soll in Zukunft aber mehr Leistung bringen können. (Illustration)

Stromnetz Berlin/Becerra

Das neue Werk werde dank moderner Technik sogar etwas kompakter sein als das alte. Im Inneren soll es trotzdem ausreichend Platz für Erweiterungen bieten. „In den nächsten zehn Jahren muss die Kapazität unseres Stromnetzes auf mindestens 4,1 Gigawatt verdoppelt werden“, erklärt Severin Fischer, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Das Umspannwerk Amalienhof sei ein wichtiger Teil dieser Aufgabe.

Bei dem Neubau werde auch auf den Faktor Nachhaltigkeit gesetzt: „Der Standort direkt neben dem im Bezirk bekannten Biotop ‚Orchideenwiese‘ ist für Stromnetz Berlin ein besonderer, den das Unternehmen schützen und bewahren helfen möchte.“ So werde etwa das Dach des neuen Gebäudes begrünt und mit einer Solaranlage ausgelegt. Das Regenwasser soll vom Dach des Neubaus weiter auf die Orchideenwiese geleitet werden.