Tesla Grünheide: Model Y aus Gigafactory büßt Platz eins ein

Bestseller von Tesla: Zwei E-Autos vom Typ Model Y stehen vor der Gigafactory Berlin-Brandenburg in Grünheide.
Patrick Pleul/dpa- In Deutschland führt nun der VW ID.3 die Neuzulassungen von E-Autos vor Teslas Model Y.
- KBA meldet zum 1. Januar 2026: 116.053 ID.3 zugelassen, Model Y bei 106.184.
- Teslas Nachfrage steigt wieder – im März 9.252 Neuzulassungen, davon 6.841 Model Y.
- In Europa legte Tesla zu: Zuwächse u. a. in Schweden, Frankreich, Dänemark und den Niederlanden.
- Gründe in Deutschland: neue E-Autoprämie, Hersteller-Rabatte und hohe Spritpreise.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Jeder erfolgreiche Autohersteller hat in der Regel mindestens einen Kassenschlager in seinen Reihen. Also ein Modell, das bei den Kunden beständig hoch im Kurs steht und so dem Hersteller ebenso beständig Geld in die Kassen spült. Auch Tesla hat so ein Fahrzeug – es ist das Model Y, das auch in der Gigafactory Grünheide gebaut wird.
2023 war Teslas Mittelklasse-SUV (damals noch in der alten Version) weltweit sogar das meistverkaufte Auto überhaupt. In Deutschland führte es bislang zudem die Rangliste bei den Elektroautos an.
Nun aber muss sich das Model Y vorerst mit Platz zwei begnügen. Denn an der Spitze der am häufigsten neu zugelassenen E-Autos in Deutschland steht neuerdings ein Volkswagen: der VW ID.3.
VW ID.3 überholt Model Y von Tesla in Deutschland
Nach Angaben des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) waren zum 1. Januar 2026 hierzulande insgesamt 116.053 ID.3 zugelassen. Das Model Y kam dagegen in Deutschland nur 106.184.

Hat Tesla in Deutschland überholt: ein VW ID.3 laufen, hier bei der Produktion in Zwickau (Symbolfoto)
Hendrik Schmidt/dpaOb die Wachablösung von Dauer ist, wird sich zeigen. Im vergangenen Jahr hatte Tesla noch weltweit mit Absatzproblemen zu kämpfen, darunter auch in Deutschland. Als ein Grund dafür galten die politischen Aktivitäten von Tesla-Chef Elon Musk.
Doch der Negativtrend scheint vorerst gestoppt. Aktuell steigt die Nachfrage nach Tesla-Modellen wieder. Davon profitiert auch Tesla mit seinem Model Y „made in Brandenburg“. Allein im März hat der US-Autobauer in Deutschland 9.252 seiner Fahrzeuge neu auf die Straße gebracht, davon 6.841 seines Bestsellers.
Damit belegte das Model Y bei den Neuzulassungen nach Modellen Rang zwei – nur geschlagen vom VW Golf (8.819), der allerdings mit einem Verbrenner-Motor daherkommt.
Tesla feiert Absatz-Zuwächse in mehreren europäischen Märkten
Auch mit Blick auf die europäischen Märkte hat Tesla wieder zulegen können. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters haben sich die Absatzzahlen hier nach zwei aufeinanderfolgenden Jahren mit rückläufigen Zahlen im bisherigen Jahresverlauf wieder erholt. Zuwächse gab es im April demnach in Schweden (um 111 Prozent), in Frankreich (112 Prozent), Dänemark (102 Prozent) und den Niederlanden (23 Prozent). In Norwegen, Spanien, Portugal und Italien waren sie dagegen rückläufig.
Reuters beruft sich bei seinen Angaben auf Daten der nationalen Verkehrsministerien, Branchenverbänden und Statistikportalen.
Hohe Benzinpreise geben E-Autos Rückenwind
Dass Teslas in Deutschland wieder gefragter sind als zuletzt, kommt nicht völlig überraschend. Experten führen dies auf die neue staatliche E-Autoprämie sowie zusätzliche Hersteller-Rabatte zurück. Auch die hohen Spritpreise als Folge des Irankrieges gelten als wesentlicher Faktor. „Die hohen Treibstoffkosten lösen im Markt damit Nachfrage-Reaktionen zum Elektroauto aus“, sagt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer vom Center Automotive Research (CAR) in Bochum.
Tesla will den Rückenwind aus dem gestiegenen Absatz bekanntlich nutzen. Geplant ist eine Ausweitung der Produktion im Grünheider Werk von 5000 auf rund 6000 Fahrzeuge pro Woche. Dazu sollen 1000 neue Jobs geschaffen werden. Derzeit sind in der sogenannten Gigafactory Berlin-Brandenburg, kurz GFBB, rund 11.000 Menschen beschäftigt.


