Michael Kunze in Frankfurt (Oder): Entdecker von Peter Maffay besucht Viadrina

Grammy-Gewinner, Peter Maffay-Entdecker und Rechtshistoriker: Michael Kunze spricht an der Uni Viadrina in Frankfurt (Oder) über seine ungewöhnliche Karriere.
Marcus Brandt/dpaWas haben „Griechischer Wein“ von Udo Jürgens, „Ein Bett im Kornfeld“ von Jürgen Drews und das Hit-Musical „Tanz der Vampire“ gemeinsam? Die Antwort: Michael Kunze. Er schrieb die Texte für alle drei. Und nicht nur das. In einem Münchner Lokal lauschte er im Jahr 1969 einem damals 20-jährigen Sänger, von dem er so begeistert war, dass er eine Schallplatte mit ihm aufnahm. Sein Name: Peter Maffay.
Doch die Musik ist nur eine Leidenschaft des 80-Jährigen. Er ist auch Rechtshistoriker. Zwei Welten, vereint in einer Biografie. Über diese ungewöhnliche Kombination gibt Michael Kunze nun ganz persönlichen Einblick. Im Rahmen der Veranstaltung „Der König der Löwen & Der Kampf ums Recht – Ein Abend mit Michael Kunze“ kommt der Jurist, Schriftsteller und Songwriter am Dienstag, dem 16. Juli, um 19.30 Uhr, an die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder).
Und zu erzählen hat Kunze viel. Geboren wurde er 1943 in Prag. Aufgewachsen ist er im Schwarzwald, Stuttgart und München. In der bayerischen Landeshautstadt studierte er auch Jura, Geschichte und Philosophie und schrieb seine Doktorarbeit über Hexenprozesse im 16. Jahrhundert. Bereits als Student textete er eigene Lieder.
Michael Kunze schrieb für Peter Maffay und Udo Jürgens
Neben Peter Maffay schrieb er im Laufe seiner mit 79 Goldenen und Platin-Schallplatten geschmückten Karriere für Juliane Werding, Peter Alexander, Jürgen Drews, Udo Jürgens und Silver Connection. Aus seiner Feder stammen die Libretti zu Musicals wie „Tanz der Vampire“, „Mozart!“ und „Die 10 Gebote“. Auch lieferte er die deutschen Übersetzungen für Musicals von Andrew Lloyd Webber sowie die deutsche Version von „Der König der Löwen“. Neben der Musik trat Kunze weiterhin als Autor rechtshistorischer Bücher hervor. Zu seinen Arbeiten zählen preisgekrönte Werke über Hexenprozesse und über die Revolution von 1848/49.
Der Grammy-Gewinner und promovierte Jurist folgt der Einladung des Viadrina-Rechtshistorikers Benjamin Lahusen nach Frankfurt (Oder). Zusammen sprechen sie über Kunzes Werdegang, seine rechtshistorischen Interessen und seine Musik.
Wer also zur Abwechslung nichts vom Hit-Garanten, sondern etwas über ihn hören möchte, ist eingeladen, an dem Gespräch mit anschließendem Empfang teilzunehmen. Anmeldungen sind möglich bis Montag, dem 8. Juli, per E-Mail unter Sekretariat-Lahusen@europa-uni.de


