Ab 2027: Diese Städte schaffen den Gelben Sack ab

In vielen Ortschaften wird der Gelbe Sack ab 2027 ersetzt.
Harald Tittel/dpaDer Gelbe Sack verschwindet in immer mehr Regionen Deutschlands. Ab dem 1. Januar 2027 setzen zahlreiche Kommunen bei der Entsorgung von Kunststoff-, Metall- und Verbundverpackungen auf die Gelbe Tonne. Statt Verpackungsmüll in Säcken an den Straßenrand zu stellen, sammeln die Haushalte ihn künftig in festen Abfallbehältern.
Eine bundesweite Abschaffung des Gelben Sacks ist allerdings nicht geplant. Die Entscheidung über das Sammelsystem wird regional getroffen. Deshalb bleibt der Gelbe Sack in vielen Städten und Gemeinden weiterhin bestehen.
Diese Städte und Gemeinden stellen 2027 auf die Gelbe Tonne um
Besonders viele Haushalte sind in Brandenburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz betroffen. Dort stellen teilweise ganze Landkreise auf das neue Sammelsystem um.
In Nordrhein-Westfalen gehören Halle (Westfalen), Werther (Westfalen), Altenberge und Lengerich zu den Kommunen, die ab Januar 2027 Gelbe Tonnen einführen.
In Bayern sind unter anderem Neu-Ulm, Buch, Holzheim, Kellmünz an der Iller, Osterberg, Pfaffenhofen an der Roth, Roggenburg und Unterroth betroffen. Im Landkreis Neu-Ulm werden Gelbe Säcke übergangsweise noch im Januar 2027 abgeholt.
Auch in anderen Bundesländern stehen Änderungen bevor. Dazu zählen:
Brandenburg: Brandenburg an der Havel sowie der gesamte Landkreis Prignitz, darunter Perleberg, Pritzwalk und Wittenberge.
Niedersachsen: Weite Teile des Landkreises Helmstedt, darunter Königslutter am Elm, Schöningen und Lehre.
Mecklenburg-Vorpommern: Der Landkreis Vorpommern-Greifswald, darunter Greifswald, Anklam, Pasewalk, Wolgast und Ueckermünde.
Schleswig-Holstein: Der Kreis Steinburg mit Städten wie Itzehoe, Glückstadt, Kellinghusen, Wilster und Krempe.
Rheinland-Pfalz: Der gesamte Donnersbergkreis mit Städten wie Kirchheimbolanden, Eisenberg und Rockenhausen.
Saarland: St. Ingbert.
Sachsen: Eilenburg.
Hessen: Frankenau und Gemünden (Wohra).
Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Weitere Gemeinden können von regionalen Umstellungen betroffen sein.
Gelbe Tonne statt Gelber Sack: Was gilt in München?
Auch in München ändert sich die Verpackungsentsorgung ab 2027 grundlegend. Die Stadt führt die Gelbe Tonne flächendeckend ein und ersetzt damit vor allem die bisherigen Container an Wertstoffinseln. Es handelt sich deshalb nicht um eine klassische Umstellung vom Gelben Sack.
Im Landkreis Regensburg wird ebenfalls ein neues Sammelsystem eingeführt. Dort ersetzt die Gelbe Tonne die bisherige Abgabe von Leichtverpackungen an Wertstoffhöfen.
Warum wird der Gelbe Sack abgeschafft?
Die Gelbe Tonne soll die Verpackungsentsorgung im Alltag vereinfachen. Die Behälter sind stabiler als die dünnen Kunststoffsäcke, die häufig aufreißen oder durch Wind und Tiere beschädigt werden. Dadurch soll weniger Verpackungsmüll auf Straßen und Gehwegen landen.
An der Mülltrennung selbst ändert sich grundsätzlich nichts: In die Gelbe Tonne gehören beispielsweise Joghurtbecher, Konservendosen, Kunststoffverpackungen und Getränkekartons. Papier, Glas und Restmüll müssen weiterhin getrennt entsorgt werden.
Müssen Verbraucher eine Gelbe Tonne bestellen?
Das hängt von der jeweiligen Kommune ab. Häufig werden die neuen Behälter automatisch an die Haushalte verteilt. Die zuständigen Entsorgungsunternehmen informieren über die Auslieferung, die Behältergrößen und die künftigen Abholtermine.
Wichtig: Nicht überall verschwinden die Gelben Säcke sofort zum Jahreswechsel. In einzelnen Regionen gelten Übergangsfristen oder Ausnahmen. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald werden Gelbe Säcke beispielsweise noch bis spätestens Ende März 2027 abgeholt.
Wer wissen möchte, ob die eigene Stadt betroffen ist, sollte die Bekanntmachungen der Kommune oder des zuständigen Abfallentsorgers prüfen.
