Für einen Euro erhält man aktuell nicht mal ganz einen Dollar. Wegen der Auswirkungen des Ukraine-Kriegs hat die gemeinsame europäische Währung deutlich an Wert gegenüber der amerikanischen verloren. Und wer aktuell in die USA reisen will, muss sich auf hohe Kosten einstellen.
In Brandenburgs Nachbarland Polen gilt aber noch immer der Złoty als Landeswährung. Und der ist in jüngster Zeit noch deutlicher unter Druck gekommen. Erhielt man Anfang Juli noch 4,68 Złoty für einen Euro, so stand der offizielle Kurs am Freitag (15. Juli) bei 4,83 Złoty für einen Euro.
Was bedeutet das nun für Brandenburger, die in Polen tanken wollen? Ganz einfach: Der Sprit östlich von Oder und Neiße ist für deutsche Kunden etwas billiger geworden, obwohl sich an den Preisen in Złoty in den vergangenen Tagen im Prinzip nicht viel geändert hat. Am Freitag zahlte man im Nachbarland umgerechnet zwischen 1,56 und 1,59 Euro für den Liter Super-Benzin und 1,58 bis 1,61 Euro für den Diesel. Gegenüber den Preisen in Brandenburg, die gegenüber der Vorwoche nur leicht gefallen sind, sparte man beim Benzin also etwa 23 Cent und beim Diesel um die 29 Cent pro Liter.

Tipp: Mit der Geldkarte in Złoty bezahlen

Aber Achtung: Die polnischen Wechselstuben geben den Währungsvorteil derzeit an ihre Kunden kaum weiter. Dort erhält man weiterhin nur um die 4,70 Złoty für einen Euro. Wer also mit dem günstigeren Tageskurs bezahlen will, sollte dies mit seiner EC- oder Kreditkarte in Złoty tun. Nur so erzielt man den maximalen Vorteil.
Auch Autofahrer, die innerhalb Deutschlands tanken wollen, können in dieser Woche etwas aufatmen, denn die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen sind im Vergleich zur Vorwoche erneut etwas gesunken. Das hat die Auswertung der Kraftstoffpreise durch den ADAC ergeben. So müssen die Autofahrer für einen Liter Super E10 derzeit im bundesweiten Mittel 1,826 Euro bezahlen, das ist ein Rückgang von 1,7 Cent. Auch der Dieselpreis hat binnen Wochenfrist nachgegeben: Ein Liter kostet aktuell 1,963 Euro und damit 2,6 Cent weniger als vor einer Woche.

Auch die Rohölpreise sind gesunken

Laut ADAC sind die aktuellen Spritpreise nach wie vor stark überhöht. Der Rückgang gegenüber der Vorwoche ist in erster Linie niedrigeren Rohölnotierungen geschuldet, die unterhalb der Marke von 100 US-Dollar lagen. Allerdings wird der Effekt des günstigeren Rohöls durch die Schwäche des Euros im Vergleich zum US-Dollar etwas gedämpft. Ungeachtet der aktuellen Entwicklungen am Rohöl- und am Devisenmarkt müssen die Verbraucher beim Tanken viel zu hohe Preise bezahlen. Das Potenzial für deutliche Preissenkungen ist unverändert groß.
Der ADAC empfiehlt den Autofahrern, preisbewusst zu tanken und sich vor der Fahrt zur Tankstelle über die aktuellen Preise zu informieren. Die Preisdifferenzen zwischen verschiedenen Anbietern können bis zu sieben Cent betragen. Außerdem: Wer außerdem abends tankt, kann nach neuesten ADAC Auswertungen bis zu 16 Cent je Liter gegenüber den Morgenstunden sparen.