Wacken - Faster, harder, louder – noch vor dem offiziellen Start werden die Boxen auf den kleineren Bühnen des Heavy-Metal-Festivals im Ort Wacken in Schleswig-Holstein am Mittwoch richtig aufgedreht. Eigentlicher Start des Wacken Open Air (W:O:A, bis 6. August) ist an diesem Donnerstag. Das Festival ist nach Veranstalterangaben mit 75.000 Besuchern ausverkauft. Bereits seit Tagen reisen Metal-Fans in den Norden. „Die Anreise läuft gut und es werden voraussichtlich bis zum Abend über 50 Prozent der Flächen ausgelastet sein“, sagte Festival-Mitveranstalter Thomas Jensen am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Anreise per Reisebus, Zug, Flugzeug, Auto, Motorrad, Fahrrad oder zu Fuß

Doch welcher Weg ist der beste? Kraftfahrzeuge erreichen Wacken über die Autobahnen 7 und 23, die Anfahrt ist großflächig ausgeschildert. Einweiser lotsen Besucher zum Platz. „Gruppen sollten gemeinsam anreisen und ihre Zusammengehörigkeit an unser Personal kommunizieren - mündlich und zusätzlich per Hinweisschild hinter der Windschutzscheibe“, raten die Festivalveranstalter.
Wer täglich mit dem eigenen Kraftfahrzeug pendelt, kann hierfür ausgeschilderte Tagesparkplätze nutzen. Zum Absetzen und Abholen von Besuchern ist außerdem eine Kiss & Ride-Zone in Gribbohm eingerichtet und ausgeschildert. Es ist auch möglich hier einige Minuten zu halten, um etwa Campingmaterial auszuladen.
Die wichtigsten Knotenpunkte für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind Hamburg und Itzehoe. Von beiden Städten aus gibt es verschiedene Shuttleangebote, die Besucher direkt zum Eingang des Wacken Open Airs bringen.

Judas Priest, Slipknot und In Extremo rocken das Wacken

Bis Sonnabend wollen im Norden Größen der Metal-Szene wie Judas Priest spielen. Insgesamt werden 200 Bands erwartet. Mit dabei sind unter anderem auch Slipknot, Powerwolf, Hämatom, In Extremo, Lordi, Slime und Venom. Beim sogenannten Wacken-Wednesday ging es auf der drittgrößten Bühne unter anderem mit Avantasia und Epica zur Sache. Auch eine Kölner Karnevals-Kultband ist erstmals dabei: die Höhner. Für diese Bühne wurden gesonderte Karten an Festival-Besucher verkauft. 2023 soll der Mittwoch dann offizieller Festivaltag werden.
Empfohlener Inhalt der Redaktion

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Youtube, der den Artikel ergänzt. Sie können sich diesen mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Externer Inhalt

Sie erklären sich damit einverstanden, dass Ihnen externe Inhalte von Youtube angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden.

Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Vorgesehen waren eigentlich auch Rammstein-Sänger Till Lindemann mit seinem Soloprogramm und Limp Bizkit. Beide mussten jedoch absagen. Gründe waren, laut Veranstalter, unter anderem logistische Probleme. Aufgrund der Corona-Pandemie hatten sich zahlreiche Crew-Mitglieder wie LKW-Fahrer inzwischen einen anderen Job gesucht.

Mit 800 Heavy-Metal-Fans fing 1990 alles an

1990 feierten 800 Heavy-Metal-Fans das erste Mal in dem kleinen Ort im Norden. Danach wurde das Festival immer größer, zuletzt kamen regelmäßig 75.000 Menschen. Mehr als 95 Prozent der Fans hatten ihre Karten für das wegen der Corona-Pandemie im Vorjahr erneut abgesagte Festival eingetauscht. Der Rest der Karten wurde über eine Warteliste verlost.