Wegen Niedrigwasser: Berlin und Brandenburg lockern Sonntagsfahrverbot für Lkw

Auch am Sonntag bald vollere Straßen: Berlin und Brandenburg lockern das Sonntagsfahrverbot für Lkw.
Sina Schuldt/dpa- Berlin und Brandenburg lockern das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw bis 31. August 2026.
- Grund ist anhaltendes Niedrigwasser, das die Binnenschifffahrt stark beeinträchtigt.
- Auch das Samstagsfahrverbot in der Ferienreisezeit wird für betroffene Transporte ausgesetzt.
- Erlaubt sind Güterfahrten und nötige Leerfahrten über 7,5 Tonnen – Großraum- und Schwertransporte nicht.
- Minister betonen: Die Ausnahmen sichern Lieferketten und sind befristet sowie präventiv.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wegen der anhaltenden Niedrigwasserlage wollen auch Berlin und Brandenburg den Transport von Gütern auf der Straße erleichtern. Wie die beiden Länder am 12. August 2026 mitteilten, gelten ab sofort bis einschließlich 31. August 2026 befristete Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw. Auch das Samstagsfahrverbot in der Ferienreisezeit vom 1. Juli bis 31. August wird für die betroffenen Transporte ausgesetzt.
Die Ausnahmen betreffen geschäftsmäßige oder entgeltliche Beförderungen von Gütern, die üblicherweise über Binnenschifffahrtsstraßen transportiert werden und deren Beförderung durch das Niedrigwasser beeinträchtigt ist. Auch erforderliche Leerfahrten sind eingeschlossen.
Hintergrund sind die anhaltend sehr niedrigen Wasserstände auf den deutschen Wasserstraßen. Die Binnenschifffahrt ist dadurch erheblich beeinträchtigt – insbesondere am Rhein. Güter, die wegen der eingeschränkten Schiffbarkeit nicht oder nur begrenzt auf dem Wasserweg transportiert werden können, müssen teilweise auf Straße und Schiene verlagert werden.
Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und das Saarland hatten schon seit dem vergangenen Wochenende eine Lockerung beschlossen. Hessen, Hamburg und Schleswig-Holstein haben ebenfalls schon reagiert. Baden-Württemberg, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern wollen am kommenden Wochenende nachziehen. Laut dpa halte Sachsen weiterhin am Lkw-Fahrverbot fest und verweist auf mögliche Ausnahmegenehmigungen, die in Einzelfällen erteilt werden können.
Verkehrsminister Crumbach: „Ausnahme schafft Spielraum“
Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach erklärte, auch Brandenburg sei von den Folgen des anhaltenden Niedrigwassers betroffen. Wo Güter nicht mehr zuverlässig auf dem Wasserweg transportiert werden könnten, müssten kurzfristig zusätzliche Transporte auf Straße und Schiene ermöglicht werden. Mit der befristeten Ausnahme werde der notwendige Spielraum geschaffen, um Lieferketten zu sichern, ohne das Sonntagsfahrverbot generell infrage zu stellen.
Berlins Verkehrssenatorin Ute Bonde erklärte, die Metropolregion Berlin-Brandenburg handle gemeinsam präventiv und temporär, um Lieferketten nicht zu beeinträchtigen und die Wirtschaft zu unterstützen.
Die Regelungen gelten für Lkw mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 7,5 Tonnen sowie für Lkw mit Anhängern. Großraum- und Schwertransporte sind von den Ausnahmen ausdrücklich ausgenommen.
Berlin und Brandenburg stimmen sich nach eigenen Angaben zur weiteren Entwicklung der Niedrigwasserlage eng mit dem Bund und den anderen Ländern ab. Am Mittwoch hatten sich die Verkehrsminister von Bund und Länder in einer Videokonferenz zur Niedrigwassersituation zusammengeschaltet.
Eine pauschale Freigabe des Sonntagsverkehrs für Lkw zieht Brandenburg nach Informationen dieses Nachrichtenportals jedoch nicht in Betracht.

