Festival-Sommer 2023: Diese Bands geben Konzerte in Beeskow, Friedland und Storkow

Sorgten im vergangenen Jahr für richtig gute Stimmung: Die Alex Mofa Gang beim Konzert in Beeskow
Olaf GardtDas war im vergangenen Jahr schon echt eine Sensation. Die schwedischen Rocker von Royal Republic kamen als Headliner zum ersten Prima Marina-Festival auf die Spreeinsel in Beeskow. Rata-Tata schallte durch die Stadt, weit über 1000 Fans, die zuvor schon der Alex Mofa Gang zugejubelt hatten, waren begeistert. Organisiert hatte das kleine Festival das Team des Wohnprojekts Rakäte mit städtischer Unterstützung als Willkommensgruß an Beeskow.
Und der wird in diesem Jahr wiederholt. Am 1. Juli erlebt das Prima Marina seine zweite Auflage. Und wie schon im vergangenen Jahr ist der Eintritt zum Kultursommerfestival frei. Vier Bands werden auf der Bühne stehen. Headliner werden in diesem Jahr Montreal sein. Seit 2003 sind die Hamburger Punkrocker auf den Bühnen der Republik unterwegs, haben in ihrer langen Karriere unter anderem mit der Bloodhound Gang, Royal Republic und mit Madsen gespielt.

Die schwedische Rockband Royal Republic vor ihrem Auftritt bei Rock am Ring 2022. Danach kamen die Musiker nach Beeskow.
Niclas BielerMehrfach enge Verbindungen zu Kraftklub
Mia Morgan ist auf alle Fälle seit dem vergangenen Jahr eine bekannte Radiostimme. „Jennifer Check“ läuft noch immer oft, mit der Band Kraftklub spielt sie „Kein Gott, kein Staat, nur Du“. Außerdem kommt die Berliner Band Bluthund gemeinsam mit der Rapperin Antifuchs auf die Bühne. Zu „Die Stimme der Kaputten“ haben sie ein Video produziert.
YouTube-Video zu Bluthund x Antifuchs - Die Stimme der Kaputten
Und dann kommen noch Drens nach Beeskow. Noch nicht so bekannt, aber das kann sich ändern. Die vier Dortmunder spielen Surf-Punk und beschreiben sich selbst so: „Der Blick für die Beschissenheit der Dinge ist wach und geschärft und wird trotzdem nicht blind für all das Schöne und Gute“. Produzent der Musiker ist Kraftklub-Gitarrist Steffen Israel.
Einlass auf die Spreeinsel ist am 1. Juli ab 16 Uhr, eine Stunde später geht es los. Wer mit dem Auto nach Beeskow anreist, sollte einen der ausgewiesenen Parkplätze rund um das Zentrum nutzen. Selbst vom Bahnhof oder vom Sportzentrum sind es nicht mehr als 20 Minuten zu Fuß bis zur Spreeinsel. Dort gibt es neben der Musik auch Drinks und Snacks, bei denen die Veranstalter auch an Vegetarier denken.
„Jenseits von Millionen“ auf der Burg Friedland
Die beiden anderen Festivals in der Region haben eine längere Tradition. „Jenseits von Millionen“ ist ein Benefizfestival, das vor nunmehr 18 Jahren als Mamallapuram in Storkow entstand und seit 2009 in Friedland zu Hause ist. In diesem Jahr wird es am 4. und 5. August laut hinter den dortigen Burgmauern. Neun Bands stehen bislang fest. Das sind Tropikel LTD, Kind, Meagre Martin, Panic Shack, Voodoo Beach (waren vor sechs Jahren schon da), Nalan, Rolf Blumig, Lucie and the Sluts und Kapa Tult. Kennt man alle nicht?
Das mag hier in Brandenburg gelten, aber alle haben in den Großstadtklubs und -bühnen schon ihr Publikum. Und die Jenseits-Macher zudem einen guten Geschmack. Denn viele Künstler, die sie nach Friedland holten, machten später richtig Schlagzeilen. Erinnert sei an Ätna, die kurz nach dem Friedländer Konzert mit der NDR-Bigband in der Elbphilharmonie Hamburg spielten, Titel mit Marteria und Peter Fox aufgenommen haben und aktuell mit einem Remix von „Gib Mir Deine Liebe“ von Nina Hagen Schlagzeilen machen.

Demian und Inez von der Band Ätna stehen auf dem roten Teppich vom Reeperbahn Festival in Hamburg. Sie haben auch schon in Friedland gespielt
Georg Wendt/dpaAuch schon beim Jenseits gespielt haben Acht Eimer Hühnerherzen, Blond, Das Paradies und Die Sterne.
Queere Literatur auf der Lesebühne
Beim Jenseits von Millionen gibt es neben der Musik noch eine Lesebühne, die vom Glitter-Magazin, der ersten queeren Literaturzeitschrift im deutschsprachigen Raum, organisiert wird. Das Kombiticket für beide Tage für das Festival kostet 69 Euro, da ist das Campen schon mit dabei. Wenn sich fünf Freunde zusammenfinden, können sie sparen und ein Freundeskreisticket für 300 Euro buchen. Tagestickets wird es ab Juli geben.
Als Benefizfestival gibt es beim Jenseits immer einen Spendenzweck, um Unterstützung sozialer Projekte von Kinderhilfsorganisationen. In diesem Jahr wird das ebenfalls in Friedland gegründete Blu:Boks Brandenburg unterstützt. Blu:Boks ermöglicht Kindern und Jugendlichen einen kostenlosen Zugang zu Kunst und Natur.
Alinae Lumr 2023 lockt mit günstigem Anwohnerticket nach Storkow
Von Friedland geht es nach Storkow, wo vom 18. bis 20. August das alinae lumr stattfindet. Zu dem ebenfalls schon traditionsreichen Festival werden nach Angaben auf der Internetseite des Festivals das Robocobra Quartet, Salomea, Olicia, Andi Haberl, Robert Kretzschmar, das Duo BarCa und Olga Reznickenk Trio erwartet. „Neben zahlreichen Konzerten zwischen Kirche, Burg, Marktplatz und Mühlenfließ planen wir auch dieses Jahr ein spannendes außermusikalisches Programm mit Workshops, Wanderungen, Kinderprogramm usw. Mehr dazu verraten wir im Laufe des Sommers“, heißt es in der Ankündigung. Tickets gibt es auch schon. Die kosten 120 Euro, für das Campen kommen zwanzig Euro hinzu. Wer in Storkow oder einem der Ortsteil zu Hause ist, kann mit einem Anwohnerticket für 35 Euro sogar noch sparen.



