Chikungunya-Fieber in Italien
: AA warnt - diese Regionen sind betroffen

Das Auswärtige Amt warnt vor einem Ausbruch des Chikungunya-Fiebers in Italien. Welche Regionen besonders betroffen sind und was Reisende beachten müssen.
Von
Nicole Züge
Berlin
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This photograph shows samples for screening test during the chikungunya epidemic at the biology centre of the University Hospital Center in Saint-Denis, France's overseas Indian ocean island of La Reunion, on April 10, 2025. The chikungunya epidemic in the Reunion island is "widespread and major" and "continues to progress", highlighted Public Health France on April 9, 2025, reporting nearly 6,300 new cases in the last week of March. (Photo by Richard BOUHET / AFP)

In Italien ist das Chikungunya-Fieber ausgebrochen. Das Auswärtige Amt warnt Reisende. Welche Regionen betroffen sind und wie man sich schützen kann.

RICHARD BOUHET/AFP

Das Auswärtige Amt warnt Italien-Reisende vor einem Ausbruch des Chikungunya-Fiebers. Die Krankheit wird durch den Stich der tagaktiven Mücke Aedes albopictus übertragen und geht mit Fieber und Gelenkbeschwerden einher. Welche Regionen betroffen sind, ob Reisende Pflichtimpfungen brauchen und wie man sich vor den Überträgern der Krankheit schützen kann.

Chikungunya-Fieber in Italien: Diese Regionen sind betroffen

Das Chikungunya-Fieber wird durch die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) übertragen. Infektionen waren bisher nur bei Reiserückkehrer aus Mauritius, dem französischen Überseegebiet La Réunion und Sri Lanka festgestellt worden. Allerdings meldeten Behörden erst im Sommer einen Fall in Frankreich nahe der deutsch-französischen Grenze, bei dem die Infektion nicht durch eine Reise eingeschleppt wurde. Offenbar hatte sich die Person durch den Stich einer infizierten Mücke direkt infiziert.

In Italien kam es nun nach Angaben des Auswärtigen Amtes zu einem Ausbruch. Vor allem die Regionen Emilia-Romagna und Veneto berichten über steigende Fallzahlen. Einer der Hotspots ist Verona. Hier wurde kürzlich sogar ein Volksfest wegen der steigenden Infektionszahlen abgesagt. Die letzten Fälle in Italien traten 2017 auf.

Schutzmaßnahmen gegen Chikungunya

Reisende in Risikogebiete sollten sich laut den Reisehinweisen des AA durch das konsequente Vermeiden von Mückenstichen schützen, dazu gehören:

  • Bekleidung, die den Großteil der Haut verdeckt. Am besten imprägniert.
  • Konsequenter Mückenschutz in Form von Anti-Mückensprays mit dem Wirkstoff Diethyltoluamid (Abkürzung: DEET; Schutzmittel sollten 30 Prozent DEET-Anteil haben)
  • Moskitonetze an Fenstern oder über Betten anbringen

Chikungunya-Impfung

Gegen Chikungunya gibt es eine Impfung: Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt sie unter anderem, wenn man mindestens 12 Jahre alt ist und in ein Gebiet reist, das für ein Chikungunya-Ausbruchsgeschehen bekannt ist.

Wer sich unsicher ist, ob Impfung sinnvoll ist, sollte rechtzeitig vor Reisebeginn eine reisemedizinische Beratung in Anspruch nehmen. Auch das Auswärtige Amt weist auf die Impfung hin und regt an, sich dazu bei Arzt oder Ärztin des Vertrauens schlau zu machen.

Chikungunya-Fieber: Das sind die Symptome

Typische Symptome von Chikungunya sind plötzliches Fieber und Gelenkschmerzen. Dazu kommen oft Hautausschläge, Schüttelfrost und Kopfschmerzen. Die Schmerzen in den Gelenken können Wochen, Monate oder sogar Jahre bleiben. Schwere Verläufe sind laut Robert Koch-Institut selten, sie treten insbesondere bei älteren Menschen oder Personen mit schweren Vorerkrankungen auf.