Spannende medizinische Fälle, dramatische Operationen und viele private Verwicklungen: Das sind die Zutaten für die beliebte Arztserie „In aller Freundschaft“. 25 Jahre lang sind 25 Staffeln gedreht worden. „Wie schnell doch die Zeit vergeht“, wird sich so mancher Fan der Serie denken.
Dabei scheint es noch nicht lange her zu sein, dass Dr. Roland Heilmann (gespielt von Thomas Rühmann) in der ersten Folge 1998 seinen ersten Einsatz hatte. Seitdem ist viel passiert: 25 Jahre beliebte Gaststars, Einstiege, Ausstiege, Todesfälle, Hochzeiten und natürlich freundschaftliche Kollegialität, stets begleitet von dem Titelsong „Love is enough“.
Die seit 1998 ausgestrahlte Serie mit stets um die fünf Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern dreht sich um die fiktive Leipziger Sachsenklinik. Doktor Roland Heilmann (Thomas Rühmann) und sein Team erleben Patientenschicksale und private Dramen. Die Serie wird von der Saxonia Media Filmproduktionsgesellschaft im Auftrag des MDR und der ARD Degeto produziert.
Wenn es nach dem verantwortlichen Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) geht, soll mit den Geschichten aus der fiktiven Sachsenklinik in Leipzig noch lange nicht Schluss sein. Beim MDR-Rundfunkrat steht am 30. Januar ein Antrag über zwei weitere Staffeln zur Abstimmung auf der Tagesordnung.

Was passiert in der 1000. Folge von „In aller Freundschaft“?

Am Dienstag werden die Folgen Nummer 999 und 1000 als Doppelausgabe gezeigt. Die ARD macht diesmal ein großes Geheimnis draus, worum es geht. Normalerweise sind die Folgen immer schon eine Woche vorab in der ARD Mediathek abrufbar. Doch zum Jubiläum ist alles anders: erst die Fernsehausstrahlung, dann die Mediathek.
Ein gut 30-sekündiger Trailer deutet immerhin an, was die Fans erwarten können. Es komme „Hochzeitsstimmung in der Sachsenklinik“ auf. Die „geheime Hochzeit“ werde allerdings von einem Unglück überschattet. Wer heiratet und wer stirbt - wird am Dienstag aufgelöst.
Ein Highlight für Fans dürfte das Wiedersehen mit Holger Daemgen als Dr. Achim Kreutzer sein. Daemgen gehörte in den Anfangstagen von „In aller Freundschaft“ zum Hauptcast, stieg dann aber in der 297. Episode aus. Nun unterstützt er seine früheren Kollegen in einem dringenden Fall.
Und auch Vera Bader, gespielt von Claudia Wenzel, ist zurück. Die ehemalige durchtriebene Gesundheitsdezernentin lebt inzwischen in einer Einrichtung für Demenzkranke; zuletzt war sie zu sehen, als Dr. Rolf Kaminski (Udo Schenk) sie dort besuchte. Dehydriert und verwirrt wird sie in Folge 1000 in die Sachsenklinik eingeliefert.

Überraschende Nachricht für die Fans

Bei all der Aufregung müssen Fans der Serie noch eine weitere überraschende Nachricht verkraften: Alexa Maria Surholt, die jahrelang die nicht immer beliebte Verwaltungsdirektorin Sarah Marquardt verkörperte, verriet via Social Media, dass sie sich bald in eine „In aller Freundschaft“-Auszeit verabschiedet. Mit ihrem unerbittlichen Auge auf die Einnahmen der Klinik machte sie sich nicht immer Freunde unter ihren Kollegen, doch sie ist längst eine feste Institution und ein beliebter Charakter bei den Fans. Ob und wann sie zurückkehrt, ist bislang offen.
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Während der Fußball-WM hatte die Serie bis zum 20. Dezember pausiert; weiter ging es mit einem Doppelfolgendienstag (Episode 997 und 998). Die 1000. Folge gibt es nun am 31. Januar um 21 Uhr in der ARD und bereits seit 24. Januar in der Mediathek.

25 Jahre Erfolgsgeschichte – doch warum eigentlich?

Arztserien haben in Deutschland Tradition. Bereits in den 1980er-Jahren zog „Die Schwarzwaldklinik“ mit Klausjürgen Wussow und Gaby Dohm bis zu 28 Millionen Zuschauer wöchentlich vor die Bildschirme. Das waren damals satte 60 Prozent Marktanteil. Mit der Episode „Die Schuldfrage“ wurde am 17. November 1985 die Rekordzahl von 27,97 Millionen Zuschauern erreicht. Dies ist bis heute die höchste Zuschauerzahl, die in Deutschland jemals für eine Sendung mit fiktivem Inhalt erzielt wurde. Nur Sportübertragungen erreichen eine höhere Beteiligung.

„In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ ebenfalls beliebt

Doch nicht alle Fans sind der Serie in den 25 Jahren treu geblieben. „Früher gab es am Ende jeder Folge einen spannenden Cliffhanger und man hat sich eine Woche lang gespannt gefragt, wie es weitergeht“, ist in einem Fanforum im Internet zu lesen. Heute hätten die Folgen meist eine in sich geschlossene Handlung à la „Ende gut, alles gut“.
Dies hielt die Macher der Serie allerdings nicht davon ab, 2015 den Ableger „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ ins Leben zu rufen. Geplant war ursprünglich die Produktion von drei Staffeln zu jeweils 42 Episoden. Doch auch hier verliefen die Einschaltquoten offenbar zufriedenstellend, sodass das Ärzteteam des fiktiven Johannes-Thal-Klinikums in Erfurt weiterhin jeden Donnerstag um 18.50 Uhr operieren darf.

Krankenschwester-Serie nach zwei Staffeln eingestellt

Und damit nicht genug: Im Jahr 2018 wurde schließlich „In aller Freundschaft – Die Krankenschwestern“ im Ersten ausgestrahlt. Anscheinend war dies jedoch selbst für Fans der Serie etwas zu viel; die Einstellung folgte nach zwei Staffeln im Jahr 2021.
Von einer Einstellung ist jedoch auch nach 25 Jahren bei der Original-Serie noch keine Rede. Fans dürfen also aufatmen und weiterhin den Alltag der Sachsenklinik mitverfolgen.