BVG-Streik in Berlin: Diese Linien bleiben in Betrieb

Verdi bestreikt bei der BVG am Donnerstag und Freitag (20. und 21. Februar 2025) den Nahverkehr in Berlin. Die betroffenen und noch fahrenden Linien bei Bus und Bahn im Überblick.
Annette Riedl/dpaVerdi und die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben in der aktuellen Tarifrunde noch keine Einigung gefunden. Um den Druck auf die Arbeitgeberseite zu erhöhen, hat die Gewerkschaft den nächsten Streik im Berliner Nahverkehr angekündigt. Die betroffenen, dennoch fahrenden Linien und Alternativen gibt es hier im Überblick.
Berlin: Nächster BVG-Streik am Donnerstag und Freitag
Am Donnerstag, 20. Februar 2025, und Freitag, 21. Februar 2025, wird der öffentliche Nahverkehr in Berlin massiv eingeschränkt. Ab 3:00 Uhr morgens stehen Busse, U-Bahnen und Trams für 48 Stunden größtenteils still. Nach aktuellen Informationen der BVG werden am Donnerstag und Freitag in dem betroffenen Zeitraum keine Trams, Busse und U-Bahnen fahren. Doch gibt es auch Ausnahmen – welche Linien sind dennoch unterwegs?
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Bus, U-Bahn, Tram und S-Bahn: Diese Linien fahren trotzdem
Zu Ausnahmen kommt es bei Bus-Linien und Angeboten, die im Auftrag der BVG von anderen Unternehmen gefahren werden. Das gilt für den BVG Muva und alle Fähren (F10, F11, F12). Die Bus-Linien 106, 114, 118, 133, 161, 168, 175, 179, 204, 218, 234, 263, 275, 316, 318, 320, 326, 334, 349, 358, 363, 380, N12, N23, N35, N39, N53, N61, N63, N69, N84, N91, N95, N97 sind vom Streik nicht betroffen. Die Linien 112, 124, 184, 744, 893, N68 und X36 fahren mit eingeschränktem Angebot. Vor Fahrtantritt sollte geprüft werden, ob in den BVG-Apps oder auf der Webseite der BVG die Fahrt mit einer Echtzeitinformation aktuell anzeigt wird.
Die S-Bahn Berlin ist nicht betroffen und verkehrt planmäßig, da sie von der Deutschen Bahn betrieben wird. Auch die Ringbahn wird am Donnerstag und Freitag wie gewohnt verkehren.
Welche weiteren Alternativen gibt es?
Fahrgäste können alternativ prüfen, ob sich Teilstrecken mit Regionalzügen überbrücken lassen. Wer nicht aufs Fahrrad umsteigen möchte, hat zudem die Möglichkeit, Taxis oder Fahrdienstanbieter wie Bolt, Uber & Co. zu nutzen. Diese Apps bieten neben Fahrzeugen auch E-Roller und Leihfahrräder an. Zusätzlich stehen Carsharing-Dienste sowie die Bildung von Fahrgemeinschaften als weitere Optionen zur Verfügung.
Hintergrund des BVG-Streiks in Berlin
Der Streik kommt zustande, weil die Gewerkschaft Verdi mit dem aktuellen Angebot der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) unzufrieden ist. Die Beschäftigten lehnen eine Reallohnsenkung ab und fordern spürbare Verbesserungen. Konkret verlangt Verdi 750 Euro mehr pro Monat, ein 13. Monatsgehalt sowie Zulagen für Fahr- und Wechselschichten in Höhe von 300 bzw. 200 Euro.
Die BVG hält den Streik für überzogen und verweist auf ihr eigenes Angebot: 17,6 Prozent mehr Gehalt über vier Jahre, einen monatlichen Festbetrag von 225 Euro ab Januar 2025 sowie eine jährliche Gehaltserhöhung um 2,5 Prozent.
