Alarm an Badestellen: Blaualgen sorgen für Badeverbot an beliebtem See

Ein Boot liegt bei bewölktem Wetter auf einem Steg am Steinhuder Meer in der Region Hannover. (Symbolbild)
Moritz Frankenberg/dpaWer noch auf einen spätsommerlichen Sprung ins Steinhuder Meer gehofft hat, muss vorerst umplanen. Im beliebten Ausflugs- und Freizeitgebiet in der Region Hannover gilt derzeit ein Badeverbot.
Grund ist eine starke Vermehrung von Cyanobakterien, die umgangssprachlich als Blaualgen bezeichnet werden. Nach Angaben der Region Hannover ist die Sichttiefe im Wasser inzwischen deutlich eingeschränkt. Um mögliche gesundheitliche Gefahren auszuschließen, wurde deshalb für das EU-Badegewässer ein Badeverbot ausgesprochen.
Die Betreiber der Badestellen wurden aufgefordert, zusätzliche Hinweisschilder aufzustellen und die Zugänge zu den betroffenen Bereichen abzusperren. Besucher sollen das Verbot unbedingt beachten und möglichst auch außerhalb der offiziellen Badestellen nicht mit dem Wasser in Kontakt kommen.
Was macht Blaualgen problematisch?
Blaualgen sind streng genommen keine Algen, sondern Bakterien. Vor allem bei warmem, nährstoffreichem Wasser können sie sich stark vermehren und regelrechte Algenteppiche bilden. Einige Cyanobakterien können Stoffe produzieren, die unter anderem Hautreizungen, Übelkeit oder andere Beschwerden auslösen können.
Besonders vorsichtig sollten Eltern mit kleinen Kindern und Hundebesitzer sein: Kinder können beim Spielen leichter Wasser verschlucken, Hunde trinken mitunter größere Mengen davon.
Das Steinhuder Meer gehört zu den bekanntesten Naherholungszielen in Niedersachsen und zieht vor allem im Sommer viele Badegäste, Wassersportler und Tagesausflügler aus ganz Deutschland an. Wie lange das aktuelle Badeverbot bestehen bleibt, hängt von der weiteren Entwicklung der Wasserqualität ab.
