U2 mit „Kiss the Future“

Am 23. September 1997 spielte die Band U2 ein Konzert im Koševo Stadium in Sarajewo. Ein Mitarbeiter einer Hilfsorganisation hatte die Rockband gewonnen, um weltweite Aufmerksamkeit für den grausamen Krieg und das Leid der Bevölkerung zu schaffen. Der Dokumentarfilm „Kiss the Future“ erzählt nun die Geschichte dieses legendären Konzerts - und vom Kampf der Menschen Sarajevos während des Bosnienkrieges.
Der Film läuft in der Reihe Berlinale Specials. Die Musiker von U2 werden zu den Filmfestspielen in Berlin erwartet, wie die Festivalleitung bestätigte.

Boris Becker, frisch aus dem Gefängnis

Boris Becker, ehemaliger Tennis-Profi, trifft zu seinem Strafprozess am Southwark Crown Court ein. Eine Dokumentation über Boris Becker soll auf der kommenden Berlinale 2023 Premiere feiern. Der oscarprämierte Filmemacher A. Gibney hat Becker, der vergangene Woche nach Deutschland zurückgekehrt ist, für die Doku längere Zeit begleitet - bis zu dessen Verurteilung.
Boris Becker, ehemaliger Tennis-Profi, trifft zu seinem Strafprozess am Southwark Crown Court ein. Eine Dokumentation über Boris Becker soll auf der kommenden Berlinale 2023 Premiere feiern. Der oscarprämierte Filmemacher A. Gibney hat Becker, der vergangene Woche nach Deutschland zurückgekehrt ist, für die Doku längere Zeit begleitet - bis zu dessen Verurteilung.
© Foto: Alberto Pezzali/AP/dpa
Und noch ein Star, der auf der Berlinale erwartet wird, wenn auch ein etwas anderes Kaliber: der frühere Tennis-Star Boris Becker. Der oscarprämierte Filmemacher Alex Gibney hat Becker für die Doku „Untitled Boris Becker Documentary“ längere Zeit begleitet – bis zu dessen Verurteilung. Becker saß monatelang in Großbritannien im Gefängnis, weil er seinen Insolvenzverwaltern Vermögenswerte in Millionenhöhe verschwiegen hatte.
In dem Dokumentarfilm beweise Gibney wieder einmal, wie gut er die Kunst des Storytelling beherrsche, hieß es von der Berlinale.

Großer Favorit für Oscar-Verleihung

Glamour pur: „Tár“ mit Cate Blanchett

Cate Blanchett (l), Schauspielerin aus Australien, und Nina Hoss, Schauspielerin aus Deutschland, bei der Premiere von TAR im Picturehouse Central Cinema, Piccadilly.
Cate Blanchett (l), Schauspielerin aus Australien, und Nina Hoss, Schauspielerin aus Deutschland, bei der Premiere von TAR im Picturehouse Central Cinema, Piccadilly.
© Foto: Yui Mok/PA Wire/dpa
Die australisch-amerikanische Schauspielerin hat für die Rolle der fiktiven Dirigentin gerade den Golden Globe gewonnen – und bei der Preisverleihung mit kritischen Worten über den auslobenden Verband der Auslandspresse in Hollywood (HFPA) für Aufsehen gesorgt. In dem Musikdrama von Todd Field, das in Berlin und Dresden gedreht wurde, spielt Nina Hoss an der Seite von Cate Blanchett deren Lebensgefährtin. Der Film gilt als einer der großen Favoriten für die Oscar-Verleihung.

Noch mehr Sisi: „Sisi & Ich“ mit Sandra Hüller

"Sisi & Ich": Die Schauspielerinnen Sandra Hüller (l), in der Rolle der Hofdame Irma, und Susanne Wolff, als Kaiserin Elisabeth genannt Sisi. Der unter der Regie von Frauke Finsterwalder gedreht Film soll im März 2023 in die Kinos kommen.
„Sisi & Ich“: Die Schauspielerinnen Sandra Hüller (l), in der Rolle der Hofdame Irma, und Susanne Wolff, als Kaiserin Elisabeth genannt Sisi. Der unter der Regie von Frauke Finsterwalder gedreht Film soll im März 2023 in die Kinos kommen.
© Foto: Bernd Spauke/DCM/dpa

An Sisi-Filmen mangelt es derzeit wirklich nicht, von Netflix bis RTL. Die Regisseurin Frauke Finsterwalder (“Finsterworld“) hat mit „Sisi & Ich“ gleichwohl einen ungewöhnlichen Ansatz gewählt: eine feministische Neuinterpretation des Mythos der österreichisch-ungarischen Kaiserin. Die tollen Schauspielerinnen Susanne Wolff und Sandra Hüller werden schon dafür sorgen, dass die Sache nicht schief geht. Der Film läuft in der Sektion Panorama.

John Malkovich spielt Seneca

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Der deutsche Regisseur Robert Schendtke (“Der Hauptmann“) hat die letzten Tage des römischen Philosophen Seneca als schwarze Komödie angelegt, mit Starbesetzung: Neben John Malkovich in der Titelrolle spielen Geraldine Chaplin und, als Kaiser Nero, Neuentdeckung Tom Xander mit. Versprochen wird „ein wahnwitziger Ritt in eine Welt maßloser Macht, in der Opportunismus und Eitelkeit den moralischen Kompass bestimmen“. Der Film, der als Weltpremiere auf der Berlinale läuft, kommt am 23. März regulär ins Kino.

