DDR-Film
: TV-Termine für Schneewittchen – DEFA-Märchen „von früher“

Die Sendetermine 2024 für das DDR-Märchen „Schneewittchen“ im Fernsehen.
Von
Lisa Klopp-Jaber
Frankfurt (Oder)/Cottbus
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Schneewittchen, die böse Königin und der junge König im Defa-Film von 1961. Wo wurde das DDR-Märchen gedreht? Und zu welchen Sendeterminen kommt der Klassiker 2021 wieder im TV?

DDR-Film im Fernsehen: Die Sendetermine im TV für das Märchen „Schneewittchen“ von 1961, Schauspieler, Drehorte und Kritik in einer Übersicht.

Karin Blasig/ Defa-Stiftung
  • DEFA-Märchen „Schneewittchen“ von 1961 wird 2024 im MDR und rbb ausgestrahlt.
  • Schauspieler: Doris Weikow, Marianne Christina Schilling, Wolf-Dieter Panse.
  • Drehorte: Potsdam Babelsberg Studio; subtile Anspielung auf Sachsen.
  • Streaming verfügbar auf Amazon Prime, Apple TV, Magenta TV, Google Play Store, Videoload.
  • Film kombiniert sozialistische Erziehung und künstlerischen Anspruch.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„So weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarz wie Ebenholz...“ – Der Film „Schneewittchen“, der auf dem gleichnamigen Märchen der Gebrüder Grimm basiert, zählt zu den bekanntesten DDR-Märchenfilmen. Die Deutsche Film AG (DEFA) hat zahlreiche Märchen der Brüder Grimm verfilmt, die bis heute sehr beliebt sind, darunter auch „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, „Frau Holle“ und „Dornröschen“. Der Film „Schneewittchen“ von 1961 wird nach wie vor regelmäßig im Fernsehen gezeigt.

Übersicht:

  • TV-Termine: Schneewittchen
  • Drehorte vom DDR-Film
  • Schauspieler in „Schneewittchen“
  • Kritik

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Schneewittchen im TV: Sendetermine 2024 für das DDR-Märchen

Das DEFA-Märchen „Schneewittchen“ läuft Ende 2024 wieder im TV. Die Sendetermine im Überblick:

  • Sonntag, 1.12.2024 um 14:30 Uhr im MDR
  • Donnerstag, 26.12.2024 um 15:05 Uhr im MDR
  • Samstag, 04.01.2025 um 16:50 Uhr im auf rbb

Wer die Sendung dennoch verpasst, kann den Film an mehreren Orten im Internet finden. „Schneewittchen“ gibt es bei Amazon Prime auf den Videochannels von ARD Plus und realeyz. Die Kanäle muss man kostenpflichtig buchen, ein normales Prime-Abo reicht leider nicht aus.

DEFA Schneewittchen hier streamen:

Apple TV

Magenta TV

Google Play Store

Videoload

Viele Filme der Defa sind in voller Länge auch auf dem YouTube-Kanal der Defa-Stiftung verfügbar.

Drehorte von Schneewittchen

Die Verfilmung des Märchens „Schneewittchen“ wurde vollständig im Studio in Potsdam Babelsberg gedreht. Obwohl in der Originalversion der Brüder Grimm keine konkreten geografischen Angaben zur Handlung gemacht werden, kann ein aufmerksamer Zuschauer beim Anschauen des Films eine subtile Anspielung auf das Land Sachsen bemerken. Während die Szenen mit dem jungen König und dem Jäger gezeigt werden, die sich entschließen, gemeinsam nach Schneewittchen zu suchen, ist im Hintergrund ein Sandstein-Relief mit dem sächsischen Wappen mit Balkenschild und Rautenband zu sehen.

Schneewittchen: Die Besetzung des DEFA-Films von 1961

Der DDR-Klassiker „Schneewittchen“ wurde von Günther Kaltofen geschrieben. Regie führte Gottfried Kolditz. Die Musik stammt von Siegfried Tiefensee. Die Rollen wurden von folgenden Schauspielerinnen und Schauspielern besetzt:

  • Schneewittchen: Doris Weikow
  • Königin: Marianne Christina Schilling
  • Junger König: Wolf-Dieter Panse
  • Jäger: Harry Hindemith
  • Kammerzofe: Steffie Spira
  • Koch: Fritz Schlegel
  • Küchenjunge: Horst Buder
  • Diener der Königin: Arno Wyzniewski
  • Reitknecht: Albert Zahn
  • Zwerg Naseweis: Fred Delmare
  • Zwerg Rumpelbold: Arthur Reppert
  • Zwerg Purzelbaum: Jochen Koeppel
  • Zwerg Packe: Georg Irmer
  • Zwerg Puck: Heinz Scholze
  • Zwerg Huckepack: Willi Scholz
  • Zwerg Pick: Horst Jonischkan

Schneewittchen von 1961: Vereinigung von sozialistischer Erziehung und Kunst?

In der Verfilmung von Schneewittchen aus dem Jahr 1961 wird deutlich, dass die fleißigen und hilfsbereiten Charaktere immer das ethisch Richtige verkörpern. Die Hauptfigur wird als Vorbild präsentiert, das durch Eigenschaften wie Arbeitswilligkeit und Pflichtbewusstsein gekennzeichnet ist. Dies gilt auch für die sieben Zwerge, bei denen Schneewittchen Schutz sucht. Der Regisseur Kolditz bleibt im Film dem volkstümlichen Bild von Zwergen treu, die als kleine, alte und bärtige Wesen dargestellt werden, die Schätze bewachen und handwerklich geschickt sind. Gleichzeitig werden die Zwerge als individuelle Persönlichkeiten gezeigt. Zum Beispiel mag Puck sich nicht gerne waschen und Purzelbaum möchte seine Purzelbäume zeigen, wird aber vom Ältesten Rumpelbold immer wieder zur „Ordnung!“ gerufen.

Der Politikwissenschaftler und Soziologe Klaus Schroeder untersucht in seinem Buch „Der SED-Staat. Geschichte und Strukturen der DDR“ die Bedeutung dieser Szenen. Für ihn verdeutlicht der scheinbar humorvolle Einschub in Wirklichkeit einen Teil der kollektiven Erziehung im Sinne des Sozialismus. Die Unterdrückung von Freiheit und Individualität, wie sie durch das verspielte Purzelbäume schlagen dargestellt wird, geht seiner Meinung nach mit einer Form der „Kollektiverziehung“ einher, die durch autoritäre Unterweisung und Belehrung („Ordnung!“) unterstützt wird. Schroeder betrachtet „Schneewittchen“ von 1961 als Beispiel dafür, wie auch im DDR-Märchenfilm ein Gleichgewicht zwischen pädagogischem Auftrag und künstlerischem Anspruch gefunden werden musste.

Die Neuverfilmung von Schneewittchen aus dem Jahr 2009

Dieser Film basiert, wie das Original, auf dem bekannten Märchen der Brüder Grimm und wurde als Teil der Märchenfilm-Reihe „Acht auf einen Streich“ produziert, die erstmals im Weihnachtsprogramm 2009 im Ersten ausgestrahlt wurde. Die Dreharbeiten fanden im Sommer 2009 unter anderem in der Burg Kriebstein bei Waldheim in Sachsen, in der Baumannshöhle in Rübeland im Landkreis Harz und im Kloster Ilsenburg in Sachsen-Anhalt statt.