Oboa 2026 in Gorgast
: Warum es kein Festival geben wird

Das Oderbruch Open Air (Oboa) muss 2026 pausieren. Doch die Veranstalter wollen den Festival-Spirit mit Soli-Partys retten – und arbeiten bereits an einem Neustart.
Von
Janine Reinschmidt
Frankfurt (Oder)
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Das OBOA-Festival in Fort Gorgast startet am Wochenende. Welche Bands kann man hören?

Das OBOA-Festival in Gorgast muss 2026 ausfallen. Das sind die Gründe.

dpa/ Thomas Frey
  • OBOA in Gorgast fällt 2026 aus – Gründe sind Erschöpfung, Finanzen, Personal und Doppelbuchung.
  • Die Entscheidung fiel nach Warten bis Ostern, eine Lösung wurde nicht gefunden.
  • Veranstalter planen, 2027 zurückzukehren und arbeiten an einem Neustart.
  • Statt Festival sind 2026 Soli-Partys geplant, um Spirit zu halten und Fixkosten zu decken.
  • Gesucht werden Locations in Märkisch-Oderland und Berlin; Besuche der Events sollen unterstützen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Schlechte Nachrichten für alle Rock-und-Punk-Fans. Das OBOA-Festival in Märkisch-Oderland fällt 2026 aus. Darüber haben die Veranstalter in einer Instagram-Mitteilung informiert. Darin erklären sie, dass das Festival 2026 nicht auf die Beine gestellt werden kann. Als Gründe nennen sie eine Mischung aus „Erschöpfung, finanziellen und personellen Engpässen sowie einer Doppelbuchung des Veranstaltungsortes“.

Wie die Veranstalter des Oderbruch Open Air, kurz OBOA, weiter in ihrer Mitteilung schildern, habe das Team mit einer endgültigen Entscheidung bis Ostern gewartet. Die Hoffnung auf eine Lösung hat sich jedoch nicht erfüllt.

Zugleich machen die Organisatoren deutlich, dass dies nicht das Ende des Festivals sein soll. Nach ihren Angaben arbeitet das Team bereits daran, 2027 wieder am Start zu sein.

Die Alternative für 2026: Soli-Partys statt Festival in Gorgast

Bis dahin wollen die Macher mit Soli-Partys und Alternativveranstaltungen aktiv bleiben. Diese Veranstaltungen sollen laut Mitteilung gleich mehrere Aufgaben erfüllen. Zum einen gehe es darum, den Spirit des Festivals lebendig zu halten. Zum anderen sollen sie helfen, Geld in die Kasse zu bringen.

Denn auch in einem Jahr ohne Festival fallen nach Angaben der Veranstalter Fixkosten an, die am Restvermögen zehren und die finanzielle Lücke für das kommende Jahr wachsen lassen.

Deshalb bitten die Organisatoren ihre Unterstützer ganz konkret um Hilfe. Gesucht werden Locations in Märkisch-Oderland und Berlin, die für Veranstaltungen geeignet sein könnten. Außerdem seien Ideen willkommen, wie das Projekt auf andere Weise unterstützt werden kann. Die Botschaft an die Fans ist dabei eindeutig: Wer das OBOA auch in Zukunft erleben will, sollte die angekündigten Ausweich- und Soliveranstaltungen besuchen.

Das OBOA, ausgeschrieben Oderbruch Open Air, ist ein Umsonst-und-Draußen-Festival, an dem Besucher ohne Eintritt teilnehmen können. Es findet normalerweise Mitte August statt und dauert in der Regel zwei Tage. Veranstaltet wird es vom Break Tribe Music e.V.

Rock, Punk und Metal: Die Geschichte des Oboa-Festivals

Seine Geschichte reicht bis in die späten 1990er Jahre zurück. Zwischen 1998 und 2002 wurde zunächst in Neuhardenberg gefeiert. Seitdem ist das Festival im Küstriner Vorland zu Hause. Über die Jahre hat sich das OBOA mit seinem besonderen Profil einen festen Platz in der regionalen Festivallandschaft erarbeitet.

Musikalisch setzt das Festival auf eine breite Mischung. Zum Programm gehören üblicherweise Rock, Punk, Ska, Metal, Dub und Drum&Bass. Dazu kommen Workshops, Infoveranstaltungen und Karaoke.