AC/DC in Berlin: Spürt eine Tribute-Band den Hype ums Konzert im Olympiastadion?

Gruppe mit „weiblichem Angus Young“: die Berliner „The AC/DCs Tribute Band“ mit Gitarristin Sara Marczak
Reiner Topel- AC/DC spielt am 30. Juni 2025 im Berliner Olympiastadion.
- Tribute-Bands wie "The AC/DCs Tribute Band" spüren den Hype.
- Gitarristin Sara Marczak ist "weiblicher Angus Young" und tritt in Schuluniform auf.
- AC/DC-Fans in Berlin haben lange auf das Konzert gewartet.
- Marczak empfiehlt, AC/DC einmal live zu erleben.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Fast auf den Tag genau zehn Jahre mussten sie warten, die ungezählten AC/DC-Fans in Berlin. Doch am 30. Juni ist Schluss damit. Dann, endlich, wird Angus Young im Olympiastadion wieder vor den Augen der Hauptstadt Hand an die Saiten seiner Gitarre anlegen. Ein Rock-Spektakel, dem mit Fug und Recht das Prädikat „selten“ angeheftet werden kann.
Immerhin standen die australischen Hardrock-Veteranen erst elfmal in Berlin auf der Bühne, das erste Mal im Jahr 1977. Und das, obwohl AC/DC eine der populärsten Rockbands der Geschichte ist. Die Jahre zwischen den Konzerten waren oft lange, immer sehnsuchtsvolle Lücken im Herzen ihrer Getreuen an der Spree.
Kaum eine Gruppe hat mehr Tributebands als AC/DC
Abhilfe schafften in der Zwischenzeit Cover- und Tribute-Bands. Kaum ein Act hat mehr davon als die Mannen um Angus Young. Sie tragen Namen wie AB/CD, AC/DX, Barock, Dirty Deeds ’79 oder Helles Belles, und sie spielen die Lieder einer Band und keiner anderen: AC/DC.
Auch die Berliner Gruppe The AC/DCs Tribute Band gehört zu ihnen. Seit 2008 gibt es die Band. Rund 15 Konzerte spielt sie pro Jahr, zuletzt auf der Parkbühne Fürstenwalde. Ganz vorne mit dabei: Gitarristin Sara Marczak. Als „weiblicher Angus“ ist sie eine Besonderheit im Reigen der AC/DC-Würdigungskollektive. Stilecht tritt sie in Schuluniform und mit Teufelshörnern auf. Merkt sie etwas vom Hype um das bevorstehende Berlin-Konzert des Originals?
„Ich habe schon das Gefühl, dass das AC/DC-Fieber wieder entfacht wurde“, sagt die Berlinerin am Telefon. Ähnliches habe sie 2020 erlebt, als das jüngste Album „Power Up“ erschienen ist. „Zumindest ein kleiner Hype“, fügt Sara Marczak an. Denn auch ohne Tour oder neues Album gebe es eine konstant treue Fangemeinde in Berlin und Brandenburg. „Auch wenn AC/DC nichts mehr rausbringen, sind die noch da und feiern die Band weiter.“
Angus Young hinter der Bühne an der Sauerstoff-Flasche
Der Tribute-Gitarristin selbst geht es ähnlich. Sie bezeichnet sich als „AC/DC-fanatisch“. Auch wann es mit der Leidenschaft für die Riffs und Rhythmen der Australier losging, weiß sie noch genau: „Ich war 18, da hat mir ein Kumpel eine DVD gegeben. AC/DC Live in Paris.“ Bis heute ist der Mitschnitt des Konzerts vom 9. Dezember 1979 im Pavillon de Paris ein Highlight vieler Fans. Er zeigt die Band, damals noch mit Sänger Bon Scott, in ihrer Sturm-und-Drang-Phase. „Es ist einer ihrer legendärsten Auftritte. An einer Stelle sieht man Angus Sauerstoff hinter der Bühne Sauerstoff inhalieren, um noch halbwegs klarzukommen. Das hat mich fasziniert.“
Damals war Angus Young 24. Doch auch heute, im Alter von 70, verausgabt sich der Gitarrist noch auf der Bühne. Das dürfte er am 30. Juni im Berliner Olympiastadion erneut unter Beweis stellen, glaubt Sara Marczak. Noch habe sie zwar kein Ticket, aber sie versucht noch, dabei zu sein. Selbst auf der Bühne wird sie mit ihren Kollegen von The AC/DCs Tribute Band an diesem Tag jedenfalls nicht stehen. „Da gehen alle ins Olympiastadion, weil sie lieber das große Originale sehen wollen. Auch wenn wir eine Anfrage für den Tag bekommen, würden wir die natürlich nicht annehmen.“
Wer das Original verpasst, kann zu The AC/DCs Tribute Band
Eine solche Fan-Verbundenheit zahlt sich am Ende aber auch für Tribute-Bands aus: „Der Vorteil ist, dass die Leute die Songs schon kennen. Durch den Bekanntheitsgrad von AC/DC müssen wir keine große Überzeugungsarbeit für ihr Werk leisten. Die Leute sind von Anfang an voll mit dabei. Da kann man sich vorstellen, wie gut die Stimmung im Olympiastadion erst sein wird.“
Sara Marczak kann jedenfalls jedem und jeder nur empfehlen, Angus Young und AC/DC einmal live zu erleben. Sie muss es schließlich wissen. Und jenen Fans, die es am 30. Juni nicht zum Original schaffen, bleiben immer noch Gruppen wie The AC/DCs Tribute Band.



