„Archetyp Market“: Prozess um riesige Drogen-Plattform im Darknet beginnt

Bei einem Prozess in Frankfurt geht es um Darknet-Drogenhandel im großen Stil.
Nicolas Armer/dpa- Prozess in Frankfurt: Angeklagter soll Darknet-Drogenplattform „Archetyp Market“ betrieben haben.
- Laut Anklage war es der weltweit größte Marktplatz für Drogen und Arzneimittel.
- Festnahme in Barcelona durch spanische Spezialeinheit, Server standen in den Niederlanden.
- Ermittler meldeten etwa 330 Mio. Euro Umsatz, 2,3 Mio. Bestellungen und 600.000 Konten.
- Der 31-Jährige soll mit Moderatoren agiert haben und rund 20 Mio. Euro eingenommen haben.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Kokain, Fentanyl und Heroin: Eine riesige Plattform für Drogenhandel im Darknet ist Mitte vergangenen Jahres von den Behörden abgeschaltet worden. Der mutmaßliche Gründer und Administrator muss sich ab Montag vor dem Frankfurter Landgericht (9 Uhr) verantworten. Der 31-Jährige war im August angeklagt worden.
Bei der Plattform „Archetyp Market“ handelte es sich laut Anklage zum Zeitpunkt der Abschaltung um den weltweit größten Handelsmarktplatz für Drogen und Arzneimittel. Der Angeklagte war im Juni 2025 von einer Spezialeinheit der spanischen Nationalpolizei in Barcelona festgenommen worden.
Zugleich gab es nach damaligen Angaben des Bundeskriminalamts (BKA) Durchsuchungen im In- und Ausland und weitere Festnahmen. Die Serverinfrastruktur befand sich demnach in den Niederlanden.
Millionen Bestellungen und hoher Umsatz
Den Gesamtumsatz bezifferten die Ermittler auf etwa 330 Millionen Euro. Es soll mehr als 600.000 Konten von Kunden aus aller Welt und 2,3 Millionen Bestellungen gegeben haben.
Der in Frankfurt Angeklagte soll die Plattform gemeinsam mit mehreren Moderatoren betrieben haben. Er selbst soll laut den Ermittlungen Einnahmen von etwa 20 Millionen Euro erzielt haben.
Das Ermittlungsverfahren führte die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft, daher findet der Prozess am Frankfurter Landgericht statt.
