Zukunftspreis Brandenburg 2023: Das sind die Preisträger

Der Zukunftspreis 2023 ging an sechs Unternehmen, die sich durch Kreativität, Mut, Innovation und hohem Ausbildungsniveau auszeichnen.
Fotoatelier Goethe- Der Zukunftspreis Brandenburg 2023 wurde an sechs Unternehmen verliehen.
- 104 Bewerber, 12 Nominierte; Verleihung im Holiday Inn Berlin Airport Conference Centre.
- Preisträger: Helmut Magdeburg GmbH, Tinglev Elementfabrik GmbH, Gas Neumann Versorgungstechnik GmbH, Tilse GmbH, Golem – Kunst und Baukeramik GmbH, Bosig Baukunststoffe GmbH.
- Unternehmen zeigen Innovation, Kreativität und hohes Ausbildungsniveau.
- Ministerpräsident Woidke lobte die Preisträger.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Vor knapp einem Jahr stand Bastian Heuser mit seinen Mitstreitern im Mittelpunkt eines festlichen Abends. Ihre Spreewood Distillers in Schlepzig (Dahme-Spreewald) gehörte zu den sechs Preisträgern des Zukunftspreises. „Es hat uns sehr gefreut, dass wir den Preis gewinnen konnten. Die Anerkennung hat vor allem unsere Mitarbeiter motiviert“, erinnert sich Heuser, einer der Inhaber. Wie viele Neukunden das Unternehmen durch die Verleihung gewonnen hat, lässt sich zwar nicht genau messen, aber in der Außenwahrnehmung zeige der Preis Wirkung. „Kunden und Lieferanten nehmen die Auszeichnung wahr und sprechen uns darauf an“, so Heuser.
Spreewood ist die erste reine Roggen-Whiskey-Destillerie Deutschlands und eine von nur fünf Whiskey-Destillerien in ganz Europa, die sich dem Urgetreide Nordeuropas widmet.
So viele Bewerber wie seit Jahren nicht
Auch in diesem Jahr hat die Jury unter 104 Bewerbern – so viele wie seit 2016 nicht – und dann zwölf Nominierten sechs Preisträger des Zukunftspreises, dem wichtigsten Wirtschaftspreis Brandenburgs, ermittelt. Sie zeigen besondere unternehmerische Leistungen und verkörpern damit Beispiele, die Mut machen: Geehrt werden kreative, aktive und innovative Unternehmerinnen und Unternehmer, die auch in schwierigen Zeiten die Ärmel hochkrempeln und in die Zukunft investieren. Geehrt wurden sie am Freitag (1. Dezember) im Holiday Inn Berlin Airport Conference Centre in Schönefeld.
Wer sind die Preisträger?
Die Preisträger erwirtschafteten im Jahr 2022 einen Umsatz von mehr als 73 Millionen Euro. Sie beschäftigen rund 530 Frauen und Männer und bilden über 45 junge Menschen aus. Der Zukunftspreis 2023 schließt eine Stele, einen hochwertigen Imagefilm, eine Urkunde und das Recht ein, mit dem Label Gewinner „Zukunftspreis Brandenburg“ für sich zu werben. Zudem ist eine mediale Präsenz in Vorbereitung – in den Online- und Printausgaben der Märkischen Oderzeitung, der Lausitzer Rundschau und der Märkischen Allgemeinen Zeitung.
Die Preisträger sind:
Helmut Magdeburg GmbH aus Oranienburg (Oberhavel)
Die Helmut Magdeburg GmbH aus Oranienburg wurde unter anderem für ihr Engagement bei der Ausbildung von Jugendlichen ausgezeichnet. „Bei uns arbeiten mehrere Generationen zusammen. Wir gehen an die Schulen und bemühen uns aktiv um Nachwuchs“, gab Hennig Arndt-Schneider einen Einblick in die zukunftsgewandte Strategie seiner Firma. Als Spezialist für Elektro- und Blitzschutzanlagen hat sie in den vergangenen vier Jahren die Zahl ihrer Azubis mehr als verdoppelt, bietet Azubi-Austausche und -Lehrfahrten an. Überhaupt ist das Personalwachstum sehr hoch.
Tinglev Elementfabrik GmbH aus Altlandsberg (Märkisch-Oderland)
Tinglev steht für das Leichtgewicht der Massivhäuser. Mit beeindruckender Kreativität und technologischer Expertise hat es das Unternehmen geschafft, sich in der Branche als Vorreiter zu etablieren. Als einer der größten Arbeitgeber im Landkreis Märkisch-Oderland hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren den CO2-Verbrauch um mehr als 13 Prozent gesenkt. Das ist nicht alles: Geschäftsführerin Anja Knoll freute sich sichtlich über den Preis, den das Unternehmen auch dafür bekommen hat, dass es Frauen für die Baubranche begeistert. Wie das geht? „Ich bin selbst Vorbild und arbeite seit 25 Jahren in diesem Bereich. Deshalb möchte ich Frauen Mut machen, es auch zu versuchen“ so Knoll in ihrer Dankesrede.

