Der frühere Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) ist am Freitag in den Aufsichtsrat von ArcelorMittal Eisenhüttenstadt gewählt worden. Der 53-Jährige nimmt dort das sogenannte neutrale Mandat wahr, das sowohl von der Arbeitgeber- als auch der Arbeitnehmerseite gemeinsam vorgeschlagen wird. Gerber löst Burkhard Dreher in dieser Funktion ab, der in der zweiten Hälfte der 1990er-Jahre in Brandenburg das Wirtschaftsressort leitete.
Gerber war von 2009 bis 2014 Chef der Staatskanzlei und anschließend bis 2018 Wirtschaftsminister. Vor zwei Jahren trat er aus familiären Gründen zurück. Nach Ablauf der zweijährigen Karenzzeit, in der keine Tätigkeit wahrgenommen werden darf, die mit seinem früheren Amt in Zusammenhang steht, will er nach eigener Aussage dazu beitragen, dass der Stahlstandort und seine Beschäftigten die Herausforderungen meistern, die vor ihnen stehen. Der Potsdamer bezieht als früherer Staatssekretär ein Ruhegehalt, mit dem die Aufsichtsratsvergütung verrechnet wird.