Wetter in Berlin und Brandenburg
: Schafskälte im Sommer, kommt nach Regenzeit Bodenfrost?

Das Wetter in Berlin und Brandenburg wird etwas trockener, aber dafür auch kälter - zumindest nachts. Die Schafskälte steht in den Startlöchern. Was das bedeutet und wie das Wetter am Wochenende wird.
Von
Doreen Matschuk
Berlin/Potsdam
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Die Schafskälte tritt jedes Jahr im Juni auf. Dann heißt es für kurze Zeit: adé warme Sommertage. Doch was ist die Schafskälte eigentlich?

Das Wetter in Berlin und Brandenburg wird trockener, aber auch kälter - zumindest nachts. Die Schafskälte steht in den Startlöchern. Was das bedeutet und wie das Wetter am Wochenende wird. (Symbolbild)

Axel Heimken/dpa

Das Wetter in Berlin und Brandenburg bleibt durchwachsen. Der richtige Sommer ist noch nicht in Sicht, anstelle dessen sieht es eher nach einer Schafskälte aus. Was genau es damit auf sich hat und wie das Wetter am Wochenende wird.

Übersicht:

  • Das Wetter heute
  • Die Wetteraussichten am Wochenende in Berlin und Brandenburg
  • Was ist die Schafskälte?

Freitag bleibt es überwiegend trocken

Zum Ende der Woche erwarten uns in Berlin und Brandenburg einige Sonnenstrahlen und mäßig warmes Wetter. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) wird es am Freitag (07. Juni) zwischen den Wolken auch längere sonnige Phasen geben. In den meisten Regionen bleibt es trocken, nur vereinzelt kann es zu Schauern kommen. Die Temperaturen erreichen tagsüber 18 bis 21 Grad, während es nachts mit 10 bis 7 Grad deutlich kälter wird.

Mix aus Sonne und Wolken am Wochenende

Das Wochenende beginnt mit einer Mischung aus Sonne und Wolken. Am Samstag (08. Juni) ist der Himmel im nördlichen Brandenburg teilweise stark bewölkt. Tagsüber bleibt es trocken und am Abend kann es in der Prignitz etwas regnen. Die Temperaturen steigen auf 21 bis 24 Grad, in Spreewald und Lausitz sogar bis auf 26 Grad. Der Wind weht zunächst schwach, am Nachmittag und Abend zeitweise mäßig, mit vereinzelten Böen. In der Nacht zum Sonntag (09. Juni) bedecken einige Wolken den Himmel. Die Temperaturen sinken auf frische 12 bis 8 Grad. Der Sonntag verspricht sonnige Abschnitte und bleibt trocken. Die Temperaturen erreichen 18 bis 21 Grad.

So sieht die aktuelle Wetterlage aus

Der Grund für das ungewöhnlich kühle Wetter liegt in einem starken Tiefdruckgebiet über dem Norden Europas, das immer wieder kalte Luftmassen nach Mitteleuropa bringt. In der nächsten Woche erwartet uns daher wechselhaftes Schauer- und Regenwetter, begleitet von Höchsttemperaturen zwischen 12 und 20 Grad. Besonders im Nordwesten wird zudem ein frischer Wind wehen. Die Nächte werden überwiegend kühl sein, mit Temperaturen im einstelligen Bereich. Lokal kann es sogar zu Bodenfrost kommen, besonders in einigen Tälern der Mittelgebirge. Im äußersten Südosten Deutschlands wird es etwas milder sein.

Die Schafskälte ist im Anmarsch

Was hat es nun eigentlich mit der Schafskälte auf sich? „Die Schafskälte ist ein gebräuchlicher Begriff für einen Kälteeinbruch im ersten oder zweiten Junidrittel. Das passt in diesem Jahr also ganz gut. Oft treffen diese alten Bauernregeln aber nicht jedes Jahr zu: Eine vergleichbare Kälteperiode gab es zuletzt Anfang Juni 2020“, erklärt Niklas Weise, Meteorologe von WetterOnline.

Der Ursprung des Begriffs stammt von den Schäfern. Traditionell erfolgt die Schafschur bereits im Juni. Aufgrund möglicher plötzlicher Kälteeinbrüche bis etwa zum 20. Juni stellt dies eine Bedrohung für frisch geschorene Schafe dar, insbesondere für Mutterschafe und Lämmer.

Im Volksmund wird die Zeit der Schafskälte oft mit dem St. Barnabas-Tag um den 11. Juni in Verbindung gebracht. Allerdings kann der Kälteeinbruch zu einem früheren oder späteren Zeitpunkt eintreten und sogar bis zum offiziellen Sommeranfang anhalten.

Leselust am Wochenende
Sonntag um 6.00 Uhr
Eine frische Tasse Kaffee und Zeit für die wirklich wichtigen Lesestücke – hier sagen wir Ihnen, welche Geschichten Sie nicht verpasst haben sollten diese Woche.