Helen Mirren als Golda Meir

Helen Mirren als israelische Politikerin Golda Meir in einer Szene des Films «Golda» (undatierte Filmszene). Der Film soll auf der Berlinale Weltpremiere feiern.   Er läuft nicht im Wettbewerb, sondern in der Reihe Berlinale Special.
Helen Mirren als israelische Politikerin Golda Meir in einer Szene des Films «Golda» (undatierte Filmszene). Der Film soll auf der Berlinale Weltpremiere feiern. Er läuft nicht im Wettbewerb, sondern in der Reihe Berlinale Special.
© Foto: Jasper Wolf/Berlinale/dpa
Oscarpreisträgerin Helen Mirren spielt die israelische Politikerin Golda Meir. Der Film, der vor allem die Zeit des Yom-Kippur-Kriegs thematisiert, hatte vorab eine Debatte ausgelöst. So hatte u.a. die britische Schauspielerin Maureen Lipman kritisiert, Helen Mirren könne als Nichtjüdin Golda Meir nicht darstellen: „Das Jüdische an der Figur ist so wesentlich“, meinte Lipman in einem Instagram-Post, und fügte hinzu: „Ich bin sicher, dass sie großartig sein wird, aber es wäre Ben Kingsley niemals gestattet worden, Nelson Mandela zu spielen.“ Der israaelisch-amerikanische Regisseur israelisch-amerikanischen Regisseurs Guy Nattiv hingegen betonte, Mirren sei „eine unfassbare Golda“.

Berlinale Series

Serien-Sektion eröffnet mit „Der Schwarm“

Die Schauspielerin Leonie Benesch kommt zum Fototermin und Trailerpräsentation der ZDF-Serie "Der Schwarm" in die Arena Berlin. Benesch gehört zu den zehn europäischen «Shooting Stars», die zur nächsten Berlinale (16.-26. Februar 2023) ausgezeichnet werden.
Die Schauspielerin Leonie Benesch kommt zum Fototermin und Trailerpräsentation der ZDF-Serie "Der Schwarm" in die Arena Berlin. Benesch gehört zu den zehn europäischen «Shooting Stars», die zur nächsten Berlinale (16.-26. Februar 2023) ausgezeichnet werden.
© Foto: Foto: Jens Kalaene/dpa
Früher als andere Filmfestivals hatte die Berlinale mit Berlinale Series auch Serien und Streaming-Produktionen ins Programm genommen. Mit der Verfilmung von Frank Schätzings Besteller „Der Schwarm“ unter der Federführung von Showrunner Frank Doelger ("Game of Thrones") steht in diesem Jahr ein Hochkaräter zur Eröffnung der Sektion an. Mit dabei: Schauspielerin Leonie Benesch (“Babylon Berlin“). Benesch gehört zu den zehn europäischen «Shooting Stars», die bei der Berlinale ausgezeichnet werden.
Die Story: In verschiedenen Regionen der Welt scheint vom Meer plötzlich eine unbestimmte Gefahr auszugehen: Die Wale vor der Küste von Vancouver Island machen Jagd auf Menschen, Muscheln blockieren Schiffsruder, mutierte Bakterien aus Hummern und Krabben lassen Menschen qualvoll sterben, aus dem Meeresboden entweichendes Methan gefährdet die Schifffahrt, Tsunamis verheeren Küstenlandschaften. Eine Handvoll internationaler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erkennt einen größeren Zusammenhang zwischen den Ereignissen und stellt eine These auf, die an den Grundfesten der menschlichen Zivilisation rüttelt: Da draußen, in großer Tiefe, gibt es intelligentes Leben, das älter und mächtiger als die Menschheit ist und das sich nun zu wehren beginnt …Am 6. März ist die Verfilmung an ab 20.15 Uhr im ZDF zu sehen.

Lars Kraumes Kolonialdrama „Der vermessene Mensch“

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Mit „Das Schweigende Klassenzimmer“ hat Lars Kraume 2018 einen der eindrücklichsten DDR-Geschichtsfilme vorgelegt – gedreht in Eisenhüttenstadt. Mit seinem neuen Film „Der vermessene Mensch“ erzählt er von einem jungen Berliner Ethnologen, der Anfang des 20. Jahrhunderts in der deutschen Kolonie Deutsch-Südwestafrika Zeuge des Völkermords an den Herero und Nama wird. Die Hauptrolle übernahm Leonard Scheicher. Der Film läuft in der Reihe Berlinale Special und kommt am 23. März auch regulär in die Kinos.

Internationale Filmfestspiele 2023

Die Berlinale gehört neben Cannes und Venedig zu den großen Filmfestivals. Geleitet wird es von Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek. Die nächste Ausgabe findet vom 16. bis 26. Februar statt. Das konkrete Programm wird am 23. Januar bekannt gegeben. Alle Infos unter www.berlinale.de