Tesla Grünheide
: Gigafactory will 250 Millionen in Batterien stecken - 1500 neue Jobs

Tesla-Chef Elon Musk will von der Batteriezelle bis zum E-Auto alles an einem Standort haben. Dafür will er weitere knapp 250 Millionen US-Dollar in Grünheide investieren.
Von
dpa
Grünheide
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Der US-Elektroautobauer Tesla will mehr als 1500 Mitarbeiter in Grünheide für die Batteriezellfertigung einstellen. (Archivfoto)

Sebastian Gollnow/dpa
  • Tesla investiert knapp 250 Millionen US-Dollar in Batteriezellfertigung in Grünheide.
  • Mehr als 1500 neue Beschäftigte sind geplant – 350 Stellen entstehen bis zum Jahresende.
  • Ziel: ab voraussichtlich 2027 komplette Produktion an einem Standort – von Zelle bis E-Auto.
  • Kapazität von 18 Gigawattstunden pro Jahr soll aufgebaut werden, bisher nur Komponentenfertigung.
  • Produktion im Autowerk soll auf rund 6000 Fahrzeuge pro Woche steigen, Trendwende laut Tesla.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der US-Elektroautobauer Tesla will mehr als 1500 Beschäftigte für die Batteriezellfertigung in Grünheide bei Berlin neu einstellen. Knapp 250 Millionen US-Dollar - umgerechnet mehr als 210 Millionen Euro - sollten investiert werden, um die Voraussetzungen für die jährliche Produktion von 18 Gigawattstunden Batteriezellen in Grünheide zu schaffen, teilte Tesla mit.

Im April 2026 hatte der Autobauer bekannt gegeben, dass er bis Ende Juni 2026 rund 1000 neue Mitarbeiter in seinem einzigen europäischen Autowerk einstellen will, um die Produktion wegen gestiegener Nachfrage um ein Fünftel auf rund 6000 Fahrzeuge pro Woche hochzufahren. Die Produktions- und Zulassungszahlen waren gesunken, nun sieht Tesla eine Trendwende.

„Von der Batteriezelle bis zu Elektrofahrzeugen soll ab voraussichtlich ab dem Jahr 2027 alles an einem Standort produziert werden“, kündigte das Unternehmen an. „Das ist einzigartig in Europa.“ Damit ist Tesla nach eigener Einschätzung widerstandsfähiger.

Bisher nur Batteriekomponenten in Grünheide

Für das Hochfahren der Batteriezellfertigung würden mehr Arbeitskräfte benötigt. Der Personalbedarf in der Batteriezellfertigung belaufe sich auf mehr als 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auf Nachfrage erklärte ein Sprecher, dies solle mittelfristig geschehen. Bis zum Jahresende 2026 sollten 350 neue Stellen im Batteriewerk entstehen.

Bislang werden in Brandenburg nur Komponenten produziert. Die Zellen werden in den USA gefertigt und kommen nach Deutschland. Europa hinkt bisher bei der Fertigung von Batteriezellen für E-Autos vor allem Asien hinterher. Tesla-Chef Musk hatte 2020 angekündigt, er wolle das Werk bei Berlin zur weltgrößten Batteriefabrik machen.

Bereits im Dezember hatte Tesla angekündigt, voraussichtlich ab 2027 bis zu acht Gigawattstunden Batteriezellen pro Jahr zu produzieren. Eine Gigawattstunde entspricht einer Million Kilowattstunden. Ein Tesla Model Y Standard verbraucht 13,1 Kilowattstunden pro 100 Kilometer.

Früheres Ziel noch nicht erreicht

Tesla öffnete die Gigafactory Berlin-Brandenburg vor rund vier Jahren und peilte in einer ersten Phase 500.000 Autos im Jahr an. Die Zielzahl sollte mit einem Ausbau auf eine Million im Jahr verdoppelt werden. Mit 6000 Fahrzeugen pro Woche wären es rechnerisch 300.000 im Jahr.

Vor etwas mehr als zwei Jahren arbeiteten dort rund 12.400 Menschen. Dann sank die Zahl um 1700 bis zu diesem Jahr.

Zuletzt waren in der Gigafactory Berlin-Brandenburg nach Unternehmensangaben 10.700 Menschen beschäftigt. Tesla will voraussichtlich auch rund 500 Leiharbeitnehmer im Laufe des Jahres in feste Arbeitsverhältnisse übernehmen.