Miss Merkel bei RTL: „Falsche“ Uckermark? Die wahren Drehorte des TV-Krimis

Ein neuer Fall für „Miss Merkel“ – am 19.3.24 bei RTL: Angela (Katharina Thalbach, l.) schwärmt für den Bestatter Kurt Kunkel (Sven Martinek).
RTL / Oliver FeistEx-Bundeskanzlerin und Neu-Rentnerin Angela Merkel ist wieder als Detektivin gefordert. Bereits ihr erster Fall um einen toten Schlossherrn, einem Weinkeller voller mysteriöser Spuren und 90 Minuten Spannung hatte dem Sender RTL einen Zuschaueranteil von über 12 Prozent beschert.
Nun kehrt der Zuschauermagnet am 19. März 2024 um 20.15 Uhr mit einem neuen Abenteuer zurück ins Fernsehen. „Miss Merkel“ ermittelt dann zum zweiten Mal in Klein-Freudenstadt. Was die Zuschauer erwartet – und wie viel Uckermark diesmal in der Produktion steckt.
„Miss Merkel“ ermittelt im Friedhofsmilieu
Gerade erst scheint nach dem Mord an Philipp von Baugenwitz Ruhe in Klein-Freudenstadt eingekehrt zu sein – so auch bei Angela (Katharina Thalbach), die eine neue Erfüllung als Patentante eines Babys gefunden hat.
YouTube-Video: „Miss Merkel: Mord auf dem Friedhof“ – reingehört ins Buch von David Safier
Und dann ist da noch der Bestatter Kurt Kunkel (Sven Martinek, „Morden im Norden“), der der Rentnerin den Kopf verdreht – ganz zum Missfallen von Angelas Gatten Joachim (Thorsten Merten), der prompt aus seinem Ski-Urlaub in die Uckermark zurückkehrt.
Doch als der unbeliebte Friedhofsgärtner eines Tages tot auf dem Friedhof aufgefunden wird, ist Angelas kriminalistischer Spürsinn wieder geweckt. Die Spur führt ausgerechnet zu Angelas Schwarm Kunkel und dessen Erzfeind Ralph Borscht (Bernhard Schütz, „Babylon Berlin“).

„Miss Merkel“ (Katharina Thalbach, r.) ermittelt für RTL wieder in der Uckermark. Doch wurde der TV-Krimi auch in der Region gedreht? Welche Drehorte zu sehen sind.
RTL / Oliver FeistUnterstützt von Joachim, Bodyguard Mike (Tim Kalkhof) und Mops Helmut kommt Angela einem alten Geheimnis auf die Schliche: Was hat es mit dem zwanzig Jahre zurückliegenden Tod von Kunkels Ehefrau auf sich?
Drehorte des TV-Krimis liegen nicht in der Uckermark
Schauplatz der Geschichte ist abermals das fiktive Klein-Freudenstadt in der Uckermark. Der Schluss liegt daher nahe, dass für die Reihe um die findige Ex-Kanzlerin auch in der Region gedreht wurde. Doch schon der erste Film – der ausgerechnet als „Uckermark-Krimi“ betitelt worden war – entpuppte sich dahingehend als „Mogelpackung“. Als hauptsächliche Drehorte fungierten nämlich das westlich von Berlin gelegene Havelland und Potsdam.
Um es kurz zu machen: Auch in „Miss Merkel – Mord auf dem Friedhof“ ist in keiner einzigen Szene tatsächlich die Uckermark zu sehen. Als Hauptkulisse für Klein-Freudenstadt dient stattdessen die Altstadt der havelländischen Kleinstadt Nauen. Leicht zu erkennen sind unter anderem der denkmalgeschützte Wasserturm, das Barz’sche Haus in der Altstadt sowie die Kirche St. Jacobi. Die Szenen im Borscht’schen Bestattungshaus wurden hingegen in einer Stadtvilla in Michendorf gedreht.
RTL drehte den Film auch in Berlin und Potsdam
Auch Berlin ist – wie schon im ersten Teil – mit einigen Locations vertreten. Ins Auge springt etwa die Klein-Freudenstädter Friedhofskapelle. Tatsächlich befindet sich der neugotische Klinkerbau auf dem Gethsemane-Friedhof in Berlin-Pankow. Als Schauplatz des Showdowns hingegen fungiert der Lokschuppen der Teltow-Werft im Berliner Ortsteil Zehlendorf.
Das denkmalgeschützte Gebäude aus dem Jahr 1907 soll zukünftig das Zentrum einer neuen Wohnsiedlung bilden, die auf dem ehemaligen Werftgelände entsteht.
Gedreht wurde nach Informationen des Medienboards Berlin-Brandenburg außerdem wieder in Potsdam – vor allem im Gemeindeteil Sacrow. Der Ort besticht durch seine Lage mitten im Wald am Sacrower See; dort am Ufer liegen auch das gleichnamige Schloss und die Heilandskapelle. Einige Szenen sollen zudem in Wriezen entstanden sein. Damit wäre die Kleinstadt im Oderbruch der einzige „Merkel“-Drehort im östlichen Brandenburg.
Katharina Thalbach brilliert als „Miss Merkel“
Die Uckermark schafft es also nicht vor die Kameralinse – doch hält der Film wenigstens inhaltlich das, was er verspricht?
„David Safier hat aus Angela Merkel eine Märchenfigur gemacht – eine Mixtur aus der echten Ex-Kanzlerin und einer plötzlichen Rentnerin, die sich in Miss Marple von Agatha Christie verwandelt“, beschreibt Merkel-Darstellerin Katharina Thalbach ihre Rolle. Doch neben der Spannung kommt laut Thalbach der Humor nicht zu kurz: „Safier spinnt und ich kann auch spinnen, das macht es für mich äußerst amüsant.“
Der Spaß an der ungewöhnlichen Rolle ist Thalbach somit – wie auch schon im ersten Teil – deutlich anzumerken. Die Dialoge sind gewohnt flapsig, es gibt viele witzige Anekdoten aus Angelas Politikkarriere.

Mord in der Uckermark – und dann auch noch auf dem Friedhof: Angela alias „Miss Merkel“ und Mops Helmut finden die Leiche. Zu sehen ist der TV-Krimi am 19.3.24 bei RTL und schon jetzt auf RTL+.
RTL / Oliver FeistAuch der Hahnenkampf zwischen Joachim und dem schönen Bestatter Kunkel – mitsamt Angelas erotischen Tagträumen über Letzteren – bringt Dynamik in den Film, sodass der Mordfall darüber fast in den Hintergrund tritt. Jedoch: Wer feinsinnigen Humor mag, sollte am 19. März lieber woanders einschalten.
„Miss Merkel – Mord auf dem Friedhof“, am 19. März 2024 um 20.15 Uhr auf RTL. Auf RTL+ ist der Film jetzt schon verfügbar



