Ein System erneuert sich. Schon Alfonso Cuarons "Roma" (2019), Barry Jenkins‘ "Moonlight" (2017) und Kathryn Bigelows "Tödliches Kommando" (2010) hatten Signale gesetzt. Und jetzt: Statt des von allen erwarteten Favoriten "1917" gewinnt eine Gesellschaftssatire, also Gegenwart und soziale Ungerechtigkeit statt Vergangenheitsbewältigung. Das ist für die Film-Akademie, die so oft für ihre Vorliebe für Historienstoffe kritisiert worden war, tatsächlich stark. Inzwischen hat sie sich stark verjüngt und internationalisiert, hat mehr Frauen und People of Color aufgenommen. Beim nächsten Mal dann bitte eine Frau als Hauptpreisträgerin. Das ist die Zukunft.