zur Situation der Hausärzte
: Bund ist nicht in der Lage, Medizinern Schutzbekleidung zu beschaffen

Es geht hier um Menschen, die sich dem Virus an vorderster Front entgegenstellen.
Von
Mathias Hausding
Potsdam
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Mathias Hausding

Gerrit Freitag/MOZ

Diese Fragen stehen im Fokus, wenn über die Folgen der wachsenden Zahl von Corona–Infektionen spekuliert wird. Wie es um die Hausärzte in Brandenburg und anderswo steht, spielt hingegen in Politiker–Statements eine eher untergeordnete Rolle. Das ist falsch und sollte sich schnell ändern.

Dass der Bund bislang nicht in der Lage ist, ihnen dringend erforderliche Schutzkleidung zu beschaffen, darf nicht als Randnotiz im allgemeinen Corona–Rummel untergehen. Es geht hier um Menschen, die sich dem Virus an vorderster Front entgegenstellen. Die trotz sicherlich auch vorhandener Sorgen um die eigenen Angehörigen ihren Patienten helfen. Die nun sehen, dass es mehr und mehr Patienten werden. Und denen gleichzeitig klar wird, dass ihnen wegen fehlender Atemschutzmasken eine Ansteckung droht — und damit in der Folge eine Versorgungslücke und eine möglicherweise auch wirtschaftlich verhängnisvolle Praxisschließung. Diese unheilvolle Spirale muss unterbrochen werden.