Barbaratag heute
: Dieser Brauch bringt Glück für 2025

Heute ist Barbaratag. Was wird genau gefeiert und wer ist die heilige Barbara? Alle Infos im Überblick.
Von
Doreen Matschuk
Frankfurt (Oder)
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Mit Schnee bedeckt sind die Pfirsichblüten in einer Obstplantage. +++ dpa-Bildfunk +++

Heute ist Barbaratag. Alles zur Bedeutung dieses Tages, welcher Brauch Glück fürs nächste Jahr bringen soll und wie man Barbarazweige zum Blühen bringt. (Symbolbild)

Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • Barbaratag am 4. Dezember feiert die heilige Barbara, Schutzpatronin der Bergleute.
  • Brauch: Obstzweige in Wasser stellen; Blüte symbolisiert Glück und Hoffnung.
  • Zweige von Kirsch-, Apfel-, Pflaumenbäumen und Sträuchern wie Forsythie geeignet.
  • Geschichte: Barbara, im 3. Jahrhundert lebend, wurde für ihren Glauben gemartert.
  • Traditionen und Bedeutungen des Barbaratags bleiben lebendig.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Alle Jahre wieder zur Vorweihnachtszeit wird der Barbaratag begangen. Dieser christliche Feiertag geht mit einem Brauch einher, der mit Obstzweigen zu tun hat. Aber was genau hat es damit auf sich und wer ist Barbara? Alle Infos zur Bedeutung und dem Brauch lesen Sie in unserer Übersicht.

Überblick

  • Welche Bedeutung hat der Barbaratag?
  • Wer ist die heilige Barbara?
  • Was hat der Barbaratag mit dem Bergbau gemein?
  • Geeignete Barbarazweige und wie man sie zum Blühen bringt

Barbaratag heute: eine alte Tradition wiederentdecken

Am 4. Dezember wird der Barbaratag gefeiert, ein Brauch, der zur Weihnachtszeit Blütenpracht in die Wohnräume bringt. Der Legende nach erwartet die Besitzer von Frühblüher-Zweigen großes Glück im nächsten Jahr, wenn sich die Knospen am Weihnachtsmorgen öffnen.

Die Geschichte der heiligen Barbara

Das Leben der heiligen Barbara ist von Legenden geprägt, welche jedoch nie belegt wurden. Sie war eine Kaufmannstochter aus dem 3. Jahrhundert und soll in Nikomedia, dem heutigen Izmir in der Türkei, gelebt haben. Trotz ihrer heidnischen Erziehung kam sie mit dem Christentum in Berührung und ließ sich taufen. Ihr Vater, ein Gegner ihres neuen Glaubens, bestrafte sie dafür, indem er sie ins Gefängnis sperrte, folterte und schließlich tötete. Für Christen gilt Barbara als Märtyrerin – eine weibliche Person, die für ihren religiösen Glauben freiwillig den Tod, verursacht durch Außenstehende, erduldet.

Die heilige Barbara und der Bergbau

Die heilige Barbara gilt als Schutzpatronin der Bergleute und gehört zu den 14 Nothelfern der katholischen Kirche. Sie wird auch als Patronin eines guten Todes verehrt. Der Legende nach versteckte sich Barbara nach ihrer Taufe vor ihrem Vater in einem Felsen, was ihre Verbindung zum Bergbau erklärt.

Am 4. Dezember feiern auch die Bergleute traditionell den Barbaratag. An diesem Tag danken sie ihrer Schutzpatronin für ein unfallfreies Jahr im Bergbau und bitten um weiteren Schutz.

Der Brauch der Barbarazweige

Seit Jahrhunderten ist es Brauch, am Barbaratag Zweige von Frühblühern ins Wasser zu stellen. Laut Überlieferung hat Barbara während ihrer Haft einen verdorrten Kirschbaumzweig mit Tropfen aus ihrem Trinknapf benetzt. Er blühte an dem Tag auf, an dem sie starb. Das Erblühen der Zweige symbolisiert Glück und Hoffnung für das kommende Jahr. Eine weitere Überlieferung besagt, dass die Zweige jungen Frauen den zukünftigen Ehemann voraussagen konnten: Der zuerst erblühte Zweig wies auf den Auserwählten hin.

Welche Zweige eignen sich?

Neben Kirschzweigen können auch Äste von Apfel-, Pflaumen- und Mandelbäumen sowie Sträucher wie Forsythie oder Holunder verwendet werden. Wichtig ist, dass die Zweige Blütenknospen tragen, die dicker und runder sind als Blattknospen. Achten Sie darauf, keine Zweige aus der freien Natur zu entnehmen.

So bringt man Barbarazweige zum Blühen

Zweige, die um den Barbaratag geschnitten werden, sollten bereits Frost erlebt haben, um die Blüte zu fördern. Sollte es Anfang Dezember noch nicht gefroren haben, können Sie die Zweige über Nacht ins Tiefkühlfach legen, um den nötigen Frostreiz zu erzeugen.