Wohnen in Berlin-Spandau
: Wohnungen nach eigenen Wünschen – auch mit Sauna und Kletterwand

In einem Wohnquartier in Spandau können Wohnung nicht nur nach der gewünschten Größe ausgesucht werden, sondern nach individuellen Vorlieben. Im Frühjahr 2024 kommen 482 Wohnungen auf den Mietmarkt.
Von
Jessica Neumayer
Spandau
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1800 Wohnungen sollen bis 2025 im Havelufer-Quartier entstehen. Das Besondere an den Wohnungen ist, dass sie nach individuellen Wünschen der Mietenden ausgerichtet werden können.

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Der Mietmarkt bietet nicht viele Möglichkeiten der Auswahl. Nach monatelanger Suche sind die meisten Mietenden froh, überhaupt etwas Passendes gefunden zu haben. Ein Bauprojekt in Berlin-Spandau überrascht dagegen mit einem ganz besonderen Angebot: Wohnungen für Sportfans, für Nachhaltigkeitsliebhaber oder für die Ansprüche der Generation 50plus.

Insgesamt entstehen im Havelufer-Quartier im Stadtteil Hakenfelde 1800 Mietwohnungen in verschiedenen Größen und Extraoptionen. Ein Teil der Wohnungen kann schon ab April 2024 bezogen werden.

Wohnen und Lifestyle am Wasser

Seit 2021 entstehen in der Streitstraße 5–19 in Berlin-Spandau auf einer Fläche von 130.000 Quadratmetern, also umgerechnet 18 Fußballfeldern, eine kleine eigene Welt. Geplant sind 1800 Wohnungen insgesamt. 2023 sind davon schon 234 Einheiten vermietet worden. Bald stehen die nächsten 482 Mietwohnungen zwischen Carossapark und Maselakepark zur Verfügung.

Neben den Wohnungen soll es im sogenannten Havelufer-Quartier auch Restaurants, Läden und eine Kita mit 100 Plätzen geben. „Die Kita ist bereits übergeben und wird vom Betreiber Fröbel gerade ausgebaut“, bestätigt Sevda Sönmez, Geschäftsführerin Projektentwicklung Europa beim Investmentmanager Patrizia – zusammen mit der Kauri Cap GmbH für die Entwicklung des Quartiers verantwortlich – auf Nachfrage.

Ab April 2024 solle die Kita eröffnet werden. Das Restaurant im Casino kann voraussichtlich im Mai das erste Mal Gäste empfangen. „Alle weiteren Gewerbeeinheiten werden voraussichtlich bis 2025 fertiggestellt und Mietern übergeben“, fügt Sönmez hinzu.

234 Wohneinheiten wurden 2023 schon vermietet worden. 428 Wohnungen gehen im ersten Quartal 2024 auf den Mietmarkt. Bis 2025 sollen das Wohnungsbauprojekt fertig sein.

Jessica Neumayer

Zu diesen Gewerbeeinheiten zählen Gemeinschaftsbereiche wie das Clubhouse oder eine Rooftop Lounge als lebendige Treffpunkte. Eine Boulderhalle sowie ein Fitnesscenter mit Spa-Bereich, eine DIY-Werkstatt und Outdoorsportbereiche sind ebenfalls für das Quartier geplant. „Die Community Spaces sind wesentliche Elemente des Havelufer Quartiers. Sie sollen unsere Mieter, aber auch die Nachbarschaft, zusammenzubringen“, sagt Torsten Bergner, Leiter Asset Management für Wohn- und Gesundheitsimmobilien Dach bei der Patrizia.

Individuelles Wohnen am Havelufer

Durch die Lage direkt am Maselakekanal ist ebenfalls ein Kanuverleih Teil der Planung und falls die eigene Wohnung mal zu eng wird, soll es Gästezimmer geben, die temporär dazu gemietet werden können.

Verfügbarer Wohnraum und eine gute Lage mit allem, was man im Alltag benötigt, klingt traumhaft für Wohnungssuchende. In der Tat sind Supermärkte und Drogerien nur wenige Meter entfernt. Doch die Wohnungen, die durch Stuck Immobilien Consult vermietet werden, haben noch einen besonderen Fokus. Bei der Bauplanung wurde nicht in Kategorien wie Familien- oder Singlewohnungen gedacht. Für die Wohnungen werden besondere Ausrichtungen je nach Vorliebe der Mietenden definiert.

Sonderausstattungen und Preise

Als Orientierung dienen folgende Kategorien: „bloom – green, healty, living“, „vivify – ready, steady, live!“ und „lebegut – entspannt wohnen an der Havel“. Mit dieser Ausrichtung sollen Naturliebhaber, Sportfans oder sogenannte Silver-Ager, also Personen über 50 Jahre, angesprochen werden.

