Wahl 2024 in Schwedt: Papierflut bei Briefwahl – Wahlbehörde bietet Hilfe

Die Wahlbehörde in Schwedt hat einen Großteil der Briefwahlunterlagen verschickt, doch nicht jeder Wähler kommt auf Anhieb mit der Papierflut zurecht.
Friso Gentsch/Symbolbild/dpaAm 9. Juni 2024 finden in Brandenburg landesweit Kommunalwahlen und die Europawahl statt. Bei den Kommunalwahlen 2024 können die Bürger Vertreter für ihre Kreistage, Gemeindevertretungen, Stadtverordnetenversammlungen, ehrenamtliche Bürgermeister, Ortsbeiräte und Ortsvorsteher wählen.
Mehr als 10.000 Kommunalpolitiker und -politikerinnen stehen brandenburgweit auf den verschiedensten Stimmzetteln. Allein in Schwedt kämpfen 149 Kandidaten um 32 Sitze in der Stadtverordnetenversammlung.
So mancher Wähler, der sich für die Briefwahl entschieden hat, sieht sich nun plötzlich einer Papierflut gegenüber und wird zum Teil von ihr verschreckt.
Spezielle Wegweiser für die Briefwahl
„Wer Briefwahlunterlagen bei der Schwedter Wahlbehörde angefordert hat, bekommt diesmal sehr viel Papier in einem großen Umschlag“, bestätigt auch Heike Voigt, Leiterin der Wahlbehörde in Schwedt. Doch anstatt in Panik zu verfallen, sollen die Briefwähler die Ruhe bewahren und die Unterlagen genauer sichten.
„Es ist wichtig, dass die Bürger die Anleitungen genau befolgen und sich Zeit nehmen, um sicherzustellen, dass ihre Stimmen auch richtig gezählt werden können“, empfiehlt Heike Voigt. Die Wahlbehörde bietet hierbei Hilfestellung in Form von speziellen Wegweisern für die Briefwahl, die die verschiedenen Wahlunterlagen für die Europawahl, Kreistagswahl und Gemeindewahl klar kennzeichnen.
Jede Wahl hat für Unterlagen ein eigenes Farbsystem
Hilfreich sei es auf jeden Fall, die jeweiligen Wahlunterlagen voneinander getrennt zu behandeln. Wer sich dann den „Wegweiser“ daneben legt und die Anleitung konsequent „abarbeitet“, wird schnell feststellen, dass es kein Hexenwerk ist. „Im großen Umschlag für die Briefwahl pro Wahl gibt es einen eigenen Wegweiser für die Briefwahl“, erklärt Heike Voigt.
Auf diesen Wegweisern sehe man schon die jeweiligen Farben, die für die Unterlagen verwendet werden. Rosa und weiß für die Europawahl, gelb und creme für die Kreistagswahl. Die Unterlagen für die Gemeindewahlen in der Kernstadt Schwedt bestehen aus grünem Wahlschein, blauen Stimmzettel, grauem Stimmzettelumschlag und grünem Wahlbrief – genauso wie auf dem zugehörigen Wegweiser abgebildet.

Jede Wahl hat seine eigenen Farben: Hier sind die Briefwahlunterlagen für Pinnow zu sehen.
Oliver VoigtWer in einem Ortsteil wohnt und an der Briefwahl teilnimmt, dem ist für die Wahl des Ortsbeirates zusätzlich ein violetten Stimmzettel hinzugefügt. Für Pinnow gibt es einen grünen Wahlschein, blauen Stimmzettel, rosa Stimmzettel für die Bürgermeisterwahl, grauen Stimmzettelumschlag und grünen Wahlbrief.
Und man braucht eigentlich nur diesen Wegweiser abzuarbeiten, um am Ende zu einem Wahlbrief zu kommen, der bereits adressiert ist und den man auch nicht mehr mit einer Briefmarke versehen muss und der dann in jedem beliebigen Postkasten gesteckt werden kann.
„Wir haben am Ende also einen roten Wahlbrief für die EU-Wahl, einen gelben Wahlbrief für die Kreistagswahl, der nach Prenzlau gesendet wird und den grünen Wahlbrief für die Kommunalwahl. Während die Bürger in Schwedt in der Kernstadt nur die Stadtverordnetenversammlung wählen, haben diese eben nur den großen blauen Stimmzettel bekommen.“

Heike Voigt, Leieterin der Wahlbehörde Schwedt, zeigt die Infotafel mit den Briefwahlunterlagen, die vor der Meldebehörde im Schwedter Rathaus steht.
Oliver VoigtAntrag auf Briefwahl auch persönlich im Rathaus möglich
Derzeit wurden für Pinnow 70 Wahlscheinanträge und Briefwahlunterlagen je Wahl bearbeitet. In Schwedt lag die Zahl (Stand 23. Mai 2024) bereits bei 2.813, etwa 1.000 sollten in den folgenden drei Werktagen abgearbeitet sein, so Heike Voigt. „Unser Ziel ist es, bis zum Montag fertig zu sein. Das heißt, wenn am Montag jemand einen Antrag auf Briefwahl stellt, können wir am Dienstag die Wahlunterlagen in die Post geben. Zudem besteht die Möglichkeit, den Antrag persönlich im Rathaus zu stellen. Dazu muss man sich auch nicht gesondert in der Meldebehörde anstellen, es gibt einen zusätzlichen Schalter. Eine Nummer muss man natürlich ziehen“, ergänzt Heike Voigt.
Im Wartebereich der Meldebehörde wurde auch eine Informationstafel aufgestellt, auf der die Briefwahlunterlagen mit den entsprechenden Wegweisern dargestellt und beschrieben sind.


