Wetter in Berlin und Brandenburg: Hier droht heute schwerer Sturm

Der Windsack auf der Jann-Berghaus-Brücke in Leer, Ostfriesland, steht fast horizontal in der Luft. Auch auf Berlin und Brandenburg rollt das Orkantief Zoltan zu. Wie schlimm wird es?
Lars Penning, dpaWährend in Berlin und Brandenburg zum Wochenstart milde Temperaturen vorherrschten, wird es am heutigen Donnerstag und in den kommenden Tagen stürmisch. An manchen Orten in Deutschland droht sogar ein Orkan.
- Wie wird das Wetter vor Weihnachten in Berlin und Brandenburg?
- Wo muss man sich auf Sturm oder sogar Orkan einstellen?
Schwere Sturmböen Berlin und Brandenburg
Sturmtief Zoltan beschert den Menschen in Berlin und Brandenburg stürmische Vorweihnachtstage. Der heutige Donnerstag ist von Wind– und Sturmböen geprägt, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. SIn Südbrandenburg hat es am Donnerstag Dutzende Feuerwehreinsätze wegen des Sturms gegeben. Laut Feuerwehr wurden ab dem Nachmittag bis in die frühen Abendstunden rund 68 Einsätze registriert. In Berlin ist ein Mensch einem Sprecher zufolge durch einen umgestürzten Baum im Spandauer Ortsteil Hakenfelde verletzt worden. Genauere Angaben dazu gab es bislang nicht.
Auch im Norden und Westen Brandenburgs seien Rettungskräfte laut den zuständigen Feuerwehren etwa 60 Mal ausgerückt. In Kleinmachnow (Landkreis Potsdam–Mittelmark) kippte am Nachmittag Gemeindeangaben zufolge ein großer Weihnachtsbaum samt Lichterkette auf dem Rathausplatz um. Dabei sei er auf einem dort stehenden Kleintransporter gelandet. Verletzte habe es demnach nicht gegeben. Die Feuerwehr habe den Baum zügig abtransportiert. Zuvor hatte die „Märkische Allgemeine“ berichtet.
In Berlin und im Oderland hingegen blieb es mit jeweils zehn registrierten Einsätzen der Feuerwehr bis zum Abend deutlich ruhiger.
Vom Vormittag an wird es dann in ganz Berlin und Brandenburg windig. Sturmböen mit bis zu 85 km/h treten ab den Mittagsstunden auf. Zusätzlich ist ab dem Nachmittag mit starken Schauern und Gewittern zu rechnen.
Lokal sind den Meteorologen zufolge schwere Sturmböen mit bis zu 100 km/h möglich. Mit bis zu zehn Grad bleibt es dabei aber mild.
In der Nacht zum Freitag (22.12.2023) sind weiterhin teils schwere Sturmböen möglich. Bis auf zwei Grad sinken die Temperaturen. Über die Nacht hinweg sind gebietsweise Schauer, ab dem Morgen dann Schneeschauer zu erwarten. Auch tagsüber kann es weiter stürmisch werden.
Zeitweise gibt es Regen, Schneeregen oder Graupelschauer in Berlin und Brandenburg. Teilweise sind jedoch auch Auflockerungen möglich. Höchstens sechs Grad sind am Freitag zu erwarten.
Zum Samstag (23.12.2023) hin sinken die Temperaturen auf minus ein Grad, regional kann es Schneeschauer geben. Vereinzelt besteht dann Glättegefahr durch überfrierende Nässe. Windig bleibt es weiterhin, auch Böen und stürmische Böen sind nicht ausgeschlossen. Am Samstag gibt es über den Tag verteilt bei Höchsttemperaturen von fünf Grad immer wieder längere heitere Phasen. Schneeregen, Windböen und vereinzelt auch stürmische Böen sind jedoch weiterhin zu möglich.
In der Nacht vor Heiligabend kühlt es bis auf null Grad ab. Dabei kann wird es gebietsweise nass werden und es weht ein schwacher bis mäßiger Wind.
Am Sonntag (24.12.2023) wird es bei milden neun Grad stark bewölkt und regnerisch. Windböen sind lokal weiterhin möglich. Zum Heiligabend und in der Nacht bleibt es bewölkt und nass. Bei milden Tiefstwerten von fünf Grad müssen sich die Menschen in Berlin und Brandenburg jedoch weiterhin auf Wind und stürmische Böen in der Weihnachtsnacht einstellen.
Sturmschäden am Gebäude: Ab wann zahlt die Versicherung?
Stürme verursachen Schäden durch umstürzende Bäume und umherfliegende Gegenstände. Das kann für die Geschädigten richtig teuer werden. Versicherungen zahlen Sturmschäden in der Regel ab Windstärke 8, das entspricht einer Windgeschwindigkeit von mehr als 62 Kilometern pro Stunde. Zum Nachweis kann z.B. das Archiv der aktuellen Windspitzen von WetterOnline genutzt werden. Die Archivdaten sind allerdings kostenpflichtig.
Fegt der Sturm aber einen Blumentopf vom Balkon, verletzt Passanten oder beschädigt Gegenstände, greift die Haftpflichtversicherung. In jedem Fall sollte der Schaden so schnell wie möglich der Versicherung gemeldet werden, denn für spätere Folgeschäden kommt keine Versicherung auf.
Stürzt ein gesunder Baum auf das eigene Haus, kommt in der Regel die eigene Hausratversicherung für den Schaden auf. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um den eigenen Baum oder den eines Nachbarn handelt. Anders sieht es aus, wenn der Baum bereits Vorschäden hatte.




