U-Bahn in Berlin: Bahnhof Nollendorfplatz lange gesperrt – was auf Pendler zukommt

Der U-Bahnhof Nollendorfplatz in Berlin wird voraussichtlich vier Monate lang gesperrt. Was heißt das für die U-Bahn-Linien?
Carsten Koall/dpa- U-Bahnhof Nollendorfplatz in Berlin wird ab Januar 2026 für ca. vier Monate gesperrt.
- Grund: Sanierung der Zwischendecke wegen Schäden durch eindringendes Wasser.
- U-Bahn-Linien U1, U3 und U4 stark eingeschränkt; U2 bleibt größtenteils unbeeinträchtigt.
- Ersatzverkehr und Fahrplananpassungen sind in Planung, Fahrgäste werden rechtzeitig informiert.
- Nollendorfplatz: wichtiger Knotenpunkt mit vier Linien, mehr als am Alexanderplatz.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nicht nur bei den Berliner Brücken, sondern auch bei der U-Bahn wird der Stahlbeton immer brüchiger. Am U-Bahnhof Nollendorfplatz ist an mindestens zwei Stellen über die Jahrzehnte Wasser über die darüberliegenden Straßen in den Beton eingedrungen. In der Zwischendecke ist der Stahlbeton an vielen Stellen inzwischen hohl.
Um die Bahnhofsdecke zu sanieren, muss der Bahnhof voraussichtlich im Januar 2026 für rund vier Monate zu großen Teilen gesperrt werden. Das teilten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mit.
BVG in Berlin – vier U-Bahn-Linien am Nollendorfplatz
Schon seit die ersten Schäden vor ein paar Jahren entdeckt wurden, fahren die U-Bahnen der U1 und U4 nur ganz langsam in den 1902 eröffneten U-Bahnhof Nollendorfplatz ein. Die Verkleidung in der Zwischendecke wurde nach den Untersuchungen gar nicht erst wieder angebracht.
„Die geplanten Baumaßnahmen resultieren nicht aus einer akuten Gefährdung des Betriebs“, stellt die BVG klar. Doch die Ausmaße für den U-Bahn-Betrieb und die Fahrgäste wird drastisch sein. Denn den Nollendorfplatz in Berlin-Schöneberg, nur rund zehn Fußminuten vom Kurfürstendamm entfernt, passieren vier U-Bahn-Linien (U1,U2,U3,U4), so viele wie nirgends in Berlin, nicht mal der Bahnhof Alexanderplatz (U2,U5,U8) kann da mithalten.
Die Einzelheiten des Verkehrskonzepts befänden sich derzeit in der Planung, hieß es von der BVG. Medien und Fahrgäste würden rechtzeitig und umfassend informiert.
Der „Tagesspiegel“ berichtete, dass die U1 von Januar bis April 2026 voraussichtlich nur zwischen Wittenbergplatz und Uhlandstraße, sowie zwischen Gleisdreieck und Warschauer Straße pendeln werde. Die U3 könne nur zwischen Krumme Lanke und Spichernstraße verkehren. Auch Schienenersatzverkehr sei geplant. Die U-Bahn-Linie 4 solle voraussichtlich ganz eingestellt werden.
Die einzige Linie, die wahrscheinlich nicht betroffen sein wird, ist die U2 zwischen Pankow und Ruhleben. Diese verkehrt als einzige oberirdisch. Allerdings werden in der viermonatigen Bauzeit die Züge der U2 noch voller werden, weil man mit ihnen den Abschnitt zwischen Wittenbergplatz und Gleisdreieck überbrücken kann, auf dem die Linie U3 gesperrt wird.


