Kino in Berlin: Cinemaxx und Cinestar – wann und wo Angestellte zur Berlinale streiken

Kinobeschäftigte demonstrieren während der Filmfestspiele vor dem Cinemaxx-Kino für bessere Arbeitsbedingungen. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sollen Beschäftigte einiger Cinemaxx- und Cinestar-Kinos zeitweise ihre Arbeit niederlegen.
Gerald Matzka/dpaDie Gewerkschaft Verdi hat für Donnerstag zu Warnstreiks bei einigen Cinemaxx- und Cinestar-Kinos in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen aufgerufen. Ab Donnerstag (15. Februar 2024) bis einschließlich Sonntag sollen Streiks stattfinden, verkündet Verdi. Der Aufruf gilt für Kinostandorte in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Für Kinobesucher könne es „zeitweise zu erheblichen Einschränkungen im abendlichen Kinobetrieb kommen“, heißt es weiter bei Verdi. Für Brandenburg sind aktuell keine Streiks angekündigt.
Cinemaxx und Cinestar – das sind die Forderungen
Demnach sieht das aktuelle Angebot für die Einarbeitungsphase nur fünf Cent mehr als den gesetzlichen Mindestlohn vor. Durch den Warnstreik hofft die Gewerkschaft auf Nachbesserungen in den kommenden Verhandlungen. „Dass Cinemaxx rund zwei Drittel der Kolleginnen und Kollegen vom Tarifgeschehen abkoppeln will und nur noch den gesetzlichen Mindestlohn zahlen möchte, ist eine Provokation“, sagte Verhandlungsführerin Martha Richards.
Cinemaxx Berlin – diese Kinos sind betroffen
„Aufgrund der Berlinale wird im oben genannten Zeitraum kein reguläres Programm im CinemaxX Berlin gezeigt. Wir bitten etwaige Unannehmlichkeiten zu entschuldigen, nach der Berlinale sind wir ab dem 22.02.2024 wieder wie gewohnt zurück!“, schreibt das Cinemaxx in Berlin auf seiner Website. Aufgrund der Berlinale hätte es demnach ohkein reguläres Programm gegeben. Gestreikt wird trotzdem.
Kino-Streik in Leipzig
Im Rahmen des Streiks ist für Donnerstag eine Kundgebung auf dem Burgplatz in Leipzig geplant. Anschließend wollen die Beteiligten nach Berlin zum Filmfestival Berlinale fahren, um dort auf die Situation der Kinobeschäftigten aufmerksam zu machen.
Verdi rechnet mit einer Beteiligung von mehr als 100 Beschäftigten. Kinobesucherinnen und Kinobesucher werden gebeten, sich vorab über mögliche Änderungen im Spielplan zu informieren.

