Toter in Berlin: Mann in Gesundbrunnen erstochen – Tumulte auf der Straße

Ein Mann ist in Berlin Gesundbrunnen erstochen worden. Danach kam es zu Tumulten, die Polizei griff ein. (Symbolfoto)
Soeren Stache/dpaBei einem Streit um einen Parkplatz ist ein 37-jähriger Mann in Berlin-Gesundbrunnen durch einen Messerstich getötet worden. Der mutmaßliche Täter wurde am Donnerstagabend (11. Juli) festgenommen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten.
Das Opfer wurde von dem Angreifer mit einem Messer in den Bauch gestochen. Im Krankenhaus starb der Mann an der schweren Verletzung. Der Angriff ereignete sich gegen 18 Uhr. Eine Mordkommission übernahm die Ermittlungen.
Mehrere Männer hätten sich über die Parklücke in der Böttgerstraße gestritten, darunter auch der 37-jährige Mann aus Kamerun und der mutmaßliche Täter im Alter von 29 Jahren mit deutsch-türkischer Staatsangehörigkeit, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.
Nach dem tödlichen Angriff und der Festnahme versammelten sich gegen 23 Uhr Bekannte und Verwandte des getöteten Mannes nahe dem Ort des Geschehens. 30 bis 40 Menschen hätten versucht, in den abgesperrten Bereich einzudringen, so die Polizei. Sie hätten sich aggressiv und polizeifeindlich verhalten. Flaschen seien auf Polizisten geworden worden. Mindestens fünf Polizisten seien verletzt worden. Nach einem Bericht der Zeitung „B.Z.“ beteiligten sich am Abend rund 50 Menschen an den Tumulten an den Absperrungen am Tatort. Fotos zeigen, wie Menschen von der Polizei weggedrängt und getragen werden.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) teilte mit: „Wir müssen schon festhalten, dass die Hemmschwelle anscheinend bei immer mehr Leuten gesunken ist und die körperliche Unversehrtheit kaum mehr etwas zählt. Wer ein Messer bei sich führt, ist bereit, andere schwer zu verletzten oder gar zu töten.“ Man könne nachvollziehen, dass Angehörige Raum für Emotionen brauchen, aber es dürfe nicht sein, dass polizeiliche Maßnahmen massiv behindert und Flaschen und Steine geworfen würden.
