Zukunftspreis Brandenburg 2024
: Nach Jury-Entscheid – das sind die Preisträger

Zum 20. Mal ist der Zukunftspreis Brandenburg vergeben worden. Unter den sechs Gewinnern sind Unternehmen aus Eberswalde, Heinersbrück, Luckau und Schwedt.
Von
Kerstin Bechly
Schönefeld
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Zukunftspreis Brandenburg 2024, das sind die Stelen für die sechs Preisträger, Preis wurde zum 20. Mal verliehen

Zukunftspreis Brandenburg 2024: Neben diesen Stelen können die sechs Preisträger mit dem Label "Zukunftspreis Brandenburg" und einem hochwertigen Imagefilm werben. Der Preis wurde zum 20. Mal verliehen. Wer sind die diesjährigen Gewinner?

Fotoatelier Thomas Goethe
  • Zukunftspreis Brandenburg 2024: Sechs Gewinnerunternehmen ausgezeichnet.
  • Preisträger: Erides GmbH, KostKutscher GmbH, AMS Alteno GmbH, BioBackHaus Leib GmbH, Paulinenhof, umetec GmbH.
  • Auszeichnungen und Imagefilme zur Förderung der Gewinner.
  • Wirtschaftlicher Erfolg: 36 Mio. Euro Umsatz, über 390 Mitarbeiter, 25 Azubis.
  • Preis betont Innovation und wirtschaftliche Trends in Brandenburg.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

"Der Preis ist für jedes Unternehmen und vor allem die Mitarbeiter als Herz der Firma eine große Auszeichnung. Die Stimmung ist toll." Martin Gründer ist die Freude anzuhören, als ihm für die Verleihung des Zukunftspreises Brandenburg 2024 gratuliert wird.

Sein Unternehmen, die Erides GmbH aus Heinersbrück (Spree-Neiße), war mit elf weiteren Unternehmen für den wichtigsten Wirtschaftspreis Brandenburgs nominiert worden.
89 Bewerbungen hatte es insgesamt gegeben. Sie durchliefen mehrere Auswahl-Runden. Am Freitag (22.11.), kurz nach 18 Uhr, steht die Jury-Entscheidung fest: Die Erides GmbH, die Objektmöbel für die Pflege- und Büroausstattung, für Hotels und Gaststätten fertigt und umfänglich in die Digitalisierung ihrer Produkte und Prozesse investiert, ist einer der sechs Preisträger.

Unternehmen in Brandenburg – Werben mit Image-Film

Für ihr kreatives, aktives und innovatives Unternehmertum überreichte Brandenburgs scheidender Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) den Gewinnern im Holiday Inn Berlin Airport Conference Centre in Schönefeld eine Stele und eine Urkunde. Mehr noch: Die Firmen haben nun auch das Recht, mit dem Label Gewinner „Zukunftspreis Brandenburg“ für sich zu werben – und mit einem hochwertigen Imagefilm.

Gewinner des Zukunftspreises Brandenburg 2024, der zum 20. Mal verliehen wurde, sind neben der Erides GmbH Heinersbrück:

Die KostKutscher GmbH aus Schwedt, ein nachhaltig aufgestellter Lieferdienst in der Uckermark von Speisen, Getränken sowie weiteren regionalen Produkten. Ergänzt wird das Angebot unter anderem mit der Versorgung von Ferienwohnungen sowie bei Wanderungen/Radtouren.

Die AMS Alteno GmbH aus Luckau (Dahme-Spreewald), Zulieferer eines großen Kranherstellers. Ein zweites, innovatives Standbein ist der maritime Sektor. Der Betrieb fertigt eine spezielle Bootshebeanlage mit Klarwasserhydraulik, die Bootsrümpfe schützt.

Die BioBackHaus Leib GmbH aus Wustermark (Havelland), die als alternatives Kollektiv ohne Chef entstand und sich zum BioBackHaus mit 13 Filialen und klarem Fokus auf Qualität und Nachhaltigkeit entwickelte. Mit Robotern und modernen Maschinen wird die körperliche Belastung des Personals reduziert.

Zukunftspreis Brandenburg 2024: Die Erides GmbH Heinersbrück (Spree-Neiße) ist einer der sechs Preisträger, Geschäftsführer Martin Gründer (2.v.l.) neben Wirtschaftsminister Jörg Steinbach

Große Freude: Die Erides GmbH Heinersbrück (Spree-Neiße) ist einer der sechs Preisträger des Zukunftspreises Brandenburg 2024. Der scheidende Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (li) überreichte die Urkunde an Geschäftsführer Martin Gründer (2.v.l.), der mit vier Mitarbeitern gekommen war.

Fotoatelier Goethe

Der Paulinenhof aus Bad Belzig (Potsdam-Mittelmark), dessen junges Team den Paulinenhof zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Tagungsmarktes im Großraum Berlin etabliert hat – mit frischen Ideen und einem Fokus auf sinnvolle Digitalisierung für Business Meetings, hybride Tagungen oder Hochzeitsfeiern.

Die umetec GmbH aus Eberswalde, die einen starken Fokus auf die Branche der erneuerbaren Energien legt. Gefertigt werden unter Einhaltung höchster Sicherheits- und Qualitätsstandards Metallkomponenten und Spezialbauteile für Windkraft- und Solarindustrie, Mobilitäts- und Logistikunternehmen sowie Automobilbranche.

Die sechs Preisträger erwirtschafteten im Jahr 2023 einen Umsatz von rund 36 Millionen Euro. Sie beschäftigen mehr als 390 Frauen und Männer und bilden über 25 junge Menschen aus. Die sechs Unternehmen erzählen erfolgreiche Wirtschaftsgeschichten „Made in Brandenburg“ – und das, obwohl sie in ihren Branchen Handwerk, Handel, Tourismus, Logistik derzeit mit vielfältigsten Herausforderungen zu kämpfen haben.

