Ostrock in Neuruppin: Klassentreffen der Ostmusik, Festival geht in zweite Runde

Treten beim Klassentreffen der Ostmusik in Neuruppin als Crazybirds auf: die ehemaligen Bandmitglieder von electra (hier bei einem Konzert in Schwerin 2015)
Jens Büttner/dpa- „Klassentreffen der Ostmusik“ kehrt am 19./20. Juni 2026 nach Neuruppin zurück.
- Breites Programm: Ostrock, Pop, Punk, New Wave, Jazz; stärkerer Fokus auf Blues.
- Bestätigt: Engerling Blues Band, Jürgen Kerth, Chicorée, Jessica, IC Falkenberg, MCB.
- Reunions u. a.: Amor & die Kids, Jessica, Monokol; Rainbirds als „Westbesuch“ dabei.
- Camping erweitert, Shuttle geplant; Tickets: 65 € Tag, 120 € Kombi über Reservix.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Dass der gut gefüllte deutsche Festivalkalender eine klaffende Lücke aufwies, wurde vergangenes Jahr in Neuruppin unter Beweis gestellt. Auf dem Gelände des dortigen Hangar 312 feierte das Klassentreffen der Ostmusik seine Premiere. Das Festival bereitete die Bühne für zahlreiche DDR-Bands – und lockte damit massenweise Fans an. Diesen Sommer wird es ein weiteres Mal aufgelegt.
Am 19. und 20. Juni 2026 geht das Klassentreffen der Ostmusik in Neuruppin in seine zweite Runde und bietet abermals eine geballte Ladung Nostalgie. Auch das diesjährige Programm zeichnet sich durch eine breite musikalische Palette aus: Von klassischem Ostrock über Pop, Punk, New Wave und Jazz ist nahezu alles dabei. Über ein Dutzend Bands treten auf.
Blues, Rock, Pop und Punk – Ostmusik in ihrer ganzen Vielfalt
Ein größerer Akzent liegt dieses Mal jedoch auf dem Blues, wie Organisator Mario Geyermann erklärt. Und tatsächlich stehen mit der Engerling Blues Band und Jürgen Kerth zwei Namen auf dem Programm, die wie kaum andere für die Verwurzelung des ostdeutschen Blues stehen.
„Aber wir haben auch Chicorée noch einmal dabei und Gruppen wie Jessica, die mehr im Poprock unterwegs sind“, ergänzt Geyermann am Telefon. Auch der Sänger IC Falkenberg ergänzt das Spektrum mit seiner unverwechselbaren Mischung aus Pop und Rock. Die Modern-Soul-Band wiederum sorgt für funkige, tanzbare Momente und erinnert daran, wie stark Soul, Jazz und Groove bereits zu DDR-Zeiten in die Musiklandschaft hineinwirkten. Sogar Metal gibt es dieses Mal in Form der Magdeburger Formation MCB.
Diese DDR-Bands feiern für das Klassentreffen Reunion
Bereits die Erstausgabe des Klassentreffens habe eine „Reunionwelle“ losgetreten, so Geyermann, der das Festival mitinitiiert hat. Damals traten etwa Chicorée erstmals seit Jahrzehnten wieder gemeinsam auf. Und auch in diesem Jahr haben sich mit der Leipziger Rockgruppe Amor & die Kids und der New-Wave-Formation Jessica wieder DDR-Bands für das Klassentreffen zusammengefunden. Gemeinsam mit Knorkator-Gitarrist Sebastian „Buzz Dee“ Baur wird auch Monokol wieder in Urbesetzung in Neuruppin auf der Bühne stehen. Und als Crazybirds spielen ehemalige Bandmitglieder von electra Originalsongs.
Mit der Stern-Combo Meissen ist zudem eine der traditionsreichsten Progressive-Rock-Formationen der DDR vertreten. Dass auch die Skeptiker, und damit eine kompromisslose Ostpunk-Gruppe Teil des Line-ups sind, zeigt, dass das Klassentreffen erneut mit Kontrasten spielt. Auch die aus Cottbus stammende Gruppe Sandow hat einen Auftritt zugesagt.
Einen entscheidenden Unterschied zur Erstausgabe gebe es allerdings, sagt Mario Geyermann: „Es ist dieses Mal ein Klassentreffen der Ostmusik mit Westbesuch.“ Gemeint sind damit die Rainbirds. „Eine klassische Westband“, nennt der Mann hinter dem Klassentreffen die einst in West-Berlin gegründete Gruppe. In die Geschichte der Ostmusik haben sich die Rainbirds allerdings trotzdem eingeschrieben – mit einem legendären Open-Air-Auftritt 1988 in Berlin-Weißensee.
Gute Nachrichten für Camper beim Klassentreffen der Ostmusik
Sicher ist aber schon jetzt, dass alle campenden Festivalbesucherinnen und -besucher noch einmal bessere Bedingungen in Neuruppin vorfinden werden. Wurde vergangenes Jahr noch der Platz für Campingfahrzeuge und Zelte knapp, soll es dieses Mal auf einer Wiese in der Nähe des Festivalgeländes ausreichend Raum zum Campen und mobile Sanitäranlagen geben, bestätigt Mario Geyermann.
Moderiert wird das Festival von der aus dem DDR-Jugendradio DT64 und dem DDR-Jugendfernsehen bekannten Petra Schwarz. Und auch Schauspieler Carsten Speck könnte erneut die ein oder andere Moderation übernehmen, wie Mario Geyermann verrät. Wer noch am Mikrofon ansagen könnte, will er allerdings nicht preisgeben. „Es wird wohl noch die eine oder andere Überraschung geben“, so der Organisator.
Auch ein Busshuttle zum Klassentreffen ist wieder in Betrieb. Über Preise und Abfahrtszeiten sei man allerdings noch in Verhandlung. Genaue Informationen sollen in Kürze folgen.
Bezüglich der Festivaltickets herrscht allerdings Klarheit: Eine Tageskarte kostet 65 Euro, ein Kombiticket für beide Tage gibt es für 120 Euro. Erhältlich sind die Tickets im Reservix-Webshop des Hangar 312 und in allen Reservix-Vorverkaufsstellen (z. B. Foto Schubert, Karl-Marx-Straße 90–91, 16816 Neuruppin). Je nach Verfügbarkeit sind auch am Konzerttag an der Abendkasse noch Karten erhältlich.



