Altes Gartenwissen: Diese Bauernregeln gelten im Mai

Flieder blüht im Wonnemonat Mai vor einem gelben Rapsfeld. Welche Bauernregeln gelten im Mai? Eine Übersicht. (Symbolbild)
Patrick Pleul/dpaIm Mai starten die meisten Gartenfans so richtig durch in ihrer grünen Oase. Helfen beim erfolgreichen Gärtnern vielleicht auch Bauernregeln und welche gelten jetzt, im Mai? Wir haben die typischen Bauernregeln für den Mai zusammengetragen.
Bauernregeln, Wetterregeln: Das hat es mit den alten Weisheiten auf sich
Bauernregeln sind meistens in Reimform verfasst und werden über Generationen weitergegeben. Einige Wetter-Weisheiten haben ihren Ursprung sogar schon im Mittelalter. Da man in vergangenen Zeiten noch nicht so viel Wissen über meteorologische Phänomene hatte, wie wir heutzutage, könnte man leicht annehmen, dass Bauernregeln Unsinn sind. Allerdings steckt aufgrund jahrhundertelanger Beobachtung ganz oft viel Wahres in den Weisheiten.
Lostage und Bauernregeln
Einige Bauernregeln befassen sich mit sogenannten Lostagen. Das sind Tage, die man früher für feste Prognosen nutzte. Zu den Lostagen gehören zum Beispiel die Eisheiligen, aber auch die Schafskälte im Juni oder der Siebenschläfer-Tag sind Lostage.
Klimawandel, Kalenderreform – das beeinflusst die Bauernweisheiten
Bei sehr alten Lostagen, die vor der Kalenderreform, also dem Übergang vom julianischen zum gregorianischen Kalender, entstanden sind, müssen heute Zeitverschiebungen von bis zu 10 Tagen einberechnet werden. Auch der Klimawandel sorgt dafür, dass einige Bauernweisheiten nicht mehr ganz stimmen. Darüber hinaus ist wichtig, woher die Regeln stammen. Denn was im Süden gilt, muss im Norden noch lange nicht stimmen.
Diese Bauernregeln für den Mai existieren
Mai-Bauernweisheiten befassen sich vor allem mit dem Thema Regen. Viel Regen hilft, dass das Saatgut schnell keimt und Jungpflanzen gut anwachsen können. Hier eine Auswahl bekannter Bauernweisheiten für den Mai:
- Donnert's im Mai recht viel, hat der Bauer ein gutes Spiel.
- Ist der Mai kühl und nass, füllt’s dem Bauern Scheun’ und Fass.
- Das Jahr fruchtbar sei, wenn’s viel donnert im Mai.
- Ein kühler Mai wird hoch geacht', hat stets ein gutes Jahr gebracht.
- Mairegen bringt Segen.
- Ist der Mai recht heiß und trocken, kriegt der Bauer kleine Brocken.
- Donner und Fröste im Wonnemond, Müh' und Arbeit wenig lohnt.
- Trockener Mai - Wehgeschrei, feuchter Mai bringt Glück herbei.
- Wind im Mai verweht den Gram, der Juni wird danach stets warm.
- Grünt die Eiche vor der Esche, gibt’s im Sommer große Wäsche. Treibt die Esche vor der Eiche, bringt der Sommer große Bleiche. (mit Wäsche ist Regen gemeint)