Zukunftspreis Brandenburg 2024: Erides zeigt seine Produkte in 3D-Ansicht

Für Martin Gründer hatte es gleich mehrere Gründe gegeben, sich für den Wirtschaftspreis zu bewerben: „Wir haben 25-jähriges Betriebsjubiläum gefeiert, vor fünf Jahren habe ich Erides von meinen Eltern übernommen. Wir sind zukunftsweisend unterwegs, mit einem eigenen Online-Shop und der 360-Grad-Darstellung vieler Produkte von Objekteinrichtungen für unsere Geschäftskunden. Mithilfe der Modelle können sie weitere, eigene Produkte erstellen. Auch für die Endkunden wollen wir die 3D-Ansicht auf unserer Homepage noch umsetzen“, zählt der Firmenchef auf, der mit vier Mitarbeitern den Preis entgegennahm. Und er ergänzt: „Wir haben in den Imagefilmen heute tolle Firmen gesehen. Das strahlt auf ganz Deutschland aus.“

Zukunftspreis Brandenburg 2024: umetec GmbH aus Eberswalde ist einer der sechs Preisträger, Geschäftsführerin Alexandra Walter (2.v.l.) neben Wirtschaftsminister Jörg Steinbach

Große Freude: Die umetec GmbH aus Eberswalde ist einer der sechs Preisträger des Zukunftspreises Brandenburg 2024. Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (li) überreichte die Urkunde an die CEO Alexandra Walter (2.v.l.), die mit acht Mitarbeitern gekommen war.

Fotoatelier Goethe

„Ganz schöne Aufregung und super Stimmung“ herrschte auch bei den angereisten neun Mitarbeitern von umetec Eberswalde. CEO Alexandra Walter betont ebenfalls, dass der Preis ganz wichtig sei für die Mitarbeiter. „Sie werden gesehen mit dem, was sie tun.“ Schon die Nominierung „hat uns total stolz gemacht“, berichtet sie.

Motivation, sich für den Zukunftspreis zu bewerben, war bei den Eberswaldern, „dass wir ein innovatives Stahlbauunternehmen sind und mit dem Solar-Carport auch ein eigenes Produkt haben“, begründet Alexandra Walter, die mit sieben Mitarbeitern vom Projektmanagement, über die Arbeitsvorbereitung bis zur Fertigung in Schönefeld dabei war. Die Nachfrage nach den Solar-Carports, anfangs ein Zufallsprodukt, habe sich gut entwickelt. Auch, weil es noch an Infrastruktur für E-Ladesäulen fehle.

Steinbach: Zukunftspreis macht auf Geschäftsideen aufmerksam

In seinem Grußwort sagte Jörg Steinbach: „Der Zukunftspreis unterstreicht die Bedeutung von wirtschaftlichen Innovationen für die Entwicklung Brandenburgs. Er schafft öffentliche Aufmerksamkeit für neue Geschäftsideen, moderne Verfahrensabläufe und umweltbewusste Produktion. Außerdem lenkt er den Blick auf gute Formen der Führung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie soziales Engagement. Seit seinem 20-jährigen Bestehen ist der Preis Wegweiser wirtschaftlicher Trends und unternehmerischer Entwicklungen.“ Die einfallsreichen Unternehmerinnen und Unternehmern ließen zuversichtlich und optimistisch in die wirtschaftliche Zukunft Brandenburgs blicken.

Der erste Zukunftspreis wurde im Jahr 2004 für die Region Ostbrandenburg vergeben. Initiatoren waren die IHK Frankfurt (Oder) und die Märkische Oderzeitung. Im Laufe der Jahre kamen weitere Partner hinzu, darunter Handwerkskammern, Industrie- und Handelskammern, die Investitionsbank des Landes, die Wirtschaftsförderung und die Lausitzer Rundschau. Insgesamt gibt es nun 187 Preisträger. Sie vertreten kleinere Unternehmen mit wenigen Mitarbeitern ebenso wie größere Firmen mit über 200 Beschäftigten.

Die weiteren Nominierten für den Zukunftspreis waren:

Gesche Brunnenbaugesellschaft Lebus mbH aus Schönfließ (Märkisch-Oderland), ein kompetenter Partner in allen Bereichen der modernen Brunnenbau- und Bohrtechnik, der sich zunehmend auch dem Thema Löschwasserversorgung zuwendet.

rentevent GmbH aus Bernau, Dienstleister im Bereich Veranstaltungstechnik, Eventlogistik und digitale Veranstaltungen. Wichtig sind dem Betrieb Regionalität, familienfreundliche Arbeitsbedingungen und die digitale Transformation von kommunalen Gremien.

Systema Gesellschaft für angewandte Datentechnik mbH aus Potsdam. Der Mittelständler ist Digitalisierungspartner für Betreiber kritischer IT-Infrastrukturen in Deutschland.

Teamgeist AG aus Heidesee (Dahme-Spreewald), ein führender Anbieter für Team-Events, Teambuilding-Maßnahmen und Motivationsprogramme in Deutschland.

Meat Bringer GmbH aus Wildau (Dahme-Spreewald), ein Unternehmen, das regionales Fleisch von Premium-Qualität in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Bauern und Fleischern aus direkter Nachbarschaft produziert und dieses Kunden aus dem Großraum Berlin zugänglich macht.

Tischlerei und Bestattungshaus Beelitz GmbH (Potsdam-Mittelmark). Sie hat sich auf die Sanierung denkmalgeschützter Bauwerke spezialisiert. Handwerkliche Arbeit und moderne Technik ergänzen sich.