Linkin Park in Berlin 2025: Darum ist das Konzert im Olympiastadion besonders

Mike Shinoda (l.) und Emily Armstrong: Mit ihrer Band Linkin Park spielen die beiden im Sommer mehrere Konzerte in Deutschland – darunter am 18. Juni 2025 im Olympiastadion Berlin.
Christian Charisius/dpa- Linkin Park kehrt zurück, jetzt mit Sängerin Emily Armstrong.
- Am 18. Juni 2025 Konzert im Berliner Olympiastadion.
- Neues Album "From Zero" und Single "The Emptiness Machine" erfolgreich.
- Fans erinnern sich an Chester Bennington, der 2017 in Berlin auftrat.
- Tickets fast ausverkauft, nur Premiumbereich verfügbar.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In den 1990er-Jahren kam es in der Musik zu einer kraftvollen Überscheidung. Rock und Rap begannen sich zu mischen. Vollends Bahn brach sich diese Art des Crossovers in Form des sogenannten Nu Metal. Bands wie Limp Bizkit, Korn, System of a Down oder Slipknot bedienten sich nach Lust und Laune verschiedener Genres. Heraus kamen Songs, die rhythmisch, aggressiv und emotional geladen waren.
Die kommerziell erfolgreichste Band des Nu Metal war Linkin Park. Harte Metal-Riffs, schnell gerappte Texte und diese unvergleichliche Stimme von Chester Bennington. So außergewöhnlich vielseitig, intensiv und technisch beeindruckend war sein Gesang, dass man beim ersten Mal hören glaubte, es handle sich um mehrere Sänger.
So wie in „Crawling“, einem frühen Hit der Band. Bennington singt darin die Verse denkbar sanft, fast fragil. Geht es aber auf den Refrain zu, steigert er sich zu einem wütenden, ja brutalen Schreien.
Tod von Chester Bennington war zunächst Ende von Linkin Park
Verletzlichkeit und Verzweiflung, wie er sie in „Crawling“ besungen hatte, sah sich Bennington auch im echten Leben ausgesetzt. Im Juli 2017 beging der Sänger Suizid. Es war das Ende von Linkin Park. Vorerst. Rund sieben Jahre nach dem Tod ihres Frontmanns nämlich begannen Gerüchte um ein Comeback der Band. Und tatsächlich: Mit einem live gestreamten Konzert und der Single „The Emptiness Machine“ meldete sich die in Kalifornien gegründete Gruppe zurück.

Gesanglich war er ein absolutes Ausnahmetalent: Chester Bennington hier bei einem Konzert von Linkin Park in Polen im Jahr 2014.
Maciej Kulczynski/dpaEmily Armstrong, die bis dato als Frontfrau der Alternative-Formation Dead Sara in Erscheinung trat, wurde als neue Sängerin vorgestellt. Die Reaktionen der Linkin Park-Fans auf den Neuanfang rangierten zwischen Begeisterung und Skepsis. Viele stießen sich vor allem an früheren Verbindungen Armstrongs zur umstrittenen Scientology-Organisation.
Doch egal, wie man zu den Kontroversen um die 38-jährige Sängerin steht, das Interesse an der neuen Musik von Linkin Park war enorm. Auf der Streamingplattform Spotify wurde „The Emptiness Machine“ zum meistgestreamten Rocksong des Jahres. Auch das im November 2024 veröffentlichte Album „From Zero“ erreichte nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland Platz 1 der Charts.
Neuanfang von Linkin Park klingt erstaunlich vertraut
Ein Erfolg, der sich trotz oder vielleicht gerade wegen der Tatsache einstellte, dass der Neuanfang von Linkin Park erstaunlich vertraut klingt. Im Tandem von Armstrongs Gesang und den Rap-Parts von Mike Shinoda, dem Kopf der Band, fühlt man sich an alte Alben wie das 2003 erschienene „Meteora“ erinnert. Wie kraftvoll ihre Stimme ist, beweist die neue Sängerin eindrucksvoll in Songs wie „Heavy is the Crown“ oder „Two Faced“. Es sind vor allem diese härteren Gesang-Passagen und ihr gesunder Schrei, mit dem Emily Armstrong Erinnerungen an Chester Bennington weckt. Dass sie ihn dabei nicht zu imitieren versucht, ist das große Pfund von Linkin Park 2.0.
Nicht nur im Studio, auch auf der Bühne scheinen Linkin Park mit Emily Armstrong bestens zu harmonieren. Nach ersten Konzerten, unter anderem in Hamburg, stellt die Band das aktuell auf ihrer „From Zero“-Welttournee unter Beweis. Die Tour wird die Band im Sommer für mehrere Auftritte erneut nach Deutschland führen. Darunter am 18. Juni 2025 nach Berlin, wo Linkin Park im Olympiastadion spielen werden. Tickets für die Show sind fast vergriffen, verfügbar sind lediglich Karten im teuren Premiumbereich (Stand: 29. April 2025).
Das Konzert in der Hauptstadt dürfte ein besonderes für die Band und ihre deutschen Fans werden. Viele von ihnen dürften neben aller Vorfreude auch ein wenig Wehmut verspüren. Denn Chester Bennington stand dort mit Linkin Park fast auf den Tag genau acht Jahre zuvor, am 12. Juni 2017, zum letzten Mal in Deutschland auf einer Bühne. An der Uber Arena (damals Mercedes-Benz Arena), wo das Konzert stattfand, erinnert heute noch eine Plakette an das stimmliche Ausnahmetalent.


