Verdi
: Verhandlungen: Klinikstreik an Charité wird heruntergefahren

Nach vier Wochen Streik der Gewerkschaft Verdi an den landeseigenen Kliniken gibt es eine erste Verständigung mit der Charité.
Von
dpa
Berlin
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Pflegekräfte von Charité, Vivantes-Kliniken und Vivantes-Töchtern haben an der Berliner Volksbühne protestiert. Seit Wochen befinden sich die Angestellten im Streik. Foto: Paul Zinken/dpa

Paul Zinken

Die Gewerkschaft Verdi und die Charité haben sich auf ein Eckpunktepapier verständigt, das als Basis für eine Einigung in der Tarifauseinandersetzung gilt, bestätigten beide Seiten am Donnerstag. Für die Zeit der Verhandlungen werde der Klinikstreik an der Charité heruntergefahren, sagte Verdi–Verhandlungsführerin Melanie Guba. Zur Verständigung sei es nach einer Nachtsitzung am Donnerstag um 6.30 Uhr gekommen.

In der Auseinandersetzung geht es nicht allein um Tarife. Die Gewerkschaft möchte einen Entlastungstarifvertrag mit besseren Arbeitsbedingungen erreichen. Dabei geht es zum Beispiel um einen Ausgleich für Überstunden, die Verbesserung der Ausbildungsqualität und — als größten Knackpunkt — eine Mindestpersonalbesetzung auf den Stationen.

Ein Teil des Klinikpersonals war an allen landeseigenen Häusern am 9. September in einen unbefristeten Streik getreten. Die Krankenhäuser müssen deswegen unter anderem planbare Operationen verschieben, Wartezeiten verlängern sich. Die Notfallversorgung ist gesichert.

Bestreikt werden neben der Charité auch der kommunale Klinikkonzern Vivantes und seine Tochterunternehmen.