Verfassungsschutz in Brandenburg: Rechtsextremismus wächst – Wilke besorgt

Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes 2024 durch Innenminister René Wilke (Mitte) und den kommissarischen Leiter der Behörde, Axel Heidrich (rechts). Besorgniserregend sei der Wachstum im Bereich Rechtsextremismus.
Ulrich Thiessen- Rechtsextremismus in Brandenburg wächst: 3650 Personen, 1430 davon gewaltbereit (+350 seit 2023).
- Innenminister Wilke nennt Extremismus größte Gefahr, fordert Unterstützung für Verfassungsschutz.
- Islamisten steigen auf 225 Personen (+5), Reichsbürger bei 1000, Linksextreme unverändert bei 550.
- Drohnenüberflüge über militärischen Einrichtungen und Innenministerium nehmen zu.
- Wilke warnt vor gezielter Desinformation, u. a. durch gefälschte Fotos und Fakenews.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In Brandenburg sind nach Erkenntnis des Verfassungsschutzes rund 5500 Extremisten aktiv. Im Jahresbericht für 2024 wird ausgeführt, dass 3650 davon dem Rechtsextremismus zuzurechnen sind. 1430 davon werden als gewaltbereit eingestuft. Diese Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr besorgniserregend und um rund 350 Personen angestiegen.
Brandenburgs Innenminister René Wilke sprach von der größten Gefahr für die Gesellschaft. Er rief dazu auf, sich hinter den brandenburgischen Verfassungsschutz zu stellen. Es gehe darum, die Art des Zusammenlebens in Brandenburg zu schützen, vor denen, die sie zerstören wollen, sagte der parteilose Minister.
Extremismus in Brandenburg – Zahl der Islamisten steigt kontinuierlich
Das Potenzial der Reichsbürger wird auf 1000 Personen geschätzt, etwa so viel wie im Vorjahr, aber mehr als dreimal so viel wie 2015. Insgesamt 550 Brandenburger werden dem Linksextremismus zugerechnet, 200 Personen davon werden als gewaltbereite Autonome eingestuft. Diese Zahl hat sich in den vergangenen drei Jahren nicht erhöht.
Die Zahl der Islamisten ist seit 2015 kontinuierlich gestiegen. Der Bericht geht von 225 Personen aus diesem Spektrum aus, die in Brandenburg leben, fünf mehr als 2023. Die meisten davon rekrutieren sich aus kaukasischen Zuwandern.
Spionieren Drohnen Innenministerium von Brandenburg aus?
Wilke warnte vor Cyber-Angriffen, die täglich verübt werden, wie er betonte. Darüber hinaus nehme die Zahl der Drohnenüberflüge von militärischen Einrichtungen zu. Auch über dem Innenministerium wurden solche Geräte registriert. Wilke berichtetet, dass vor den Fenstern seiner Behörde Fluggeräte beobachtet wurden, und zwar solche, die nicht im einfachen Fachgeschäft erhältlich sind. „Es gibt Dinge, die ich mir als Oberbürgermeister nicht vorstellen konnte“, betonte der vor sechs Wochen ernannte Minister.
René Wilke warnte außerdem vor Fakenews, die gezielt eingesetzt werden, die Gesellschaft zu spalten. Als Beispiel nannte er Videos, die verkündeten, die Bundesregierung plane, Arabisch als zweite Amtssprache einzuführen oder gefälschte Fotos, die Kanzler Friedrich Merz bei illegaler Robbenjagd zeigen sollen.


