ADAC vergleicht Spritpreise: In diesem Bundesland ist Tanken am teuersten

Der ADAC hat die Spritpreise aller deutschen Bundesländer verglichen. Wo man für Diesel und Benzin am meisten bezahlt - eine Übersicht. (Symbolbild)
Julian Stratenschulte/dpaDer ADAC hat die Preisdaten von mehr als 14.000 Tankstellen ausgewertet und den 16 Bundesländern zugeordnet. Die ermittelten Preise stellen eine Momentaufnahme vom 20. August, 11 Uhr, dar. Überraschend ist, wo der Sprit am teuersten ist.
Ein Blick auf derzeitige Spritpreise in ganz Deutschland zeigt, dass sich am Ranking der Bundesländer nur geringfügige Änderungen ergeben, was am derzeit insgesamt vergleichsweise ruhigen Preisgeschehen bei den Kraftstoffen liegen dürfte. Die Preisdifferenzen zwischen den Bundesländern sind bei der aktuellen Auswertung bei Benzin auf ähnlichem Niveau wie bei der Juli-Auswertung, bei Diesel sind sie allerdings größer geworden.
Spritpreise im Vergleich: Hier tankt man am teuersten
Überraschend ist: Während die Kraftstoffpreise im Westen Deutschlands in den vergangenen Monaten am niedrigsten sind, müssen die Autofahrerinnen und Autofahrer im Norden und Osten derzeit beim Tanken am tiefsten in die Tasche greifen, obwohl hier das Lohnniveau in der Regel am niedrigsten ist, wie Statistiken zeigen.
Die Tabelle zeigt zudem, dass vor allem bei Diesel der Osten deutlich tiefer in die Tasche greifen muss. (Quelle: adac.de)
Laut der Auswertung kostet ein Liter Super E10 im nördlichsten Bundesland Schleswig-Holstein mit 1,739 Euro im Mittel bundesweit am meisten.
Teuerstes Bundesland für Dieselfahrer ist Mecklenburg-Vorpommern: hier kostet ein Liter im Schnitt 1,621 Euro.
Insgesamt fällt auf, dass man in den nördlichen und vor allem östlichen Bundesländern am meistens für Benzin und Diesel ausgeben muss. Das sind genau die Bundesländer, die beispielsweise beim großen Gehaltscheck 2023 die hinteren Plätze belegten.
Ganz anders stellt sich die Preissituation an den Tankstellen im Westen des Landes dar: Wie in den vergangenen Monaten häufiger der Fall, ist das Saarland das günstigste Bundesland, diesmal jedoch nur für die Fahrer von Benzinern. Für einen Liter Super E10 muss man im kleinsten deutschen Flächenland im Schnitt 1,682 Euro bezahlen, das sind immerhin 5,7 Cent weniger als in Schleswig-Holstein. Für Dieselfahrer ist Rheinland-Pfalz aktuell am günstigsten – hier liegt der Literpreis bei durchschnittlich 1,557 Euro und damit um stolze 6,4 Cent unter dem Preis in Mecklenburg-Vorpommern. Auf dem zweiten Platz folgt hier wieder das Saarland mit 1,568 Euro.
Beim Tanken sparen: Möglichkeiten und Empfehlungen
Der ADAC empfiehlt, alle sich bietenden Sparmöglichkeiten beim Tanken konsequent zu nutzen. Dazu gehört, vergleichsweise preiswerte Tankstellen zu günstigen Tankzeitpunkten anzusteuern.
In der Regel sind die Spritpreise abends am niedrigsten, morgens um 7 Uhr ist Kraftstoff dagegen an fast jeder Tankstelle um mehrere Cent teurer.
Die Preise kann man über Apps vergleichen. Neben anderen Anbietern wie auf dem Markt hat auch der ADAC eine App mit dem Namen „ADAC Drive“ entwickelt.
Wer in Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern die Nähe zum Nachbarland Polen nutzt, kommt in der Regel ebenfalls günstiger beim Tanken weg, wie ein aktueller Vergleich der Spritpreise in der Doppelstadt Görlitz-Zgorzelec zeigt.
Darüber hinaus lohnt sich auch das Tanken in Tschechien. Worauf man dabei achten muss und wie man die Maut im Nachbarland umgeht, lesen Sie hier.
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