Unwetter in Berlin und Brandenburg
: S-Bahn und Regio fahren – aber eingeschränkt

Das Sturmtief „Ziros“ hatte in Berlin und Brandenburg für Unwetter geworgt und den Zugverkehr lahmgelegt. Jetzt fahren S-Bahn und Regionalbahnen wieder – aber mit Einschränkungen.
Von
Johannes Leichsenring
Berlin
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Das Sturmtief Ziros legte mit Orkanböen in Berlin und Brandenburg den S-Bahn- und Zugverkehr lahm. Auch wenn der Betrieb auf den Gleisen weitestgehend wieder aufgenommen wurde, gibt es nach wie vor viele Beeinträchtigungen.

Das Sturmtief „Ziros“ legte mit Orkanböen in Berlin und Brandenburg den S-Bahn- und Zugverkehr lahm. Auch wenn der Betrieb auf den Gleisen nach dem Unwetter weitestgehend wieder aufgenommen wurde, gibt es nach wie vor viele Beeinträchtigungen.

Michael Brandt/dpa
  • Sturmtief „Ziros“ verursachte Unwetter in Berlin und Brandenburg mit Sachschäden und einem Todesfall.
  • Zugverkehr war teils lahmgelegt; S-Bahn und Regio fahren wieder, aber mit Einschränkungen.
  • Montagabend: RE1 für drei Stunden gesperrt, Pendler von Verspätungen und Ausfällen betroffen.
  • Dienstag: Störungen und Zugausfälle, teils unklare Informationen für Reisende.
  • Aktuell: Normalisierung, aber Bauarbeiten sorgen weiterhin für Verzögerungen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Unwetter führte am Montagabend (23.6.) in Berlin und Brandenburg zu Sachschäden, Verletzten und unglücklicherweise auch zu einem Todesfall. Feuerwehr und Rettungskräfte mussten in Berlin und Brandenburg rund tausend Einsätze fahren. Der S-Bahnverkehr wurde zwischenzeitlich ausgesetzt. Auch beim Nah- und Fernverkehr der Bahn kam es zu Ausfällen.

Von 18 und 20 Uhr stand in Berlin fast alles still auf den Gleisen, bis allmählich der S-Bahnverkehr wieder aufgenommen werden konnte. Grund für die Unterbrechung waren herabgestürzte Äste und Bäume. Am Dienstagfrüh (24. Juni) meldeten die Verkehrsunternehmen nach wie vor Störungen.

Neben S-Bahn auch Züge der Odeg betroffen

Die Berliner S-Bahn teilt am Morgen auf ihrer Webseite mit, dass „witterungsbedingte Beeinträchtigungen im S-Bahnnetz“ vorliegen. Betroffen waren davon fast alle Linien. Zum frühen Nachmittag hat sich die Situation normalisiert. Derzeit werden keine Störmeldung angezeigt, die mit dem Unwetter zusammenhängen.

Auch die Regionalbahnen waren am Morgen und Vormittag betroffen. Nachdem Fahrgäste in Frankfurt (Oder) am Montagabend stundenlang festsaßen, da unter anderem die Linie RE1, betrieben durch die Odeg, nicht fahren konnte, müssen sich Kunden auf der Strecke weiterhin auf Verspätungen und Ausfälle einstellen.

Odeg zwischen Berlin und Frankfurt für drei Stunden ausgefallen

Die RE1-Strecke wurde am Montag zwischen 19.08 Uhr und 22 Uhr durch die Deutschen Bahn InfraGo gesperrt, hieß es von der Odeg. Grund seien Sorgen vor einknickenden Bäumen und herabfallenden Ästen gewesen. Auch am Dienstag würde es aufgrund der witterungsbedingten Sperrungen zu Verspätungen und teils auch zu Zugausfällen kommen.

Für Pendler ist besonders ärgerlich, dass die Verspätungen der Züge oft im Nachhinein nach oben korrigiert werden – sowohl in der VBB-App als auch an den Bahnhöfen. So hieß es etwa kurz vor 9 Uhr beim Regionalexpress in Richtung Frankfurt (Oder) zunächst, dass der Zug 16 Minuten Verspätung habe, später, dass es 25 Minuten seien und schließlich wurde der Zug gar nicht mehr angezeigt. Per Ansage wurden die Reisenden auf dem Bahnhof Hangelsberg informiert, dass der nächste Zug nun nur bis Fürstenwalde fahre.

Bahn in Brandenburg – Regionalverkehr mit Störungen

Und auch am frühen Nachmittag sind die Probleme noch nicht behoben – für den nächsten Regio in Richtung Frankfurt (Oder) wurden 13.25 Uhr ab Fürstenwalde in der VBB-App 20 Minuten Verzögerung angezeigt. In der Gegenrichtung – von Frankfurt in Richtung Berlin – soll laut App hingegen alles pünktlich laufen. Allerdings wird pauschal auf laufende Bauarbeiten und mögliche Auswirkungen hingewiesen.

Seitens des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) heißt es, dass die Deutsche Bahn keine sturmbedingten Ausfälle oder Verspätungen gemeldet habe. Allerdings würden bei Bahn und Odeg einzelne Ausfälle aus anderen Gründen jeden Tag vorkommen.

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