Zah1de in Berlin: Erstes Konzert - junge Fans warten in der Kälte auf ihr Idol

Rapperin Zah1de gibt zum Jahresanfang zwei Konzerte in Berlin. Das sagen Fans zu der TikTokerin.
Peter Kneffel/dpa- Rapperin Zah1de gab in Berlin ihr erstes großes Konzert in der Uber Eats Music Hall.
- Trotz Kälte warteten viele Eltern mit Kindern, Konzert schnell ausverkauft.
- Fans reisten teils aus Österreich und anderen Bundesländern an.
- Zah1de wurde durch TikTok berühmt, hat 8,5 Mio. Follower und veröffentlichte 2025 ihr Album „Pretty Privileges“.
- Ihre Fans sind meist Mädchen zwischen sieben und zwölf Jahren, viele erlebten ihr erstes Konzert.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit 14 Jahren wurde sie durch Tanzvideos in den sozialen Netzwerken bekannt. Rund ein Jahr später folgen ihr auf TikTok alleine rund 8,5 Millionen Menschen. Ihr Name: Zah1de, bürgerlich Zahide Kayaci. Für die Jugendliche hört der Erfolg dort nicht auf. Am 19. Dezember 2025 brachte die Berliner Rapperin ihr erstes Album „Pretty Privileges“ heraus.
Der name des Albums, auf deutsch: hübsche Priviliegien, spricht vor allem Mädchen im jungen Alter an. Auf Instagram gibt sie einen kleinen Einblick zu ihrem Debütalbum: „Ich wollte euch auch mitteilen, dass ihr an euch glauben sollt und eure Ziele verfolgen sollt. Ihr werdet genauso weit kommen wie ich. Ihr könnt hübsch sein und Großes schaffen.“
Nun steht Zahide für ihr erstes großes Konzert auf der Bühne der Uber Eats Music Hall. Für die heute 15-Jährige kein ungewöhnlicher Ort: Im gegenüberliegenden Tanzstudio „Lunatix Dance Base“ entstanden ihre ersten viralen Tik-Tok-Videos. Für die Sängerin ein Heimspiel – und ein weiterer Meilenstein in der noch jungen Laufbahn der Künstlerin.
Zah1de in Berlin - ein Heimspiel für die Rapperin
Der Andrang vor der Konzerthalle ist groß. Trotz Temperaturen um den Gefrierpunkt stehen zahlreiche Eltern gemeinsam mit ihren Kindern schon Stunden vor dem Konzertbeginn an.
Die meisten Besucher sind weiblich und im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren. Das Konzert der 15-Jährigen war schnell ausverkauft, stellt ein Familienvater fest, der mit einem Pappschild „Suche Karten“ auf dem Platz hin- und herläuft und verzweifelt nach Tickets sucht. „Meine Tochter ist großer Fan. Deswegen hoffen wir, hier noch spontan an Karten zu kommen. Ich bleibe optimistisch“, sagt er und zieht weiter durch die Masse.
Denise schenkt ihrer Tochter Karten für das Konzert
Unter den Wartenden sind auch Denise und ihre elfjährige Tochter Emma aus Berlin-Spandau. Die Karten hat Mama Denise ergattert, beziehungsweise der Nikolaus, erzählt die Mutter mit einem Lächeln. Kennengelernt habe Emma die Sängerin über TikTok – zunächst durch eine Freundin, dann über die Videos und schließlich über die Musik. Einen Lieblingssong habe sie nicht, sagt Emma. Sie freue sich einfach darauf, die bekannten Hits live zu hören. Auch Fanartikel sollen gekauft werden.

Zah1de live: Emma und Mutter Denise warten auf den Einlass.
Janine ReinschmidtWie steht Denise zu dem Erfolg einer so jungen Sängerin? „Ein wenig kritisch sehe ich es schon, wenn eine Jugendliche über Nacht berühmt wird und so viel Geld verdient.“ Gleichzeitig räumt sie ein, beim Thema Social Media nicht immer ganz konsequent zu sein. Da Emma eher introvertiert sei und die Accounts über sie liefen, gehe es bislang gut, sagt sie. Der Hype um die Rapperin in Emmas Schulklasse sei groß, „aber eher bei Mädchen“, sagt die 11-Jährige.
Familie reist aus Österreich zum Zah1de-Konzert nach Berlin
Aus dem Vorarlberg, Österreich, sind Devin und seine Mutter Sibel angereist. Der 7-Jährige ist einer der wenigen männlichen Fans am Abend. Er kennt Zah1de aber nicht aus sozialen Netzwerken, sondern über Spotify. „TikTok haben wir gar nicht“, betont seine Mutter. Ihr Sohn sei auf der Streamingplattform auf die Lieder von Zah1de gestoßen und fand sie auf Anhieb klasse. Ihre Lieder kennt Devin in- und auswendig. „Er hat sich ein bisschen in Zahide verliebt“, sagt Sibel lachend – auch wenn Devin das bestreitet. „Ich mag ihre Stimme. Sie ist auch ein bisschen süß – aber verliebt bin ich nicht.“

Sohn Devin und Mama Sibel sind für das Konzert extra aus Österreich angereist.
Janine ReinschmidtEine weitere Familie hatte ebenfalls einen weiteren Anreiseweg. Die Schwestern Amanda und Tamara kommen aus Gießen in Hessen und wollten den Auftritt von Zah1de auf keinen Fall verpassen. „Was man nicht alles für seine Kinder tut“, sagt der Vater schmunzelnd. Amanda besucht die fünfte Klasse und hat Zahides Musik über YouTube entdeckt. Ihre kleine Schwester, die die zweite Klasse besucht, habe es dann übernommen, sind sich beide Elternteile einig. Amanda ergänzt: „Ihre Tanzvideos auf TikTok kenne ich zwar auch, aber die sind nicht so mein Fall.“ Ob die Eltern im Umgang der Töchter mit Social Media besorgt sind? „Die Große darf zwar TikTok und Co nutzen, allerdings nur zeitlich begrenzt am Tag“, sagt die Mutter der beiden Mädchen.
Einen Lieblingssong haben die beiden Geschwister aber nicht. Sie würden alle Hits mögen, wie der Vater bestätigt. „Die Kinder haben sich während der Autofahrt mit den Liedern aufgewärmt und kräftig mitgesungen.“ Für die Eltern sei die Musik auf Nachfrage aber nichts.
Der Abend macht deutlich, welche Anziehungskraft die junge Sängerin bereits entwickelt hat – vor allem bei einem sehr jungen Publikum. Für viele Kinder ist es das erste große Konzert, für die Eltern ein gemeinsames Erlebnis, das sie trotz Kälte und Warteschlange gerne in Kauf nehmen.