Konkret schlägt sich die spezielle Einteilung dann in der Wohnungsausstattung nieder. Mietende können zwischen zehn Optionen für Sonderausstattungen wählen, wie beispielsweise einer Indoor Sauna, einem Gewächshaus, einer Premium Einbauküche, einer Boulderwand oder einem Weinkühlschrank. Dies spiegelt sich dann auch im Preis wider.

Die Kauri Cab GmbH ist zusammen mit der Patrizia AG für die Entwicklung des Quartiers verantwortlich. 67 Wohnungen im Bestand der beiden Unternehmen sind sozial geförderter Wohnraum. 219 weitere sozial geförderte Wohnungen werden vom landeseigenen Wohnungsunternehmen Howoge verwaltet.

Jessica Neumayer

Die günstigste Miete ist derzeit im Bereich vivify zu finden. Die Warmmiete für 48 Quadratmeter beträgt 975 Euro. In der Kategorie Bloom gibt es gerade die teuerste Wohnungsmiete – 134 Quadratmeter für 2893 Euro. Der Preis einer durchschnittlichen Warmmiete liegt also bei allen Wohnungen bei über 20 Euro pro Quadratmeter.

Sozial geförderter Wohnraum im Quartier

Es soll jedoch auch günstigeren Wohnraum im Havelufer-Quartier geben. Drei der insgesamt 20 Gebäude werden durch das landeseigene Wohnungsunternehmen Howoge entwickelt. Zwei Häuser mit sechs Etagen sowie einem Staffelgeschoss und eines mit fünf Etagen und einem Staffelgeschoss. Insgesamt sind 219 geförderte Wohnungen geplant. Fertiggestellt sollen diese jedoch erst im Dezember 2025 sein.

Doch auch unter den Wohnungen der privaten Wohnungsgesellschaft wird es sozial geförderten Wohnraum geben. „Gemäß dem städtebaulichen Vertrag errichten wir 67 Einheiten, die im April zur Vermietung bereitstehen“, bestätigt Tanja Kluge, stellvertretende Direktorin Projektentwicklung bei Patrizia.

Smart Home und Community-Feeling durch Quartiers-App

Mit einer Wohnung im Havelufer-Quartier bekäme man nicht nur Wohnraum, sondern ein ganzes urbanes Dorf dazu, heißt es auf der Webseite des Quartiers. Diese eigene Gemeinschaft wird in einer Quartiers-App organisiert und von einem sogenannten Feelgood-Manager betreut. Mit der App wird ebenso die Smart-Home-Ausstattung bedient, mit der zum Beispiel auch aus der Ferne die Tür für den Wäschedienst geöffnet werden könne. Jede Wohnung verfüge über Glasfaser Internet, Smart Home Funktionen und ein intelligentes Thermostat.

Aufgeführte Smart Home Funktionen gibt es in den Wohnungen des städtischen Wohnungsunternehmens nicht, bestätigt Annemarie Rosenfeld, stellvertretende Pressesprecherin der Howoge. Jedoch wird die Quartiers-App auch Funktionen und Angebote bieten, die sich an alle Nachbarin richten, bemerkt Thorsten Bergner der Patrizia AG.

Historisches Erbe trifft modernes Wohnen

Die modernen Gebäude des Havelufer-Quartiers entstehen auf einem geschichtsträchtigen Gelände. Die insgesamt 20 Häuser werden auf einem Areal gebaut, das während des Zweiten Weltkrieges als Luftfahrtgerätewerk für Siemens & Halske genutzt wurde. Benannt wurde es nach Hans Carossa, einem bayrischen Arzt, Lyriker und Autoren. Heute erinnert nur noch der nahegelegene Park an Carossa. Vier der Häuser auf dem Gelände stehen auch heute noch unter Denkmalschutz.

Die ehemalige Industriefläche lag lange Zeit brach, bis 1990 mit der Umwandlung der ehemaligen Rüstungs- und Industriestandorte in der Wasserstadt begonnen wurde. Geschichtsträchtig kann auch eine mögliche weitere öffentliche Anbindung des Quartiers sein. „[...] Gemeinsam mit dem Investor werbe ich beim Senat dafür, dass die Siemensbahn perspektivisch hier am Havelufer-Quartier haltmachen wird […]“, wird auf der Webseite des Investors Patrizia aus der Rede des Bezirksstadtrats Thorsten Schatz beim Richtfest im September 2022 zitiert.

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