Die Chefin des Hauptstadtflughafens BER, Aletta von Massenbach, hat am Donnerstag (30. Juni) über die Vorbereitungen für die anstehende Sommerreisezeit in Berlin und Brandenburg informiert. Einen Tag nach Ferienbeginn, also am 8. Juli, erwarte man mit 80.000 Passagieren den ersten Spitzentag. Insgesamt kalkuliere man in den Schulferien mit drei Millionen Passagieren.
Man habe am BER die „Produktionskapazität“ zuletzt verdreifacht, sei aber immer noch in der Pandemie, also von Krankheitsfällen im eigenen Bereich oder bei anderen Akteuren betroffen. „Wir sind nicht beunruhigt, müssen uns aber auf Unregelmäßigkeiten einstellen und wissen nicht, wann sie auftreten werden“, beschrieb von Massenbach die Herausforderungen im komplexen Luftverkehrssystem.

119 Automaten soll es für die Gepäckaufgabe geben

Die eigenen Hausaufgaben habe man gemacht. Weihnachten, Ostern und Pfingsten seien am BER gut verlaufen, nachdem es in den vergangenen Herbstferien Probleme gegeben habe. Die Airport-Chefin hob Verbesserungen beim Check-in hervor. Der Online-Check-in bei den Airlines funktioniere inzwischen fast wieder wie vor der Pandemie. Reisenden mit Lufthansa, Eurowings und Easyjet empfehle sie die Gepäckaufgabe am Vorabend. Bei Easyjet sei dieser Vorabend Bag Drop am BER ab dem 1. Juli ganz neu. Damit es in den Terminals 1 und 2 schnell geht, habe man insgesamt 119 Automaten für die Gepäckaufgabe am Start. „Das bringt Erleichterung und Beschleunigung. Mitarbeiter der Flughafengesellschaft werden den Menschen bei den Prozessen helfen“, versprach von Massenbach.
Ein schwieriger Punkt sei die Sicherheitskontrolle. Hier gebe es eine Bitte an die Reisenden: „Bitte packen Sie gut! Flüssigkeiten und Elektrogeräte sollten aus dem Handgepäck schnell herausgeholt werden können und langes Suchen vermieden werden“, sagte von Massenbach. Sie empfehle den Fluggästen, zweieinhalb Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein. „Es ist für alle einfacher, wenn es entspannt losgeht. Und es ist ja auch schön am BER.“

Probleme mit der Infrastruktur laut BER-Chefin behoben

Personalengpässe habe die Flughafengesellschaft nicht. Man habe deshalb auch nicht nachlegen müssen, sagte die Flughafen-Chefin. Die Engpässe der jüngeren Vergangenheit am BER hätten von Problemen der Infrastruktur hergerührt, die nun behoben seien. Die Zusicherung, dass es nicht zu Chaos wie zuletzt in Nordrhein-Westfalen kommt, konnte Aletta von Massenbach jedoch nicht geben. „Wir sind vorbereitet, tun alles Erdenkliche, um das zu verhindern. Wir haben die Prozesse in den Terminals optimiert“, betonte sie. Aber wenn Crews wegen Krankheit nicht am Flughafen erscheinen oder Dienstleister auch an anderen Flughäfen Probleme haben, könne das auch in Schönefeld zu Verspätungen führen.
Teilweise gute Nachrichten gab es von den defekten Laufbändern im Terminal 1. Die ersten acht von insgesamt 17 Bändern würden in diesen Tagen wieder an den Start gehen, sagte Aletta von Massenbach.
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