Endlich ist so weit! Nach zweijähriger Pause feiert die Lange Nacht der Museen ihr Comeback. Am Sonnabend, 27. August, können Besucherinnen und Besucher bis weit nach Einbruch der Dunkelheit – von 18 bis 2 Uhr – Berlins berühmte Museen erleben.
Die Lange Nacht bietet Ausstellungen, Inszenierungen, Konzerte, Gesprächssalons und dies an 70 verschiedenen Orten. 15 Museen sind in diesem Jahr zum ersten Mal mit dabei. So wird man im TimeRide Berlin mit Virtual-Reality-Brillen in das Ost-Berlin der Mauerzeit zurückversetzt, während man im Futurium in die Zukunft reist. Im Samurai Museum wird eindrucksvoll getrommelt und das gerade eröffnete Stabi Kulturwerk zeigt außer seiner Schatzkammer mit Gutenberg-Bibel auch seine Buchbinderei.

Was ist neu in diesem Jahr?

Erstmals gibt es in diesem Jahr vier Zentren: der Lustgarten auf der Museumsinsel, das Museumsquartier Charlottenburg, das Museum für Gegenwart vor dem Hamburger Bahnhof und der Checkpoint Charlie. Hier gibt es Tickets, Informationen und einen Übersichtsplan.
Verpflegungsstände und kurze Tanzperformances sind ebenfalls dort zu finden. Die Zentren werden verbunden durch zwei Shuttle-Buslinien, die im 10-Minuten-Takt fahren.

Gibt es auch ein Programm für Kinder?

Die Museen sind bis auf wenige Ausnahmen von 18 bis 2 Uhr geöffnet. Einige Museen beginnen etwas früher mit einem Kinderprogramm. Das MACHmit! Museum für Kinder öffnet von 15 bis 22 Uhr. Das Kinderprogramm der Berlinischen Galerie beginnt um 16 Uhr, das des Bauhaus-Archivs/Museum für Gestaltung im The Temporary um 17 Uhr. Kreatives Programmieren im Deutschen Technikmuseum, der Bau einer Zeitmaschine im Museum für Kommunikation oder geheime Nachrichten verschlüsseln im Deutschen Spionagemuseum. Den Kids und ihren Eltern wird einiges geboten. Mehr Informationen gibt es auf der Homepage der Langen Nacht.
Folgende Museen schließen bereits um 24 Uhr: das Energie-Museum in Steglitz, das im Aufbau begriffene Käthe-Kollwitz-Museum in Charlottenburg und das Planetarium am Insulaner in Schöneberg.

Veranstaltungen auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Ukrainisch

Die Museen bieten Veranstaltungen in folgenden Sprachen an: arabisch, deutsch, englisch, persisch, russisch, ukrainisch. Für viele Veranstaltungen wie Konzerte, Performances und Workshops braucht man keine Deutschkenntnisse.
Bei einer Vielzahl an Angeboten, kann man schnell den Überblick verlieren. Hier ein paar Höhepunkte. Turmführung im Märkischen Museum: Seit Jahrzehnten ist der Turm des Märkischen Museums für das Publikum gesperrt. Doch an diesem Tag können Besucher das einzigartige Panorama von der Aussichtsplattform genießen.

Museum der Unerhörten Dinge thematisiert Erderwärmung

Wird das Museum zur Hafenbar? Diese Frage stellt sich das Museum der Unerhörten Dinge und thematisiert damit die Erderwärmung. „Wenn alles so bleibt, wie es ist, wenn die Erde sich weiter erwärmt, die Pole endgültig schmelzen und wir nichts unternehmen, wird das Museum in Zukunft an einem Hafen liegen“, so die Veranstalter, die zu Gespräch und Lesung einalden.
Wer macht die größten Kaugummiblasen und gewinnt so zwei Freikarten für C/O Berlin? Carol, JoJo und Lisa aus Little Italy in New York machen es vor im C/O Berlin.
Die Lange Nacht der Museen wird am Sonnabend um 18 Uhr vor dem Alten Museum auf der Museumsinsel von der Bürgermeisterin des Landes Berlin Bettina Jarasch eröffnet. Die Eröffnung wird von einer tänzerischen Performance gerahmt.