Einer der sechs Preisträger ist die Tinglev Elementfabrik aus Altlandsberg. Ihr gelingt es auch, Frauen in die Branche zu bringen. Geschäftsführerin ist Anja Knoll, hier mit Mitarbeitern und Ministerpräsident Dietmar Woidke (re).
Thomas GoetheGas Neumann Versorgungstechnik GmbH aus Bestensee (Dahme-Spreewald)
120 Jahre erfolgreiche Familientradition in vierter Generation: In dem Ausbildungsunternehmen steckt eine hohe Innovationskraft. So wurde in diesem Jahr ein neuartiges Bauprojekt mit einem riesigen Eisspeicher umgesetzt. Dabei wird Energie aus gefrierendem Wasser gezogen, die dann Wärmepumpen speist.
Tilse GmbH aus Nennhausen OT Liepe (Havelland)
Der Hidden-Champion zeigt, was mit dem Material Glas möglich ist. Das Unternehmen produziert einzigartige Sicherheitsverbundgläser für den maritimen Sektor, die insbesondere in Yachten eingebaut werden. Hier hat sich Tilse an die Weltmarktspitze gearbeitet.
Golem – Kunst und Baukeramik GmbH aus Jacobsdorf OT Sieversdorf (Oder-Spree)
Ohne das Unternehmen wäre die Mehrzahl der Restaurierungen brandenburgischer Kirchen so nicht denkbar gewesen. Inzwischen werden handgefertigte Fliesen aus der Gründerzeit produziert und historische Gebäude restauriert. Golem ist europa- und weltweit das einzige Unternehmen, das Fliesen dieser Epochen originalgetreu herstellt und eine breite Produktpalette anbietet.
Bosig Baukunststoffe GmbH aus Elsterwerda (Elbe-Elster)
Das Unternehmen produziert seit über 45 Jahren Systemlösungen für Industrie, Handwerk und Bau. Es setzt auf innovative Dämmtechniken und betreibt eine eigene Entwicklungsabteilung. Bosig produziert einen Funktionswerkstoff aus Reststoffen der Polyurethanschaum-Industrie. Sie erhalten damit ein neues Leben und müssen nicht verbrannt werden.
Woidke: Zukunftspreis holt besondere Unternehmer ins Rampenlicht
Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) würdigte die Preisträger: „Ich freue mich, dass der Zukunftspreis seit vielen Jahren das richtige Format bietet, um diese ganz besonderen Unternehmerinnen und Unternehmer aus Brandenburg ins Rampenlicht zu holen. Ohne sie gäbe es keine Lösungen für unsere Probleme, keine innovativen Produkte, keine praktischen Impulse.“ Er holte weiter aus: „Brandenburg ist Champion. Wir sind in diesem Jahr das Land mit dem größten Wirtschaftswachstum.“ Obwohl sich der Brandenburger mehr nach innen freuen würde, sei es an der Zeit, auch nach außen selbstbewusster aufzutreten. „Dieser Abend ist ein Beleg, was in den letzten Jahren in unserem Land wirtschaftlich passiert ist“, betonte der Ministerpräsident.

Für den Preis wurden 12 Unternehmen nominiert, darunter Lublow Bedachungen aus Pritzwalk (Prignitz). Für sie gab es zwar keinen Preis, aber den Abend haben sie in Schönefeld genossen.
Thomas GoetheErster Zukunftspreis 2004 vergeben
Der Zukunftspreis Brandenburg wird seit dem Jahr 2014 gemeinsam von den sechs Wirtschaftskammern (HWK und IHK) in Brandenburg ausgeschrieben und veranstaltet.
Der erste Zukunftspreis wurde im Jahr 2004 für die Region Ostbrandenburg vergeben. Initiatoren waren die IHK Frankfurt (Oder) und die Märkische Oderzeitung. Im Laufe der Jahre kamen weitere Partner hinzu, weil weitere Kammern dem Kreis der Förderer beigetreten waren.
Die weiteren Nominierten
Insgesamt zwölf Unternehmen waren für das Finale des Zukunftspreises nominiert worden. Neben den Preisträgern waren das:
★ IMD Labor Oderland GmbH aus Frankfurt (Oder): Der medizinische Dienstleister investiert in innovative Technik, vergibt Bauleistungen regional und unternimmt viel, damit Mitarbeiter Familie und Beruf gut „unter einen Hut“ bekommen.
★ Elektro Eggert GmbH & Co. KG aus Altlandsberg (Märkisch-Oderland): Der Handwerksbetrieb in fünfter Generation zählt zu den Pionieren der Solarbranche und folgt stets dem aktuellen Stand der Technik.
★ Bäckerei Andreas Hoffmann aus Falkenberg/Elster (Elbe-Elster): Der klassische Handwerksbetrieb sucht in einem schwierigen Marktumfeld neue Absatzmärkte, auch im Ausland.
★ Paulinen Hof aus Bad Belzig (Potsdam-Mittelmark): Das junge Team hat in sehr kurzer Zeit das Paulinen Hof Seminarhotel zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Tagungsmarktes im Großraum Berlin etabliert – mit einem Fokus auf sinnvolle Digitalisierung.
★ Lublow Bedachungen aus Pritzwalk (Prignitz): Das Familienunternehmen vereint seit über 50 Jahren Fachkompetenzen und Erfahrungen bei Dachdecker-, Zimmerer- und Klempnerarbeiten.
★ Gladrow GmbH & CO KG aus Mittenwalde (Dahme-Spreewald): Der moderne Logistiker und Lebensmittelgroßhändler liefert in die Metropolregion Bioprodukte und konventionelle Produkte.

