Anrufe aus dem Ausland: So schützen Sie sich vor Spam- und Ping-Telefonaten

Vorsicht vor Spam- und Ping Anrufen. Aktuell werden wieder vermehrt Anrufe mit der Vorwahl +31 gemeldet. Wie man am besten reagiert und sich vor Betrug schützt. (Symbolbild)
Weronika Peneshko/dpa- Vermehrt Anrufe aus Niederlanden (+31); Vorsicht vor Spam- und Ping-Anrufen.
- Verbraucherzentrale Niedersachsen warnte bereits letztes Jahr.
- Spam-Anrufe: Datenabfrage; Ping-Anrufe: teure Rückrufe vermeiden.
- Keine Anrufe aus dem Ausland annehmen oder zurückrufen.
- Meldung an Bundesnetzagentur bei Ping-Anrufen hilft, Kosten zu vermeiden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Verbraucherzentrale Niedersachsen warnte bereits letztes Jahr vor Anrufen aus den Niederlanden mit der Vorwahl 0031 oder +31. Aktuell erhalten wieder viele Menschen Anrufe von Nummern, die die Vorwahl +31 haben. Aber auch anderen Nummern können problematisch sein. Was dahintersteckt und wie Sie am besten auf solche Anrufe reagieren.
Übersicht:
- Anrufe mit der Vorwahl +31 oder 0031: Was steckt dahinter?
- Spam- und Ping-Anrufe: Diese Betrugsmaschen bei Anrufen aus dem Ausland gibt es
- So reagiert man auf Anrufe aus dem Ausland richtig
- Meldung an die Bundesnetzagentur bei Ping-Anrufen
Anrufe mit der Vorwahl +31 oder 0031: Was steckt dahinter?
Wenn das Telefon klingelt, kommt man schnell in Versuchung, einfach dranzugehen. Besonders Menschen, die häufig telefonieren oder regelmäßig Anrufe von fremden Nummern erhalten, drücken schnell auf den Annahme-Button auf ihrem Telefon. Bei bestimmten Nummern sollte man aber zweimal hinschauen, da es sich um Spam-Anrufe handeln kann.
Im Moment scheinen viele Verbraucherinnen und Verbraucher wieder Anrufe aus den Niederlanden zu bekommen, die man an der Vorwahl ++31 oder 0031 erkennt.
Teilweise belassen es die Anrufenden nicht bei nur einem Versuch, sondern rufen mehrmals kurz hintereinander an, um Dringlichkeit vorzutäuschen. Selbst als vorsichtiger Mensch kann man da leicht in Versuchung kommen.
Bei solchen Nummern ans Telefon zu gehen, ist aber in den meisten Fällen keine gute Idee. Oft handelt es sich bei den Anrufen von fremden Nummern um Betrugsmaschen, so auch bei den Anrufen, die derzeit scheinbar aus den Niederlanden kommen.
Diese Betrugsmaschen bei Anrufen aus dem Ausland gibt es
- Spam-Anrufe: Diese Anrufe erkennt man daran, dass es sich fast immer um Nummern aus dem Ausland handelt. Nimmt man den Anruf an, melden sich Mitarbeitende eines „Call-Centers“, die versuchen, an die Daten (z.B. Bankdaten, Adressen usw.) des oder der Angerufenen zu kommen. Im letzten Jahr gab es sogar gehäuft Fälle, bei denen sich die Anrufenden als Mitarbeitende der Verbraucherzentrale Niedersachsen ausgaben. Die wiederum warnte auf ihrer Website vor dem Betrug.
- Ping-Anrufe: Eine weitere Möglichkeit, mit einem Anruf betrogen zu werden, ist ein Ping-Anruf. Solche Anrufe erfolgen größtenteils automatisiert durch einen Computer. Man erkennt solche Anrufe an der oft ausländischen Nummer. Das Klingeln ist aber in der Regel sehr kurz, sodass kaum Zeit bleibt, den Anruf anzunehmen. Wer nun in Versuchung kommt, die Nummer auf dem Display zurückzurufen, hört meistens nichts oder eine Bandansage am anderen Ende der Leitung. Teuer kann es trotzdem werden, weil es sich um kostenpflichtige Rufnummern handelt.
So reagiert man auf Anrufe aus dem Ausland richtig
Grundsätzlich gilt: Wer keinen dringenden Anruf aus dem Ausland erwartet, sollte bei fremden Nummern mit internationaler Vorwahl nie ans Telefon gehen und auch nicht zurückrufen. Auch dann nicht, wenn die Anrufe mehrmals hintereinander erfolgen und damit eine hohe Dringlichkeit vortäuschen. Stattdessen sollte die betreffende Nummer direkt blockiert werden.
Bei iPhones funktioniert das Blockieren einer Telefonnummer beispielsweise so: In der Liste der verpassten Anrufe steht ganz rechts hinter der Anrufzeit ein „i“ in einem Kreis. Dort tippen und ganz nach unten scrollen. Dort lässt sich die Nummer blockieren.
Bei Ping-Anrufen, also sehr kurzem „Anklingeln“ von einer fremden Nummer, niemals zurückrufen! Stattdessen sollte man solche Fälle der Bundesnetzagentur melden, die dafür extra ein Online-Meldeformular betreibt, das hier zu finden ist.
Meldung an die Bundesnetzagentur bei Ping-Anrufen
Sollte man versehentlich Ping-Anruf entgegengenommen oder bei einer verdächtigen Nummer zurückgerufen haben, kann die Meldung bei der Bundesnetzagentur auch verhindern, dass der Telefonanbieter den Anruf in Rechnung stellt. Dies gilt auch dann, wenn Sie erst aufgrund der Telefonrechnung bermerken, dass Sie einem Betrug erlegen sind. In solchen Fällen kann die Beschwerdemeldung bei der Bundesnetzagentur dazu führen, dass die Beträge für den Anruf erstattet werden. Es empfiehlt sich außerdem, die betreffende Nummer zu blockieren.


